Artwork

Die Tabakwächter

Die Tabakwächter, by Francisco de Goya, oil, 1790
Die Tabakwächter, by Francisco de Goya, oil, 1790

Die Tabakwächter is an oil painting by the Rococo painting artist Francisco de Goya. It dates from 1790 and is held in the collection of the Museo del Prado.

About this work

Sujet und Bedeutung

Die Szene behandelt das vertraute Thema des Tabakschmuggels und seiner Überwachung, ein Motiv, das im zeitgenössischen Spanien bekannt war.

Das Werk zeigt fünf Tabakwächter: zwei sitzende und einen stehenden Mann in der Nähe eines Flusses, die ihre Umgebung beobachten; zwei der Figuren sind bewaffnet. Die Szene behandelt das vertraute Thema des Tabakschmuggels und seiner Überwachung, ein Motiv, das im zeitgenössischen Spanien bekannt war. Ikonographisch tragen die Wächter Feuerwaffen und Schwerter, wobei letztere das Schwert als Bollwerk der Männlichkeit evozieren, wie es in der Dichtung von Villamediana und Quevedo gefeiert wurde. Einige Gelehrte, darunter vor allem Janis Tomlinson, argumentieren, dass die Figuren möglicherweise Raufbolde statt offizieller Aufseher darstellen, und verweisen auf eine offensichtliche Sexualsymbolik, die mit dem Pendantwerk La Novillada aus derselben Tapisserie korrespondiert. Goyas eigene Notizen beschreiben die Szene als 'fünf Tabakpachtwächter, zwei sitzend ruhend und einer stehend, der ihnen Befehle erteilt.'

Technik und Stil

Die Tabakwächter ist ein Ölgemälde auf Leinwand, das Francisco Goya 1779-1780 schuf. Ausgeführt in Ölfarbe, misst das Werk 262 cm in der Höhe mal 137 cm in der Breite und ist als Genreszene klassifiziert. Das Gemälde zeigt fünf Tabakwächter, zwei sitzend, einer stehend, die in der Nähe eines Flusses Wache halten, wobei zwei Figuren mit Feuerwaffen dargestellt sind. Ursprünglich Teil der vierten Serie von Kartons für Wandteppiche, bestimmt für die Vorhalle des Prinzen von Asturien im Palacio del Pardo, spiegelt die Komposition den Einfluss von Diego Velázquez wider, sowohl in der Landschaft im Hintergrund als auch in der Darstellung der Figuren. Obwohl Goya die dargestellten Personen als 'Wächter' bezeichnete, legt die wissenschaftliche Analyse nahe, dass sie möglicherweise Raufbolde statt offizieller Aufseher darstellen, was der Interpretation eine zusätzliche Komplexität verleiht. Das Werk inkorporiert symbolische Elemente, die in der spanischen Literatur des Goldenen Zeitalters verwurzelt sind, insbesondere das Schwert als Symbol der Männlichkeit, mit Bezug auf Dichter wie Quevedo und den Grafen von Villamediana. Das Gemälde galt als verschollen, bis es 1869 im Keller des Königlichen Palasts von Madrid wiederentdeckt wurde und anschließend 1870 vom Museo del Prado erworben wurde, wo es heute in Saal 91 ausgestellt ist. Zu seinen stilistischen Qualitäten zählen eine chuloske Haltung einer Figur, distanzierte Charaktere und ein Fluss, der mit Techniken gemalt ist, die an Velázquez erinnern, während die Verwendung von Öl auf Leinwand eine reich texturierte, narrativ geprägte Komposition ermöglicht.

Geschichte und Provenienz

Francisco Goya schuf das Ölgemälde Die Tabakwächter 1779 als Teil der vierten Serie von Kartons, die für Wandteppiche in der Vorhalle des Prinzen von Asturias im Palacio del Pardo bestimmt waren. Das Werk wurde von der Königlichen Tapisseriefabrik in Auftrag gegeben, um an der Südwand der Vorhalle der königlichen Prinzen ausgestellt zu werden, neben La Novillada, und wurde am 24. Januar 1780 geliefert. Es verblieb in der Fabrik, bis es 1869 von Gregorio Cruzada Villaamil im Keller des Königlichen Palasts von Madrid entdeckt wurde, woraufhin es in die Sammlung des Museo del Prado überging und erstmals im Museumskatalog von 1876 als Nummer 24 in Anhang I verzeichnet wurde. Das Gemälde zeigt fünf Tabakwächter, zwei sitzend und einer stehend, die ihre Umgebung beobachten, wobei zwei Figuren bewaffnet sind, und spiegelt zeitgenössische spanische Bedenken bezüglich Tabakschmuggel und nationaler Wachsamkeit wider. Das Gemälde wurde am 24. Januar 1780 an die Königliche Tapisseriefabrik geliefert und galt lange als verschollen, bis es 1869 von Gregorio Cruzada Villaamil im Keller des Königlichen Palasts von Madrid entdeckt wurde. Es wurde anschließend durch Verordnungen vom 19. Januar und 9. Februar desselben Jahres in das Museo del Prado überführt. Die Leinwand wurde erstmals 1876 im Museumskatalog unter Anhang I, Nummer 24, aufgeführt. Heute befindet sie sich im Besitz des Museo del Prado und wird dort in Saal 91 ausgestellt.

Kontext

Geschaffen für die vierte Serie von Tapisserie-Kartons, bestimmt für die Vorhalle des Prinzen von Asturias im Palacio del Pardo, behandelt dieses Werk das zeitgenössische Thema des Tabakschmuggels und seiner Überwachung. Obwohl Goya die Figuren als Zöllner beschrieb, vermutet die Gelehrte Janis Tomlinson, dass sie möglicherweise Raufbolde darstellen, und weist auf eine offensichtliche Sexualsymbolik hin, die das Pendantwerk La Novillada ergänzt. Die Komposition ist tief in der spanischen Literatur des Goldenen Zeitalters verwurzelt und spiegelt Sonette des Grafen von Villamediana und Francisco de Quevedo wider, in denen das Schwert als Bollwerk der Männlichkeit thematisiert wird. Stilistisch zeugen die Landschaft im Hintergrund und der Fluss vom Einfluss von Diego Velázquez. Das Gemälde galt als verschollen, bis es 1869 von Gregorio Cruzada Villaamil im Königlichen Palast von Madrid entdeckt wurde, woraufhin es 1870 in die Sammlung des Museo del Prado überging.

Nachwirkung

Das Werk gilt als bedeutendes Beispiel für Goyas Genreszenen, die gesellschaftskritische Kommentare mit narrativer Tiefe verbinden. Seine Wirkung erstreckt sich durch die Darstellung des alltäglichen spanischen Lebens und seine Rolle in der Entwicklung von Tapisserie-Kartons, wobei es spätere Künstler inspirierte, ähnliche Themen von nationaler Identität und moralischer Allegorie zu erforschen. Die symbolischen Elemente des Gemäldes, wie das Schwert als Repräsentation der Männlichkeit, wurden in wissenschaftlichen Diskussionen zur spanischen Literatur des Goldenen Zeitalters zitiert und verbinden die bildende Kunst mit zeitgenössischen poetischen Traditionen. Seine Wiederentdeckung 1869 und die anschließende Ausstellung im Museo del Prado festigten seinen Ruf, wobei frühe Kataloge seine Bedeutung innerhalb von Goyas Werk hervorhoben. Das Werk wird weiterhin in Studien zu Goyas Technik und thematischen Anliegen referenziert, insbesondere bezüglich seiner kompositorischen Anklänge an Velázquez und seiner Darstellung von Überwachung und Autorität.

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