Artwork
The Concert

The Concert is an oil painting by the Dutch Golden Age artist Gerard ter Borch. It dates from 1675 and is held in the collection of the Gemäldegalerie Berlin.
About this work
Das Konzert ist ein Gemälde von Gerard ter Borch.
Es wurde um 1673-1675 geschaffen, was interessant ist, da es das Werk des Künstlers in diesem Zeitraum zeigt. Die Tatsache, dass es ein Ölgemälde auf Holztafel ist, ist ebenfalls bemerkenswert, da sie Einblick in die verwendeten Materialien gibt.
Mehr über diesen Stil erfahren Sie durch die Recherche nach Gerard ter Borch.
Sujet und Bedeutung
Hinter ihr sp pla ein zweite Figur Cembalo, wobei die genaue Beziehung zwischen den Musikerinnen bewusst ambivalent bleibt.
Das Konzert zeigt zwei junge Frauen, die in einem häuslichen Interieur musizieren. Im Vordergrund sitzt eine Cellistin mit dem Rücken zum Betrachter, gekennzeichnet durch ein weißes Kleid und eine rote Jacke, die mit Ter Borchs charakteristischen metallischen Reflexionen und sorgfältiger Texturierung wiedergegeben sind. Hinter ihr sp pla ein zweite Figur Cembalo, wobei die genaue Beziehung zwischen den Musikerinnen bewusst ambivalent bleibt. In Übereinstimmung mit der Herangehensweise des Künstlers an Genreszenen bietet das Werk keine expliziten narrativen Hinweise und lädt die Betrachter ein, eigene Interpretationen zu den Gedanken oder Interaktionen der Dargestellten zu entwickeln.
Die Ikonografie wurde vom Künstler selbst erheblich verändert; technische Analysen und eine zugehörige Kopie zeigen, dass der Cembalist ursprünglich ein junger Mann war, bevor Ter Borch die Figur als Frau übermalte, möglicherweise um einen Auftraggeber zufriedenzustellen oder den narrativen Ton anzupassen. Spätere Restaurierungen im Jahr 1893 veränderten weiterhin die Kleidung der Hintergrundfigur und die Beleuchtung des Raumes, wobei loser Pinselaufrag eingeführt wurde, der mit dem ursprünglichen verfeinerten Stil kontrastiert.
Technik und Stil
Entstanden zwischen 1673 und 1675, ist Das Konzert ein Ölgemälde auf Eichenholztafel mit den Maßen 56 mal 44 Zentimeter. Das Werk zeigt die charakteristische Technik des Künstlers bei der Wiedergabe metallischer Reflexionen und sorgfältig texturierter Stoffe, besonders deutlich im weißen Kleid und der roten Jacke der vordergründigen Cellistin. Allerdings weist die Oberfläche auch lose, breite Pinselstriche und einen hell erleuchteten Raum auf, stilistische Elemente, die für den gewöhnlich verfeinerten, glatten Stil des Künstlers untypisch sind. Diese Abweichungen resultieren aus erheblichen Veränderungen: Ter Borch selbst übermalte den ursprünglichen männlichen Cembalisten, um eine weibliche Figur zu schaffen, ein mühsamer Prozess, der durch Röntgenanalyse belegt ist. Später führte eine Restaurierung im Jahr 1893 durch Professor Hauser eine drastische Überarbeitung des Kleides der Hintergrundfigur und des großen Hintergrundbereiches mit eigenem losem Pinselaufrag durch. Diese Eingriff verschleierten die ursprüngliche glatte Struktur und verliehen der Tafel einen fast impressionistischen Charakter, während sie die Farben intensivierten.
Geschichte und Provenienz
Das Gemälde wurde von Gerard ter Borch um 1675 als Öl auf Holztafel geschaffen. Ter Borch veränderte die Szene nach der ersten Ausführung, indem er den Cembalisten von einem jungen Mann in eine Frau umwandelte, eine Modifikation, die durch Röntgenanalyse und eine erhaltene Kopie im Stedelijk Museum Zwolle mit dem Titel Musizierendes Paar dokumentiert ist. Im Jahr 1893 führte der Berliner Restaurator Hauser einen großen Eingriff durch, der Teile des Hintergrunds und des Kleides der Hintergrundfigur übermalte und dabei den ursprünglichen Pinselaufrag und die Farbpalette erheblich veränderte. Das Werk gelangte durch den Besitz von Charles Sedelmeyer und Wilhelm von Bode in die Sammlung der Gemäldegalerie Berlin und befindet sich dort bis heute.
Das Konzert befindet sich in der Gemäldegalerie in Berlin, Deutschland. Laut dem Wikidata-Eintrag befand sich das Gemälde zeitweise im Besitz des Händlers Charles Sedelmeyer und von Wilhelm von Bode, bevor es in die Berliner Staatssammlungen überging. In den verfügbaren Quellen wird keine spezifische Inventarnummer angegeben.
Die dokumentierte Ausstellungshistorie des Werkes ist begrenzt. Eine treue Kopie, die von Ter Borch selbst angefertigt wurde und den Titel Musizierendes Paar (Musicerend paar) trägt, hängt heute im Stedelijk Museum in Zwolle, was darauf hindeutet, dass das Original im Umkreis des Künstlers bekannt und reproduzierbar war. Im Jahr 1893 führte der Berliner Professor Hauser eine radikale Restaurierung des Gemäldes durch, während es sich in schlechtem Zustand befand, und überarbeitete dabei die Hintergrundfigur sowie große Bereiche der Komposition. Weitere Ausstellungsorte oder -daten sind in den Quellen nicht verzeichnet.
Kontext
Die wissenschaftliche Diskussion von Das Konzert (um 1673-1675) betont Gerard ter Borchs bewusste Kultivierung narrativer Ambiguität, die die Betrachter einlädt, die psychologische Interaktion zwischen den beiden sitzenden Frauen ohne explizite narrative Hinweise zu interpretieren. Technische Studien offenbaren zwei bedeutende Eingriffe, die die moderne Wahrnehmung prägen. Ter Borch selbst veränderte die Komposition, indem er den Tasteninstrumentspieler von einem jungen Mann in eine Frau verwandelte, eine Änderung, die durch Röntgenfotografie dokumentiert und durch eine eng verwandte zeitgenössische Kopie, Musizierendes Paar (Stedelijk Museum Zwolle), bestätigt wird. Eine spätere, umstrittene Restaurierung im Jahr 1893 durch den Berliner Professor Hauser verstärkte die Farbsättigung und führte breite, lose Pinselstriche ein, besonders im Hintergrund und bei der sekundären Figur, wodurch das Werk in Richtung eines impressionistischen Effekts verschoben wurde, der von Ter Borchs charakteristischer Verfeinerung abweicht. Trotz dieser Veränderungen behält das Gemälde eine starke innere Qualität und verdeutlicht die Nähe des niederländischen Klassizismus des 17. Jahrhunderts zu späteren realistischen und impressionistischen Tendenzen.
Artist & collection
Artist
Gerard ter Borch (Dutch:; December 1617 – 8 December 1681), also known as Gerard Terburg (Dutch: ), was a Dutch Golden Age painter mainly of genre subjects.














