Artwork
Forum Vulcani: The Hot Springs at Pozzuoli

Forum Vulcani: The Hot Springs at Pozzuoli is an ink drawing by the Renaissance artist Joris Hoefnagel. It dates from 1578 and is held in the collection of the National Gallery of Art.
- Inscription
- Inscribed:Inscription at left and lower center partly illegible
About this work
Überblick
Das Werk wurde mit Feder und brauner Tinte über Spuren von schwarzer Kreide auf Büttenpapier ausgeführt und misst 18,8 mal 29,3 Zentimeter.
Forum Vulcani: The Hot Springs at Pozzuoli ist eine Zeichnung von Joris Hoefnagel aus dem Jahr 1577, die den vulkanischen Krater Solfatara in der Nähe von Pozzuoli, Italien, darstellt. Das Werk wurde mit Feder und brauner Tinte über Spuren von schwarzer Kreide auf Büttenpapier ausgeführt und misst 18,8 mal 29,3 Zentimeter. Die Zeichnung zeichnet sich durch die Synthese topografischer Beobachtung und des aufkommenden wissenschaftlichen Interesses ihrer Zeit aus und fängt die dynamische geothermische Landschaft ein. Sie befindet sich derzeit in der National Gallery of Art in Washington, D.C., mit der Inventarnummer 1974.21.1.
Motiv und Bedeutung
Die Zeichnung zeigt die Solfatara, einen flachen vulkanischen Krater, der durch dampfende Öffnungen und zerklüftetes Gelände gekennzeichnet ist. Die Komposition ist um ein zentrales Tal gruppiert, das von steilen Felswänden flankiert wird. Dichte, wirbelnde Dampfmassen steigen in die mittlere Ferne auf und verdecken teilweise die dahinterliegenden geologischen Formationen. Im Vordergrund deuten zwei kleine stehende Figuren auf die dampfenden Öffnungen, während zwei Reiter über das unebene, mineralgefärbte Erdreich ziehen. Kleine rechteckige Bauten sind in der linken mittleren Ferne zu erkennen. Handschriftliche Inschriften, die heute teilweise unleserlich sind, befinden sich links und unten in der Mitte. Das Bild präsentiert eine objektive topografische Ansicht, die gleichzeitig einen breiteren kulturellen Impuls widerspiegelt, die natürliche Welt in einem Zeitalter der Entdeckung und Kolonialisierung zu dokumentieren, zu klassifizieren und zu verstehen.
Technik und Stil
Hoefnagel verwendete eine begrenzte Palette aus warmer brauner Tinte auf einem cremefarbenen Büttenpapiergrund und setzte dabei unterliegende Spuren schwarzer Kreide für den ersten Entwurf ein. Die Tonvariation wurde durch sorgfältige Schraffur und Kreuzschraffur erreicht. Der Künstler verließ sich auf energische, geschwungene Federstriche, um sowohl die festen geologischen Formen als auch die atmosphärischen Effekte des aufsteigenden Dampfes zu definieren. Der Gesamteindruck ist skizzenhaft und explorativ statt hochfinishiert und betont die spontanen und dynamischen Qualitäten der geothermischen Landschaft gegenüber strenger formaler Strenge. Die Zeichnung ist nicht signiert.
Geschichte und Provenienz
Die 1577 entstandene Zeichnung ging durch mehrere Hände, bevor sie in eine öffentliche Sammlung gelangte. Sie befand sich einst im Besitz von Lord Treowen im Llanover House in Monmouthshire. Über eine Auktion von Burton, Knowles & Co. in Gloucester zwischen dem 20. und 28. Juni 1934 gelangte sie auf den Markt und gehörte anschließend Alfred Jowett aus Killinghall. Das Werk wurde später von David Carritt, Ltd. erworben. Die National Gallery of Art kaufte die Zeichnung 1974 und vergab die Inventarnummer 1974.21.1. Im selben Jahr wurde sie in der Ausstellung NGA Recent Acquisitions 1974 gezeigt und als Nummer 41 gelistet.
Kontext
Joris Hoefnagel schuf die Zeichnung in einer Zeit des wachsenden europäischen Interesses an der Dokumentation und Klassifizierung der natürlichen Welt. Das Werk fügt sich in sein umfassendes Gesamtwerk ein, das häufig Kunst und empirische Wissenschaft verband. Wissenschaftler haben die Zeichnung im Kontext von Hoefnagels Beiträgen zu den Civitates Orbis Terrarum verortet, wie sie von A. E. Popham im Jahr 1936 und von Lucia Nuti im Jahr 1988 untersucht wurden, die die Perspektiven von Kaufleuten und Humanisten in seinen kartografischen Ansichten analysierten. Thea Vignau-Wilberg katalogisierte die Zeichnung in ihrer Monografie von 2017 über Joris und Jacob Hoefnagel, und Marisa Ann Bass diskutierte sie 2019 im Rahmen von Natur und Kunst während des niederländischen Aufstands.
Nachwirkung
Die Zeichnung bleibt eine zentrale Referenz für Wissenschaftler, die die Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Beobachtung im späten 16. Jahrhundert untersuchen. Ihre Aufnahme in wichtige Kataloge von Eduard Chmelarz, Thomas Dacosta Kaufmann, Thea Vignau-Wilberg und Marisa Ann Bass unterstreicht ihre anhaltende Relevanz für die Untersuchung der habsburgischen Hofkunst und des frühneuzeitlichen Naturalismus. Das Werk wird weiterhin als visuelles Dokument analysiert, das topografische Aufzeichnungen mit den politischen und wirtschaftlichen Ambitionen einer Ära verbindet, die zunehmend auf die Kontrolle und das Verständnis der Natur ausgerichtet war.
Artist & collection
Artist
Joris Hoefnagel or Georg Hoefnagel (1542 – 24 July 1601) was a Flemish painter, printmaker, miniaturist, draftsman and merchant.


















