Artwork
J.G. Shaddick, the Celebrated Sportsman

J.G. Shaddick, the Celebrated Sportsman is an oil painting by the Romanticist artist Benjamin Marshall. It dates from 1806 and is held in the collection of the National Gallery of Art.
About this work
Überblick
Jahrhundert, einem Genre, in dem er sich neben seinen zahlreicheren Darstellungen von Rennpferden und ihren Besitzern einen beträchtlichen Ruf erwarb.
J.G. Shaddick, the Celebrated Sportsman ist ein Ölgemälde auf Leinwand des englischen Sportmalers Benjamin Marshall, datiert auf 1806. Das Werk misst 240 x 148 cm (94 1/2 x 58 1/4 in.) und befindet sich in der National Gallery of Art in Washington, D.C., wo es im West Building Main Floor, Gallery M59, ausgestellt ist. Es gelangte 1999 als Teil des Vermächtnisses von Mr. and Mrs. Paul Mellon in die Sammlung, mit der Zugangsnummer 1999.79.24. Das Gemälde gehört zu Marshalls bemerkenswerten Porträts von Sportfiguren aus dem frühen 19. Jahrhundert, einem Genre, in dem er sich neben seinen zahlreicheren Darstellungen von Rennpferden und ihren Besitzern einen beträchtlichen Ruf erwarb.
Motiv und Bedeutung
Das Gemälde zeigt ein Ganzkörperporträt von J.G. Shaddick, der durch seinen Titel als gefeierter Sportler identifiziert wird, vor einem Jagdhintergrund, der seine soziale Identität und seine Fähigkeiten unterstreicht. Shaddick steht im Zentrum einer vertikalen Komposition, gekleidet in die modische Kleidung eines gentleman hunters: einen hohen grauen Zylinderhut, einen olivgrünen Mantel, dunkle Hosen und eine weiße Krawatte, mit einem Lederriemen, der seine Brust kreuzt. Sein rechter Arm hält eine lange Flinte über den Körper, während seine behandschuhte linke Hand ein totes Wildtier an den Füßen hochhält und das greifbare Ergebnis der Jagd zur Schau stellt. Er wird flankiert von einem kastanienbraunen Pferd mit Sattel und Zaumzeug, das den Kopf zum Boden senkt, sowie von zwei Hunden im Vordergrund, einer weiß mit braunen Flecken, sitzend mit nach links gewandtem Kopf, der andere braun-weiß, stehend mit nach oben geneigtem Kopf. Der Hintergrund öffnet sich zu einer Landschaft unter einem stürmischen Himmel aus braunen, grauen und blassgelben Wolken, mit fernen blauen Hügeln und spärlichen Bäumen am Horizont. Die Ikonografie von Pferd, Hunden, Flinte und Wildtier bildet eine visuelle Sprache des aristokratischen Sportlebens und bekräftigt Shaddicks Status als Mann des ländlichen Mußes und der erfolgreichen Feldsportarten.
Technik und Stil
Marshall führte das Werk in Öl auf Leinwand aus und verwendete eine Palette, die von Erdtönen, Oliv, Kastanienbraun und Umbra dominiert wird, mit weißen Akzenten bei den Hunden und der Krawatte. Das Gemälde ist nicht signiert. Das Licht fällt von links und beleuchtet das Gesicht des Dargestellten sowie das Wildtier, wodurch ein dramatischer Fokus auf das menschliche Subjekt und den Trophäen der Jagd gelegt wird. Die Pinselführung variiert über die Oberfläche: glatt und verfeinert auf Shaddicks Gesicht, was die Konventionen der Porträtmalerei widerspiegelt, während sie in den Himmel- und Landschaftspartien lockerer und strukturierter wird. Diese unterschiedliche Behandlung spiegelt Marshalls doppelte Ausbildung und Praxis sowohl in der Porträt- als auch in der Tiermalerei wider. Das vertikale Format mit einer Höhe von 240 cm verleiht der Figur eine monumentale Präsenz, während die Einbeziehung von Tieren und Landschaft das Porträt in die Tradition der Sportkunst einordnet, die von George Stubbs begründet wurde und der Marshall folgte. Die Komposition balanciert formelle Porträt-Konventionen mit der eher informellen, aktiven Haltung des Sportlers in seinem Element aus.
Geschichte und Provenienz
Das Gemälde wurde 1806 als Nr. 292 in der Royal Academy of Arts in London ausgestellt, was seinen ersten öffentlichen Auftritt markierte. Seine frühe Provenienz umfasste möglicherweise einen Mr. Payne aus Walton-on-Thames. Das Werk erschien am 28. Februar 1891 als Los 78 bei Christie, Manson & Woods in London, wo es von Vokins erworben wurde. Es ging dann an E.M. Denny in London und wurde am 31. März 1906 erneut bei Christie's als Los 41 verkauft, wobei Vokins erneut der Käufer war. Zu den späteren Besitzern gehörten Viscount Enfield; der Earl of Stratford in Wrotham Park, Barnet, Hertfordshire; und A.S. Cochran in London, der es am 13. Februar 1920 als Los 144 bei Christie's verkaufte. Basil Lewis Dighton, Esq., erwarb es bei dieser Auktion und behielt es mindestens bis 1922. Arthur S. Vernay in London besaß es bis mindestens 1938, während dieser Zeit lieh er es für die Ausstellung 1938 in Washington, D.C. aus. C. Frederick C. Stout aus Ardmore, Pennsylvania, besaß es bis 1941 und lieh es in jenem Jahr für die Ausstellung Outdoor England im Century Club in New York aus. M. Knoedler & Co., Inc., New York, handelte das Gemälde 1965. Mr. and Mrs. Paul Mellon aus Upperville, Virginia, erwarben es anschließend und vererbten es 1999 der National Gallery of Art. Das Gemälde wurde 1938 in der Museum of Modern Art Gallery in Washington, D.C., in der Ausstellung Sporting Paintings from 1700 to 1937 gezeigt, wo es auf dem Cover der nicht nummerierten Broschüre reproduziert wurde.
Kontext
Benjamin Marshall (1768-1835) wurde in Seagrave, Leicestershire, geboren und konzentrierte sich zunächst auf die Porträtmalerei, bevor er sich im Alter von 26 Jahren auf Pferde spezialisierte. Er war ein Anhänger von George Stubbs und studierte drei Jahre lang bei Lemuel Abbott. Zwischen 1801-1812 und 1818-1819 stellte er dreizehn Bilder aus, hauptsächlich Porträts von Rennpferden und ihren Besitzern, in der Royal Academy. Zu seinen Porträts von Sportfiguren gehörten J.G. Shaddick im Jahr 1806 und Daniel Lambert im Jahr 1807. Etwa zwischen 1800 und 1810 lebte Marshall in der 23 Beaumont Street, Marylebone, bevor er 1812 nach Newmarket zog, wo er als "Marshall of Newmarket" bekannt wurde. Ein schwerer Kutschenunfall im Jahr 1819 hinterließ ihn mit einer dauerhaften Behinderung und hinderte ihn ein Jahr lang am Malen. Von 1821 bis 1833 veröffentlichte er unter dem Pseudonym "The Observator" Briefe über Pferderennen im The Sporting Magazine. Das Gemälde von Shaddick stammt aus einer Zeit, in der Marshall in London seinen Ruf begründete, bevor er nach Newmarket zog, als er noch Porträts von Sportfiguren neben seinen zahlreicheren equinen Sujets schuf. Das Werk wurde in wissenschaftlicher Literatur diskutiert, darunter Walter Shaw Sparrows George Stubbs and Ben Marshall (1929), Guy Pagets "Ben Marshall and John Ferneley" (1944), dem Ausstellungskatalog der Leicester Museums (1967), John Hayes' British Paintings of the Sixteenth through Nineteenth Centuries (1992) und Aubrey Noakes' Ben Marshall 1768-1835 (1978).
Nachwirkung
Die spätere Geschichte des Gemäldes spiegelt die wechselnden Schicksale der britischen Sportkunst in privaten und öffentlichen Sammlungen jenseits des Atlantiks wider. Seine Aufnahme in das Vermächtnis von Paul Mellon an die National Gallery of Art sicherte ihm einen Platz in einer der wichtigsten öffentlichen Kunstsammlungen der Vereinigten Staaten. Die Reproduktion des Werks auf dem Cover der Ausstellungsbroschüre von 1938 in Washington deutet auf seinen anerkannten Status innerhalb des Kanons der Sportkunst hin, noch bevor es von der Familie Mellon erworben wurde. Ein Foto vom 15. Mai 1945 in der Gottscho-Schleisner-Sammlung der Library of Congress zeigt das Gemälde hängend in der oberen Halle des Hauses Stout, über dem, was eine Mezzotinte von Henry Macbeth-Raeburn nach dem Gemälde zu sein scheint, was darauf hindeutet, dass Reproduktionsdrucke nach Marshalls Werk im Umlauf waren und zu seinem Ruf beitrugen. Das Gemälde wurde mehrfach in Country Life reproduziert, darunter in einer Beilage zur Ausgabe vom 15. Juli 1922 sowie in Artikeln von H.A. Bryden (1927) und Walter Shaw Sparrow (1935). Marshalls umfassendes Vermächtnis beruht auf seinem beträchtlichen Werk an Sport- und Tiermalereien, wobei sechzig Gemälde von Sportlern, Pferden und Hunden von John Scott für Whettle's Sporting Magazine gestochen wurden, obwohl seine ausgestellten und gestochenen Werke nur einen Bruchteil seiner Aufträge für Auftraggeber des Turfs und der Meisterschützen in ganz Großbritannien darstellen. Sein Sohn, Lambert Marshall (1809-1873), versuchte, die Familientradition als Sportmaler fortzusetzen, jedoch ohne vergleichbaren Erfolg, und unterrichtete schließlich Zeichenkunst in Brighton, wo er sein Leben im Armenhaus beendete.
Artist & collection
Artist
Benjamin Marshall (8 November 1768 – 29 January 1835) was an English sporting and animal painter. He was a follower of George Stubbs and studied under Lemuel Abbott for three years.












