Artwork

Eine weinende Frau

Eine weinende Frau, by Rembrandt van Rijn, oil, 1640
Eine weinende Frau, by Rembrandt van Rijn, oil, 1640

Eine weinende Frau is an oil painting by the Dutch Golden Age artist Rembrandt van Rijn. It dates from 1640 and is held in the collection of the Detroit Institute of Arts.

About this work

Motiv und Bedeutung

Das Werk gelangte bis 1916 in die Sammlung von Oscar Huldschinsky in Berlin, durchlief mehrere Händler und wurde 1956 vom Detroit Institute of Arts erworben.

Das Gemälde zeigt eine sitzende, weinende Frau in Halbfigur, deren Kopf leicht nach links gewandt ist und die ein Taschentuch im Schoß hält. Die Komposition spiegelt eng die kniende Frau in Rembrandts Christus und die Ehebrecherin (National Gallery, London) wider und verknüpft das Werk aus Detroit mit diesem Vorbild. Stilistische Analysen und zeitgenössische Quellen deuten darauf hin, dass das Stück um 1644 in Rembrandts Werkstatt entstand, wahrscheinlich von einem Schüler, der die Londoner Studie kopierte. Das Werk gelangte bis 1916 in die Sammlung von Oscar Huldschinsky in Berlin, durchlief mehrere Händler und wurde 1956 vom Detroit Institute of Arts erworben.

Technik und Stil

Das Gemälde ist in Öl auf Eichenholz gemalt und misst ungefähr 21,3 cm mal 16,8 cm. Es stellt eine weinende Frau dar, die ein Taschentuch hält, in Halbfigur positioniert und nach links gewandt, was stark an die kniende Frau in Rembrandts Christus und die Ehebrecherin in der National Gallery in London erinnert. Das Werk wird einem Schüler Rembrandts zugeschrieben, vermutlich um 1644 in seinem Atelier entstanden, und wird als Tronie klassifiziert. Eine formale Analyse hebt den expressiven Umgang mit Licht und Geste hervor, der für Rembrandts Umfeld charakteristisch ist, mit einer feinen Modellierung der Gesichtszüge und der Gewänder. Die Oberfläche zeigt Altersspuren, bleibt jedoch strukturell intakt, was auf sorgfältige Behandlung und Erhaltung hinweist.

Geschichte und Provenienz

Eine weinende Frau, ein Ölgemälde auf Eichenholz, entstand 1644 in Rembrandts Werkstatt, vermutlich als Studie für die kniende Figur in seinem größeren Werk Die bei der Ehebruch ergriffene Frau. Obwohl es traditionell Rembrandt zugeschrieben wurde, gehen Gelehrte wie Kurt Bauch und Werner Sumowski davon aus, dass es von einem Schüler ausgeführt wurde, wobei sie Kandidaten wie Carel Fabritius, Samuel van Hoogstraten oder Nicolaes Maes ins Spiel bringen. Das Werk tauchte erstmals in der Holland-Sammlung in London auf, bevor es 1914 bei Christie's an einen Herrn Smith versteigert und anschließend im Besitz von F. W. Lippmann verzeichnet wurde. Bis 1916 gelangte es in die Berliner Sammlung von Oscar Huldschinsky. Es wurde 1928 von den Händlern Cassirer und Helbing verkauft, durchlief 1937 eine private Berliner Sammlung und 1938 die F. Drey Gallery und erreichte 1947 mit Mrs. Hanni Seligman New York. Das Detroit Institute of Arts erwarb das Gemälde 1956 über den Händler Rosenberg und Stiebel.

Das Gemälde wird vom Detroit Institute of Arts verwahrt und trägt die Inventarnummer 56.93.

Es wurde erstmals in der Holland-Sammlung in London verzeichnet und 1914 bei Christie's in London an einen Käufer namens Smith versteigert. Im selben Jahr gehörte es F. W. Lippmann in London, und bis 1916 befand es sich in der Sammlung von Oscar Huldschinsky in Berlin. Am 10. November 1928 wurde es bei Cassirer und Helbing in Berlin für 68.000 Mark verkauft, durchlief später bis 1937 eine private Berliner Sammlung, die F. Drey Gallery in London im Jahr 1938 und Hanni Seligman in New York bis 1947. 1956 über Rosenberg & Stiebel erworben, gelangte es im selben Jahr ins Detroit Institute of Arts.

Kontext

Die wissenschaftliche Debatte konzentriert sich auf die Zuschreibung und Funktion von Eine weinende Frau (um 1644), einem kleinen Eichenholzbild im Detroit Institute of Arts. Die meisten Spezialisten betrachten es als Werkstattvariante oder Schülerkopie nach Rembrandts eigenhändiger Studie für Die bei der Ehebruch ergriffene Frau in London, eher als ein Original des Meisters selbst.

Kurt Bauch schlug Carel Fabritius als wahrscheinlichen Urheber vor, während Werner Sumowski Samuel van Hoogstraten und Nicolaes Maes als die stärksten Kandidaten aus Rembrandts Umfeld ansah. Die enge Übereinstimmung des Gemäldes mit der knienden Figur in dem Londoner Werk stützt seine Entstehung in Rembrandts Werkstatt in den frühen 1640er Jahren, als solche Tronien zur Ausbildung und als kompositorische Referenz dienten.

Young Woman with a Red Necklace
Young Woman with a Red Necklace, Rembrandt van Rijn

Artist & collection

Portrait of Rembrandt van Rijn

Artist

Rembrandt van Rijn

Rembrandt Harmenszoon van Rijn, known mononymously as Rembrandt, was a Dutch Golden Age painter, printmaker, and draughtsman.