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Martyrdom of Saint Ursula and her companions

Martyrdom of Saint Ursula and her companions, by Unknown, unspecified, 1475
Martyrdom of Saint Ursula and her companions, by Unknown, unspecified, 1475

Martyrdom of Saint Ursula and her companions is an unspecified painting by the Northern Renaissance artist Unknown. It dates from 1475 and is held in the collection of the Kunsthistorisches Museum.

About this work

Überblick

Es befindet sich im Belvedere des Kunsthistorischen Museums in Wien und veranschaulicht die legendäre Massakre der heiligen Ursula und ihrer Anhängerinnen.

Das Martyrium der heiligen Ursula und ihrer Gefährtinnen ist ein religiöses Gemälde, das auf das Jahr 1475 datiert wird und von einem unbekannten Künstler geschaffen wurde. Es befindet sich im Belvedere des Kunsthistorischen Museums in Wien und veranschaulicht die legendäre Massakre der heiligen Ursula und ihrer Anhängerinnen. Die Komposition zeigt eine gewaltsame, überfüllte Szene am Flussufer vor einer befestigten Stadt, die detaillierte figürliche Darstellung von Leid mit präziser, emailleartiger Malweise verbindet, die ihren unverwechselbaren visuellen Eindruck prägt.

Sujet und Bedeutung

Das Gemälde stellt das legendäre Martyrium der heiligen Ursula, einer römisch-britischen christlichen Prinzessin, und ihrer Gefährtinnen dar. Nach hagiographischer Überlieferung unternahm Ursula mit ihrem Gefolge eine Pilgerfahrt, die in Köln endete, wo sie von Hunnen belagert wurden. Die zentrale, mit einem Heiligenschein versehene weibliche Figur in weißen Gewändern stellt Ursula dar, erkennbar an dem Blut an ihrem Hals, das ihre Weigerung symbolisiert, den Hunnenführer zu heiraten, sowie ihre anschließende Hinrichtung. Die Frauen in zeitgenössischer Kleidung mit Wunden und Gesten des Leidens stellen ihre Gefährtinnen dar, die den Tod der Abkehr von ihrem Glauben vorzogen. Die bewaffneten Männer, die die Gruppe mit Schwertern, Bogen und einer Streitaxt angreifen, verkörpern die barbarischen Kräfte. Ein Stifterbildnis erscheint in der linken unteren Ecke, was fromme Mäzenatenschaft widerspiegelt, während ein mit Schrift versehenes Banderole, das sich über den oberen Teil des Bildes windet, eine textuelle Verankerung der Erzählung bietet.

Geschichte und Provenienz

Das 1475 entstandene Gemälde wird dem religiösen Genre zugeordnet. Das Werk gelangte schließlich in die Sammlung des Belvedere des Kunsthistorischen Museums in Wien, wo es sich bis heute befindet. Die Quellen liefern keine detaillierte Besitzgeschichte oder spezifische Ausstellungshistorie für dieses spezifische Tafelbild, obwohl der weitverbreitete Kult der heiligen Ursula in ganz Europa, besonders in Köln, von der mittelalterlichen Zeit an zahlreiche künstlerische Aufträge und Reliquienverehrung hervorrief.

Kontext

Das Gemälde entstammt einer reichen visuellen und textuellen Tradition um den Kult der heiligen Ursula. Die Erzählung wurde durch die Legenda aurea populär, eine weitverbreitete Sammlung von Heiligenlegenden, die Jacopo da Varagine von etwa 1260 bis zu seinem Tod 1298 verfasste. Historisch gesehen entstand die Legende aus einer lateinischen Inschrift des fünften Jahrhunderts, die in der Kirche St. Ursula in Köln gefunden wurde und nur namenlose jungfräuliche Märtyrerinnen erwähnte. Die spezifische Zahl der Gefährtinnen, oft mit elftausend angegeben, entstand wahrscheinlich durch ein Missverständnis des lateinischen Wortes undecimilia, bei dem die römische Zahl XI fälschlich als elftausend interpretiert wurde. Diese zahlenmäßige Übertreibung wurde zusätzlich durch die Entdeckung eines Begräbnisplatzes im Köln des achten Jahrhunderts befeuert, aus dem Tausende von Skeletten exhumiert und als Gefährtinnen der Heiligen identifiziert wurden. Das Thema war ein festes Element der europäischen religiösen Kunst, berühmt behandelt von Hans Memling 1489 auf dem Reliquiar der heiligen Ursula in Brügge, sowie später von Vittore Carpaccio in seinem venezianischen Zyklus der 1490er Jahre.

Nachleben

Das Martyrium der heiligen Ursula und ihrer Gefährtinnen hatte eine tiefgreifende kulturelle Nachwirkung, die weit über die Malerei des fünfzehnten Jahrhunderts hinausreichte. Das Vorbild der Heiligen in Mut und Reinheit inspirierte die heilige Angela Merici zur Gründung des Ursulinenordens 1535, einer Kongregation, die der Bildung und geistlichen Formung junger Frauen gewidmet war. Die Reichweite der Legende erstreckte sich sogar auf die Kartografie, da Christoph Kolumbus die Jungferninseln nach Ursula und ihren Gefährtinnen benannte. Die Erzählung faszinierte Künstler auch noch im frühen siebzehnten Jahrhundert, wie spätere Interpretationen wie Caravaggios letztes bekanntes Gemälde belegen, sowie reproduzierende Kupferstiche von Graphikern wie Johann Sadeler I. nach Entwürfen von Peter Candid.

Martyrdom of St. Erasmus
Martyrdom of St. Erasmus, Master of the Martyrs of Saints

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Unknown

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