Artwork
Portage Around the Falls of Niagara at Table Rock

Portage Around the Falls of Niagara at Table Rock is an oil painting by the Romanticist artist George Catlin. It dates from 1848 and is held in the collection of the National Gallery of Art.
- Inscription
- Inscribed:lower right: G. Catlin. p.
About this work
Überblick
Das Gemälde gehört zu Catlins später Cartoon Collection, einer Serie von über 600 Werken, die in den 1850er und 1860er Jahren entstanden.
Portage Around the Falls of Niagara at Table Rock ist eine 1847 oder 1848 von George Catlin gemalte Ölgemälde auf Leinwand. Mit den Maßen 37,8 mal 56,2 Zentimeter zeigt das Werk indigene Völker, die sich in einer winterlichen Landschaft rund um den gefrorenen Niagara-Wasserfall bewegen. Das Gemälde gehört zu Catlins später Cartoon Collection, einer Serie von über 600 Werken, die in den 1850er und 1860er Jahren entstanden. Es befindet sich derzeit in der National Gallery of Art in Washington, D.C., unter der Inventarnummer 1965.16.318.
Motiv und Bedeutung
Die Komposition fängt einen weiten, gefrorenen Niagara-Wasserfall ein, der sich durch den Mittelgrund erstreckt, während Nebel vom herabstürzenden Wasser aufsteigt. Schnee bedeckt den Vordergrund und die Ufer, wo zahlreiche Figuren versammelt sind. In erdtonfarbene Gewänder und Decken gehüllt, sitzen diese Personen im Schnee, unterhalten sich und gestikulieren in Richtung des Wasserfalls. Holzkanus ruhen im Schnee nahe den sitzenden Figuren und verweisen auf die physische Handlung des Portages um die gefährlichen Gewässer. Kahle Bäume und schneebedeckte Nadelbäume rahmen die Szene ein. Catlin betitelte das Werk ursprünglich Portage of Canoes, &c., around the Fall of Niagara at Table Rock. Durch eine ethnografische Linse wollte er indigene Bräuche dokumentieren, doch seine Darstellung wird oft als romantisiert betrachtet. Sie spiegelt eine verbreitete Praxis des 19. Jahrhunderts wider, indigene Völker als außerhalb des modernen Lebens stehend darzustellen, und trägt zu einer verallgemeinernden Erzählung über indigene Identität bei.
Technik und Stil
Als Ölgemälde auf Leinwand ausgeführt, verwendet das Werk eine Palette, die von Türkis, Weiß, Braun und gedämpftem Grün dominiert wird. Catlins Pinselstrich variiert innerhalb der Komposition: Er zeigt eine relativ glatte Auftragsweise am Himmel und im Wasser, kontrastiert durch eine dickere Struktur bei der Darstellung von Schnee und aufsteigendem Nebel. Das Licht ist in der gesamten Szene diffus, ohne starke Schatten, was die bewölkte Atmosphäre eines Wintertages effektiv suggeriert. Das Gemälde ist unten rechts mit der Inschrift G. Catlin. p. signiert.
Geschichte und Provenienz
Entstanden 1847 oder 1848, blieb das Gemälde bis zu seinem Tod 1872 im Besitz von George Catlin. Anschließend ging es auf seine drei Töchter Clara Gregory Catlin, Louise Catlin Kinney und Elizabeth Wing Catlin über. 1912 erwarb das American Museum of Natural History das Werk von Elizabeth Wing Catlin im Rahmen einer größeren Akquisition der Cartoon Collection. Als das Museum diese Werke deakzessionierte, kaufte Paul Mellon 1959 über Kennedy Galleries in New York mehr als 300 davon. Mellon schenkte später 351 Gemälde aus dieser Gruppe, darunter dieses Stück, der National Gallery of Art im Jahr 1965. Das Gemälde verfügt über eine umfangreiche Ausstellungsgeschichte, darunter Präsentationen in St. Louis, Peoria, Fort Worth, Nashville, Washington D.C., Buffalo sowie international in Bonn und Berlin für die Ausstellung On the Trails of the Iroquois im Jahr 2013.
Kontext
George Catlin war ein amerikanischer Reisender, Schriftsteller und Maler der Romantik des 19. Jahrhunderts, der sich auf Porträts und Szenen aus dem Leben der Native Americans spezialisierte. Während seiner Karriere schuf er zwei bedeutende Sammlungen. Die erste, bekannt als Indian Gallery, umfasste mehr als 500 Werke, die in den 1830er Jahren entstanden und von denen die meisten im Smithsonian American Art Museum erhalten sind. Nachdem finanzielle Schwierigkeiten ihn zwangen, seine ursprüngliche Sammlung an den Industriellen Joseph Harrison zu verkaufen, widmete Catlin die folgenden zwanzig Jahre der Bildung seines zweiten Werkkörpers, der Cartoon Collection, zu der dieses Gemälde gehört. Catlin stellte die Cartoon Collection 1871 in New York aus und veröffentlichte einen Katalog, der alle Werke auflistete, einschließlich dieses spezifischen Gemäldes als Cart. No. 424. Sein umfassendes Œuvre, einschließlich früherer Ansichten des Niagara-Wasserfalls und eines physischen Modells des Wasserfalls, das zusammen mit seiner Indian Gallery ausgestellt wurde, zielte darauf ab, die Bräuche der Stämme während einer Zeit zu dokumentieren, die durch westliche Expansion und Vertreibung geprägt war.
Vermächtnis
Catlins Gemälde, einschließlich dieser Portage-Szene, haben eine anhaltende wissenschaftliche Diskussion über die Komplexität der Darstellung ausgelöst. Während der Künstler Bewunderung für die von ihm dargestellten Menschen zum Ausdruck brachte und feststellte, er habe sie durchweg als freundlich und ehrlich empfunden, hebt die moderne kuratorische Bewertung hervor, wie seine Arbeit oft diverse Kulturen verallgemeinerte und essentialisierte. Das Gemälde trägt zu einem historischen visuellen Archiv bei und regt gleichzeitig zeitgenössische Betrachter dazu an, darüber nachzudenken, wie Künstler Stereotype perpetuieren oder herausfordern können. Das Überleben der Cartoon Collection durch die Fürsorge des American Museum of Natural History und Paul Mellon hat eine kontinuierliche öffentliche Auseinandersetzung und kritische Neubewertung von Catlins konstruierten Erzählungen über indigene Identität ermöglicht.
Artist & collection
Artist
George Catlin ( KAT-lin; July 26, 1796 – December 23, 1872) was an American lawyer, painter, author, and traveler, who specialized in portraits of Native Americans in the American frontier.












