Artwork

Man with a Roman coin

Man with a Roman coin, by Hans Memling, oil, 1473
Man with a Roman coin, by Hans Memling, oil, 1473

Man with a Roman coin is an oil painting by the Northern Renaissance artist Hans Memling. It dates from 1473 and is held in the collection of the Royal Museum of Fine Arts Antwerp.

About this work

Das Werk zeigt einen Dargestellten, der eine römische Medaille hält, ein Detail, das dabei hilft, das Stück nach dem Museumsatalog auf etwa 1480 zu datieren.

Das Gemälde Man with a Roman coin ist ein Porträt von Hans Memling, dem deutsch-flämischen Künstler, der im späten 15. Jahrhundert tätig war. Es wurde um 1473 geschaffen und ist in Ölfarbe ausgeführt.

Das Werk zeigt einen Dargestellten, der eine römische Medaille hält, ein Detail, das dabei hilft, das Stück nach dem Museumsatalog auf etwa 1480 zu datieren. Es gehört zur Sammlung des Königlichen Museums der Schönen Künste Antwerpen.

Wer es sehen möchte, sollte das Museum besuchen: Königliches Museum der Schönen Künste Antwerpen.

Sujet und Bedeutung

Das Gemälde zeigt einen Mann mittleren Alters mit südlichem Aussehen in Dreiviertelansicht, bekleidet mit einem schwarzen Mantel und einer passenden schwarzen Baret über dunklen Locken, wobei ein weißer Kragen locker über dem Verschluss hervortritt, eine Kleidung, die der späten italienischen, wahrscheinlich venezianischen Mode des 15. Jahrhunderts folgt. In seiner linken Hand präsentiert er einen römischen Sesterz, der unter Kaiser Nero in Lyon geprägt wurde und die Inschrift "NERO CLAUD[IUS]. CAESAR AVG[USTUS]. GERM[ANICUS]. TR[IBUNICIA]. P[ODESTATI]. IMPER[ATOR]." trägt. Die Münze fungiert als humanistisches Attribut und signalisiert die klassische Bildung sowie die antiquarischen Interessen des Dargestellten, während in der spätmittelalterlichen Vorstellungswelt die Münzprägung des Nero bereits mit willkürlicher Grausamkeit und ungerechter Machtausübung assoziiert war. Der Blick des Mannes trifft den Betrachter direkt, was in Memlings Porträtkunst ungewöhnlich ist, bleibt jedoch träumerisch und nach innen gerichtet, so dass eine echte Konfrontation vermieden wird. Seine Hand ist zwischen seiner Brust und der Bildkante positioniert, um räumliche Tiefe zu suggerieren. Hinter ihm ersetzt eine offene Seelandschaft mit einem Reiter, der eine idyllische Aussicht durchquert, den konventionellen dunklen Hintergrund, eine Innovation Memlings, die italienische Renaissanceporträtisten beeinflusste. Die Identität des Dargestellten ist unbekannt, doch könnte er ein Italiener gewesen sein, der in Antwerpen oder Brügge lebte; verschiedentlich wurde er als der venezianische Staatsmann Bernardo Bembo, der florentinische Medailleur Niccolò di Forzore Spinelli oder Giovanni di Candida vorgeschlagen.

Technik und Stil

Hans Memling führte das Bildnis eines Mannes mit römischer Münze in Ölfarbe auf einer Eichenholztafel aus, die 31 cm hoch und 23,3 cm breit ist. Das Werk verkörpert die Technik der frühen Niederländer durch seine akribische Detailgenauigkeit und die Darstellung einer Dreiviertelansicht. Die Figur, bekleidet mit einem schwarzen Mantel und Hut, ist vor einer naturalistischen Seelandschaft positioniert, einer stilistischen Innovation, bei der Memling traditionelle dunkle Hintergründe durch offene Landschaftsszenen ersetzte. Ein Brüstung erzeugt eine Tiefenillusion, wobei die Hand des Dargestellten darauf ruht, um den Bildraum zu überbrücken. Die Beleuchtung ist gedämpft, aber wirkungsvoll, mit einer starken Lichtquelle von links, die das Gesicht erhellt, während der Schatten auf einen schmalen Streifen entlang der Nase und der Wange reduziert wird. Dieser Ansatz hebt das lockige Haar und die markanten Gesichtszüge wie die kräftige Nase und die dünnen Lippen hervor und demonstriert einen hohen Grad an Plastizität und Realismus.

Geschichte und Provenienz

Hans Memling malte die Tafel in Lyon, wie die niederländischsprachige Quelle angibt, die auch vermerkt, dass das Werk bis 1871 Antonello da Messina zugeschrieben wurde, bevor James W.H. Weale Memling als den tatsächlichen Schöpfer ermittelte. Der italienisch anmutende schwarze Mantel und das Berretto des Dargestellten, verschlossen mit einer Spitze über einem weißen Kragen, kennzeichnen das Kostüm als venezianische Mode der Zeit, und auf dieser Basis kamen Kunsthistoriker zu dem Schluss, dass das Porträt nicht vor etwa 1480 entstanden sein konnte, was eine frühere Präferenz für ein Datum um 1478 umstieß. Das Gemälde wird in mehreren Quellen um 1480 datiert, obwohl ein interner Eintrag 1473 angibt und Wikidata sowohl 1473 als auch 1480 als Entstehungsdaten listet. Die Identität des Dargestellten bleibt ungeklärt; verschiedentlich wurde er als der venezianische Staatsmann Bernardo Bembo, der florentinische Medailleur Niccolò di Forzore Spinelli (der in Lyon starb, wo das Gemälde im frühen 19. Jahrhundert aufbewahrt war) oder Giovanni di Candida vorgeschlagen. Das Werk gehört heute zum Königlichen Museum der Schönen Künste Antwerpen, Teil der Vlaamse Kunstcollectie.

Das Gemälde befindet sich im Königlichen Museum der Schönen Künste Antwerpen (Koninklijk Museum voor Schone Kunsten) in Antwerpen, Belgien, und ist Teil der Vlaamse Kunstcollectie. In den verfügbaren Quellen ist keine spezifische Inventar- oder Akquisitionsnummer verzeichnet.

Zu seiner dokumentierten Ausstellungsgeschichte gehören die Exposition des primitifs flamands à Bruges und die Ausstellung mit dem Titel "Remember Me", die mit Leonardo da Vinci in Verbindung gebracht wurde. Früher in seiner Provenienz befand sich die Tafel im frühen 19. Jahrhundert in Lyon, bevor sie in die Antwerpener Sammlung gelangte. Bis 1871 wurde das Werk Antonello da Messina zugeschrieben; anschließend ermittelte James W.H. Weale Hans Memling als den tatsächlichen Autor.

Kontext

Kunsthistoriker betrachten dieses Werk als ein Schlüsselbeispiel für Memlings Innovation in der Porträtkunst, insbesondere für seine Einführung von Naturlandschaften als Hintergründe anstelle des traditionellen schwarzen Voids. Dieser Ansatz, der eine Seeszene mit einem Reiter zeigt, wird als direkter Einfluss auf spätere italienische Renaissancemeister wie Sandro Botticelli und Pietro Perugino angeführt. Das Gemälde markiert auch einen Wandel in der Zuschauerbindung; anders als Memlings andere Sujets blickt diese Figur träumerisch an dem Betrachter vorbei, anstatt direkten Augenkontakt herzustellen, und schafft so eine introspektive Stimmung.

Die Forschung zur Identität des Dargestellten bleibt gespalten, mit Vorschlägen, die vom venezianischen Diplomaten Bernardo Bembo über den florentinischen Medailleur Niccolò di Forzore Spinelli bis zu Giovanni di Candida reichen. Die Zuschreibung selbst entwickelte sich im Laufe der Zeit; das Werk wurde Antonello da Messina zugeschrieben, bis James W.H. Weale 1871 korrekt Memling als den Schöpfer identifizierte. Die Einbeziehung eines Nero-Sesterz hebt die humanistischen Interessen des Dargestellten hervor und spiegelt den kulturellen Austausch zwischen flämischen Malern und den in Brügge ansässigen italienischen Kaufleuten wider.

Nachwirkung

Das Gemälde wird für seine bahnbrechende Verwendung eines natürlichen Landschaftshintergrunds anerkannt, der von den traditionellen dunklen Hintergründen früherer Porträtkunst abweicht. Diese Innovation wird als direkter Einfluss auf spätere italienische Renaissancemeister angeführt, insbesondere Sandro Botticelli und Pietro Perugino, die ähnliche landschaftliche Kulissen für ihre eigenen Porträts übernahmen. Der Ruf des Werkes wurde im 19. Jahrhundert konsolidiert, als es von Antonello da Messina auf Hans Memling durch den Gelehrten James W.H. Weale im Jahr 1871 neu zugeschrieben wurde. Vor dieser Korrektur war die Zuschreibung des Porträts fehlerhaft, was seine wahre Herkunft innerhalb der Tradition der frühen Niederländer verschleiert hatte. Das Werk bleibt ein bedeutendes Beispiel für Memlings Einfluss auf die Entwicklung der Porträtkunst, insbesondere in der Synthese flämischer Detailgenauigkeit mit italienisch-humanistischen Themen.

Portrait of a young Man
Portrait of a young Man, Antonello da Messina

Artist & collection

Portrait of Hans Memling

Artist

Hans Memling

Hans Memling was a German-Flemish painter who worked in the tradition of Early Netherlandish painting.