Artwork
Iceskating before an Inn

Iceskating before an Inn is an oil painting by the Dutch Golden Age artist Jan van Goyen. It dates from 1650 and is held in the collection of the Bode Museum.
About this work
Überblick
Iceskating before an Inn ist ein Ölgemälde auf Holztafel des niederländischen Künstlers der Goldenen Ära Jan van Goyen, das 1650 vollendet wurde.
Iceskating before an Inn ist ein Ölgemälde auf Holztafel des niederländischen Künstlers der Goldenen Ära Jan van Goyen, das 1650 vollendet wurde. Mit den Maßen 34 mal 39 Zentimetern zeigt das Werk eine gefrorene Wasserstraße, auf der Schlittschuhläufer und Spieler des niederländischen Spiels Colf zu sehen sind, vor einem ländlichen Gasthaus mit rauchendem Schornstein. Die Komposition wird von einem weitläufigen, bewegten Himmel dominiert, der die oberen zwei Drittel der Leinwand einnimmt. Das Gemälde befindet sich heute in der Gemäldegalerie in Berlin unter der Inventarnummer 865C und ist ein herausragendes Beispiel der Haarlemer Schule der Tonalmalerei, in dem van Goyens sparsamer Pinselstrich und zurückhaltende Farbpalette zur Erfassung der Atmosphäre eines nordischen Winters zum Einsatz kommen.
Sujet & Bedeutung
Das Gemälde zeigt eine lebhafte Szene des Wintervergnügens auf einer gefrorenen Wasserstraße. Im Vordergrund leiten von hinten gesehene Figuren den Blick des Betrachters auf das Eis, wo Menschenmassen gehen, Schlittschuh laufen und Colf spielen, ein beliebtes niederländisches Spiel, das dem modernen Golf ähnelt und ein Standardmotiv der Winterlandschaft war. Links steht ein großer, blattloser Baum mit verdrehten Ästen neben einer Gruppe steildachiger Gebäude, die durch den rauchenden Schornstein als Gasthaus zu identifizieren sind. Ein Hund erscheint unten rechts, und entfernte Gebäude sowie Schlittschuhläufer verschwimmen in der atmosphärischen Dunstschicht nahe dem Horizont. Die Szene stellt die lokale Landschaft und das Alltagsleben dar, ein thematischer Schwerpunkt für van Goyen, der die mit der Wintersaison verbundenen Aktivitäten in eine eigenständige Kategorie der Landschaftsmalerei übertrug.
Technik & Stil
Van Goyen führte dieses Werk mit seiner hochgradig effizienten, tonalen Malmethode aus. Das Gemälde weist eine sehr dünne Ölfarbschicht auf einer Eichenholztafel auf, eine Technik, die eine schnelle Produktion und minimale Materialverwendung ermöglichte. Die Grundierung war wahrscheinlich hellbraun oder ockerfarben getönt, über die er die Szene lose mit Walnusstinte skizzierte. Seine Palette beschränkte sich auf preiswerte, neutrale Pigmente wie Ocker, Braun, Grau und gedämpftes Blau, die direkt aus den Erdtönen der Landschaft geschöpft wurden. Der Himmel zeigt eine weichere, verschmolzene Behandlung mit subtilen warmen Schatten auf dem Eis, während die Vordergrundfiguren mit schnellen, sparsamen Pinselstrichen wiedergegeben sind. Die Gesamtoberfläche ist am Himmel glatt und in den Vordergrunddetails strukturierter, was eine beeindruckende Realität und atmosphärische Tiefe trotz der dünnen Farbauftrags erreicht.
Geschichte & Provenienz
Das Gemälde ist monogrammiert und datiert VG 1650, wobei der genaue Ort der Signatur derzeit unbekannt ist und auf Fotografien nicht sichtbar. Historisch gehörte das Werk zur Sammlung des Bankiers Barthold Suermondt. 1874 wurde das Gemälde von den Staatlichen Museen zu Berlin zusammen mit dem Rest der Suermondt-Sammlung erworben. Es wurde anschließend 1935 im Kaiser-Friedrich-Museum unter der Katalognummer 65C aufbewahrt. Das Gemälde ist heute Teil des Preußischen Kulturbesitzes und befindet sich in der Gemäldegalerie in Berlin mit der Inventarnummer 865C. Das Kunstwerk ist im Werkverzeichnis von Cornelis Hofstede de Groot, das zwischen 1907 und 1925 veröffentlicht wurde, als Nummer 1154 dokumentiert.
Kontext
Jan van Goyen war ein äußerst produktiver Maler der niederländischen Goldenen Ära, der etwa zwölfhundert Gemälde und über tausend Zeichnungen hinterließ. Von Esaias van de Velde in Haarlem ausgebildet, wurde van Goyen zu einem führenden Vertreter der Tonalmalerei, einer Bewegung, die die stark kolorierten Landschaften flämischer Zeitgenossen zugunsten wahrhaftigerer, atmosphärischer Ansichten der lokalen Landschaft zurückwies. Um für die bescheidenen Preise zu kompensieren, die seine einzelnen Werke erzielten, steigerte van Goyen seine Produktion mit der schnellen, dünnen Maltechnik, die auf dieser Berliner Tafel zu sehen ist. Er ergänzte sein Einkommen durch Kunsthandel, Auktionariat und Spekulationen mit Tulpen und Immobilien, wobei diese Unternehmungen letztlich zu enormen Schulden führten. Er starb 1656 in Den Haag, tief verschuldet, nachdem er zahlreiche Landschaftsmaler beeinflusst hatte, darunter Jan Steen und Herman Saftleven.
Artist & collection
Artist
Jan Josephszoon van Goyen (Dutch pronunciation: ; 13 January 1596 – 27 April 1656) was a Dutch landscape painter.

















