Artwork
Hope

Hope is an oil painting by the Early Renaissance artist Piero del Pollaiuolo. It dates from 1470 and is held in the collection of the Uffizi Gallery.
About this work
Obwohl das eigentliche Sujet des Gemäldes nicht näher beschrieben wird, deutet sein Titel auf einen Fokus auf die abstrakte Idee der Hoffnung hin.
Hoffnung ist ein Gemälde, das um 1470 von dem italienischen Künstler Piero del Pollaiuolo geschaffen wurde. Es entstand in Tempera auf Holztafel, einer damals üblichen Technik.
Das Werk ist ein Einzelbild, das seit Jahrhunderten Teil der Sammlung der Uffizien ist. Obwohl das eigentliche Sujet des Gemäldes nicht näher beschrieben wird, deutet sein Titel auf einen Fokus auf die abstrakte Idee der Hoffnung hin.
Wer mehr erfahren möchte, sollte die Uffizien besuchen.
Sujet und Bedeutung
Das Gemälde zeigt die Hoffnung als weibliche Allegorie, die eine der sieben Kardinaltugenden verkörpert. Sie ist auf einem Thron sitzend dargestellt, in Grün gekleidet, mit gefalteten Händen im Gebet und dem Blick gen Himmel zu Gott gerichtet. Im Unterschied zu anderen Figuren der Reihe trägt die Hoffnung keine weiteren Attribute, ihre Identität beruht ausschließlich auf dieser Geste frommer Bittenfalt. Die Ikonographie entspricht der standardisierten christlichen allegorischen Tradition, die eine theologische Tugend in menschlicher Gestalt präsentiert. Die monumentale, skulpturale Draperie und der dunkle Hintergrund lenken die Aufmerksamkeit auf die spirituelle Konzentration der Figur statt auf eine weltliche Umgebung. Das Werk gehörte zu einem umfangreicheren Zyklus, der alle sieben Tugenden darstellen sollte und für einen bürgerlichen Audienzsaal bestimmt war, wodurch religiöse Symbolik mit öffentlicher moralischer Belehrung verschmolz.
Technik und Stil
Das Gemälde ist in Öl auf Holztafel ausgeführt und misst 168 mal 90,5 cm. Es gehört zu einem allegorischen Zyklus der Kardinaltugenden, den das Tribunale della Mercanzia in Florenz in Auftrag gab, und seine formalen Qualitäten spiegeln die Anforderungen seiner ursprünglichen hohen Aufstellung wider: Die Figur ist optisch für einen Blick von unten verzerrt, mit einem kräftigen Unterkörper sowie schmalerem Kopf und Schultern, um einen gestreckten, imposanten Effekt zu erzeugen.
Die Hoffnung ist als Frau in Grün dargestellt, allein durch ihre Gebetsgeste mit gen Himmel gerichtetem Blick identifizierbar. Sie entbehrt jeglicher Attribute und ist damit die am sparsamsten definierte Tugend der Reihe. Die Draperie über ihren Beinen ist monumental und skulptural, modelliert durch tiefes Chiaroscuro in breite, weiche Falten statt in nervöse grafische Linien. Der Thron ist vor dunklem Hintergrund ohne abschließende Transenna dargestellt, und seine Perspektive ist dramatisch mittels einer "Weitwinkel"-Technik verkürzt, die obere und untere Flächen gleichzeitig sichtbar macht und so seine Tiefe übertreibt. Dekorative Details wie die Bodenimitation eines Orientteppichs verraten flämischen Bildeinfluss. Die Tafel ist die am schlechtesten erhaltene der Reihe, und im 19. Jahrhundert war ihr Zustand so stark verfallen, dass aus dem Zyklus nur die Prudentia ausgestellt wurde.
Geschichte und Provenienz
In Auftrag gegeben von Florenzs Tribunale della Mercanzia zur Ausschmückung von Sitzlehnen in seinem Audienzsaal, stammt das Werk aus einem Vertrag vom 18. August 1469 für eine Reihe von sieben Kardinaltugenden. Obwohl der Auftrag nach Verzögerungen kurzzeitig an Sandro Botticelli übertragen wurde, sicherten Proteste von Piero del Pollaiuolo und seinem Bruder Antonio einen zweiten Vertrag, der das Projekt an Pieros Werkstatt zurückgab. Um 1470 datiert, bleibt die konkrete Ausführung des Gemäldes umstritten; während einige Gelehrte den gesamten Zyklus aufgrund der Dokumente Piero zuschreiben, argumentieren andere aufgrund stilistischer Analyse für Antonios Einbeziehung in Entwurf oder Ausführung. Die Reihe verblieb bei der Magistratur bis zu deren Aufhebung und gelangte 1717 in die Sammlung der Uffizien. Im 19. Jahrhundert beschränkte der schlechte Erhaltungszustand der Tafel die öffentliche Präsentation, wobei in dieser Zeit nur andere Werke der Reihe regelmäßig ausgestellt wurden.
Das Gemälde Hoffnung befindet sich in den Uffizien in Florenz, wo es seit 1777 Teil der Sammlung ist. Es wurde 1469 vom Tribunale della Mercanzia von Florenz in Auftrag gegeben als Teil einer Reihe allegorischer Gemälde, die die Kardinaltugenden darstellen und für dekorative Sitzlehnen im Audienzsaal des Tribunals bestimmt waren. Nachdem die Magistratur in die Uffizien umgezogen war, wurde das Werk ab 1717 dort ausgestellt. Es handelt sich um ein Ölgemälde auf Tafel mit einer Höhe von 168 cm und einer Breite von 90,5 cm, um 1470 entstanden. Das Stück gehört zu einer Reihe, die Caritas, Prudentia, Fides, Temperantia, Iustitia und Fortitudo umfasst, wobei die Fortitudo Botticelli zugeschrieben wird und die übrigen hauptsächlich Piero del Pollaiuolo, obwohl die Zuschreibung umstritten bleibt. Das Gemälde zeigt eine weibliche Personifikation der Hoffnung auf einem Thron sitzend, in Grün gekleidet und im Gebet, mit reich detaillierter Draperie und architektonischen Elementen, ausgeführt in einem von nordeuropäischer Kunst beeinflussten Stil.
Kontext
Piero del Pollaiuolos Hoffnung (1470) ist ein Schlüsselwerk des Frührenaissance, in Auftrag gegeben vom Tribunale della Mercanzia als Teil eines Zyklus von sieben Tugenden. Die Entstehung des Gemäldes ist historisch bedeutsam wegen des Streits, den es zwischen den Pollaiuolo-Brüdern und Sandro Botticelli auslöste, der vorübergehend die Fortitudo ausführte, bevor der Auftrag an Pieros Werkstatt zurückging. Die kunsthistorische Forschung ist in der Frage der Autorschaft des Werkes tief gespalten; während einige Historiker den gesamten Zyklus aufgrund vertraglicher Dokumente Piero zuschreiben, anderen die Gemälde aufgrund stilistischer Vergleiche Antonio del Pollaiuolo zuweisen oder eine Aufteilung vorschlagen, bei der Antonio die Kartons entwarf und Piero die Malerei ausführte. Das Werk zeigt außerdem den Einfluss flämischer Malerei durch seine detaillierten dekorativen Elemente. Ursprünglich für eine hohe Aufstellung in einem Audienzsaal bestimmt, wurden die Figuren bewusst mit gestreckten Oberkörpern und schweren Gliedmaßen verzerrt, um die Perspektive des Betrachters von unten zu korrigieren.
Artist & collection
Artist
Piero del Pollaiuolo (UK: POL-eye-WOH-loh, US: POHL-, Italian:; also spelled Pollaiolo; c.












