Artwork
Portrait of Antoni Jan Tyszkiewicz (1609-1649), Leliwa coat of arms, court marshal of the Grand Duchy of Lithuania

Portrait of Antoni Jan Tyszkiewicz (1609-1649), Leliwa coat of arms, court marshal of the Grand Duchy of Lithuania is an oil painting by the Neoclassicist artist Unknown. It dates from 1797 and is held in the collection of the National Museum in Warsaw.
About this work
Überblick
Das Werk zeigt den bedeutenden Diplomaten und Beamten der polnisch-litauischen Adelsrepublik in halber Länge.
Das Porträt von Antoni Jan Tyszkiewicz (1609-1649), Wappen Leliwa, Hofmarschall des Großfürstentums Litauen, ist ein Ölgemälde auf Leinwand eines unbekannten Künstlers aus dem Jahr 1793. Das Werk zeigt den bedeutenden Diplomaten und Beamten der polnisch-litauischen Adelsrepublik in halber Länge. Mit den Maßen 85,5 mal 74 Zentimeter befindet sich das Gemälde in der Sammlung des Nationalmuseums in Warschau, wo es unter der Inventarnummer MP 4976 MNW geführt wird. Als historisches Porträt, das über ein Jahrhundert nach dem Tod des Dargestellten entstand, dient es als spätere visuelle Erinnerung an eine wichtige politische Gestalt des Großfürstentums Litauen.
Darstellung und Bedeutung
Das Gemälde zeigt Antoni Jan Tyszkiewicz, einen Adeligen des Wappens Leliwa, der als Hofmarschall, Schatzmeister und Mundschenk des Großfürstentums Litauen amtierte. Er ist leicht nach rechts gewandt dargestellt, gekleidet in einen dunklen Mantel mit rotem Kragen und einem voluminösen roten Umhang, der über seinen Körper drapiert ist, sowie einem weißen Kragen am Hals. In seiner rechten Hand hält er einen kunstvoll verzierten Stab mit dekorativen Metallbeschlägen, ein Symbol seines hohen Amtes und seiner Autorität. Oben links zeigt ein kleines rundes heraldisches Emblem das Wappen Leliwa mit einem goldenen Halbmond und Stern auf blauem Grund. Goldene Inschriften über seinem Haupt identifizieren weiter die dargestellte Person und ihre Abstammung und verankern ihre Identität und adlige Stellung innerhalb der historischen Traditionen der Adelsrepublik.
Technik und Stil
Ausgeführt als Ölgemälde auf Leinwand, nutzt das Werk ein dramatisches Chiaroscuro, um die dargestellte Person hervorzuheben. Das Licht konzentriert sich auf das Gesicht des Mannes, seine Hand und den leuchtend roten Stoff, während die Umgebung in tiefem Schatten liegt. Der Künstler führte die Pinselstriche auf den Hauttönen geschmeidig aus, während er für die Darstellung der schweren Stoffe strukturiertere Striche verwendete. Die gesamte Farbpalette besteht aus tiefen Brauntönen, Schwarz, leuchtendem Rot und blassen Hauttönen, akzentuiert durch das Gold der Inschriften und heraldischen Elemente. Die Malfläche weist durchgängig feine Risse auf, was auf ihr Alter und ihre materielle Geschichte hinweist.
Geschichte und Provenienz
Das Porträt entstand im Jahr 1793, mehr als ein Jahrhundert nach dem Tod von Antoni Jan Tyszkiewicz, der 1649 im Alter von vierzig Jahren verstarb. Dieses späte Datum deutet darauf hin, dass das Werk wahrscheinlich eine Gedenkrekonstruktion war, die von späteren Nachkommen in Auftrag gegeben wurde, möglicherweise im Zusammenhang mit den Aktivitäten von Familienmitgliedern zu dieser Zeit, wie etwa seinem Verwandten Mikalojus Tyszkiewicz, einem Domherrn der Vilnius-Kathedrale. Das Gemälde gelangte schließlich in die Sammlung des Nationalmuseums in Warschau, wo es bis heute unter der Inventarnummer MP 4976 MNV verwahrt wird.
Kontext
Die Familie Tyszkiewicz führte das Wappen Leliwa und war berühmt für ihre umfangreiche Beteiligung am militärischen und politischen Leben der polnisch-litauischen Adelsrepublik. Antoni Jan Tyszkiewicz, der Bruder des Bischofs Jurgis Tiskevicius, war eine bedeutende Persönlichkeit, die das Gut Liubavas erwarb und von Kasper Niesiecki als Mann mit einfacher Beredsamkeit, aber starker Faust beschrieben wurde. Das Entstehungsjahr 1793 des Porträts fällt in die letzten Jahre der Adelsrepublik, eine Zeit intensiver politischer Umwälzungen, und korrespondiert mit der anhaltenden Bedeutung der Familie, wie sie durch Verwandte wie Mikalojus Tyszkiewicz belegt ist, die umfangreiche Güter verwalteten und an ihren Herrenhäusern private Orchester unterhielten.
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