Artwork

Portrait of Jan III Radziwiłł (?, 1542)

Portrait of Jan III Radziwiłł (?, 1542), by Unknown, oil, 1735
Portrait of Jan III Radziwiłł (?, 1542), by Unknown, oil, 1735

Portrait of Jan III Radziwiłł (?, 1542) is an oil painting by the Rococo painting artist Unknown. It dates from 1735 and is held in the collection of the National Museum in Warsaw. The work is an oil portrait set within a dark oval frame, depicting a man in a dark doublet reinforced by a silver breastplate.

About this work

Übersicht

Es befindet sich in der Sammlung des Nationalmuseums in Warschau, wo es mit der Kunstwerks-ID 509950 und der Inventarnummer MP 4467 MNW katalogisiert ist.

Das Porträt von Jan III Radziwiłł (?, 1542) ist ein Ölgemälde auf Leinwand eines unbekannten polnischen Künstlers, das zwischen 1733 und 1737 entstand. Das Werk misst 102 cm in der Höhe und 72,5 cm in der Breite und gehört zu einer Serie von Porträts in einem Lorbeerkranz. Es befindet sich in der Sammlung des Nationalmuseums in Warschau, wo es mit der Kunstwerks-ID 509950 und der Inventarnummer MP 4467 MNW katalogisiert ist. Das Gemälde stellt einen Adligen des sechzehnten Jahrhunderts posthum dar, geschaffen fast zwei Jahrhunderte nach seinem Tod, und dient eher als historische Rekonstruktion des Dargestellten denn als Lebensstudie.

Gegenstand und Bedeutung

Das Gemälde zeigt Jan Radziwiłł, einen Adligen, der im Januar 1542 verstarb. Er diente von 1535 bis zu seinem Tod als Stellvertretender Schenke Litauens und als Ältester von Samogitien. Er war der einzige Sohn von Mikołaj II Radziwiłł und ein Enkel von Mikalojus Radvila the Old. Da er mit seiner Frau Anna Kostevicz keine männlichen Erben hatte, war er der letzte der Goniądz-Meteliai Radziwiłł-Linie. Im Porträt wird er in poliertem Stahlpanzer mit goldenen Nieten und dekorativen Verzierungen dargestellt, über dem ein goldgelber Schärpen drapiert ist. An seinem Hals hängt ein Anhänger mit roten und blauen Steinen, und nahe seiner Taille ist ein kleines schildförmiges Abzeichen mit einem gekrümmten goldenen Objekt auf blauem Grund angebracht, das wahrscheinlich seine heraldischen oder ritterlichen Zugehörigkeiten kennzeichnet. Die Rüstung und die heraldischen Elemente unterstreichen seinen aristokratischen und militärischen Rang.

Technik und Stil

Der Künstler verwendete Ölfarbe auf Leinwand, um das Brustbild innerhalb eines gemalten goldenen ovalen Rahmens mit einem gedrehten Seilmotiv als Rand darzustellen. Die Komposition zentriert die bärtige Figur vor einem dunklen, neutralen Hintergrund, wobei sein Blick leicht nach links des Betrachters gerichtet ist. Der Maler setzte eine glatte Pinselführung ein, um die reflektierende Qualität der Metallrüstung sowie die unterschiedlichen Texturen des gefalteten weißen Halskragens und des dunklen Gewandes mit einem darunter sichtbaren Pelzkragen einzufangen. Das Licht fällt gleichmäßig von links ein und modelliert Gesicht und Rüstung mit weichen Schatten. Die Farbpalette stützt sich auf dunkle Brauntöne und Schwarz, warme Goldtöne sowie kühle Stahlgrau. Imaginative Elemente, wie die Inschriften auf der weißen Schriftrolle unter dem Oval und die Zahl 138, die in der oberen linken Ecke außerhalb des Rahmens gemalt ist, tragen zur historischen und dokumentarischen Präsentation des Werks bei.

Geschichte und Provenienz

Entstanden zwischen 1733 und 1737, wurde das Gemälde lange nach dem Leben des Dargestellten angefertigt, was darauf hindeutet, dass es eine retrospektive Auftragsarbeit und kein lebendiges Porträt war. Das Werk ist mit Provenienzangaben aus Nieśwież in Belarus verbunden, einem bedeutenden Gut der Familie Radziwiłł, was nahelegt, dass es wahrscheinlich von der Familie in Auftrag gegeben wurde, um ihre Abstammung zu dokumentieren. Das Gemälde gelangte schließlich in die Sammlung des Nationalmuseums in Warschau, wo es bis heute verbleibt. Eine fotografische Reproduktion des Werks wurde am 18. Dezember 2015 von Krzysztof Wilczyński im Rahmen der Digitalisierungsbemühungen des Museums angefertigt.

Kontext

Das Gemälde gehört zu einer breiteren Tradition des achtzehnten Jahrhunderts, genealogische Porträtgalerien zu schaffen. Als Teil einer Serie von Porträts in einem Lorbeerkranz spiegelt das Werk das Interesse der Familie Radziwiłł wider, ihre Linie im achtzehnten Jahrhundert zu konsolidieren und visuell zu gestalten. Der unbekannte polnische Maler verließ sich auf imaginative Elemente und Inschriften, um das Bild einer Figur zu konstruieren, die fast zwei Jahrhunderte zuvor verstorben war. Diese Praxis der Herstellung posthumer Ahnenporträts war unter dem europäischen Adel üblich und diente dazu, die dynastische Identität und den sozialen Status durch visuelle Aufzeichnungen prominenter Vorfahren zu festigen.

Nachwirkung

Als posthume Darstellung fungiert das Porträt eher als historisches Artefakt der genealogischen Gedenkfeier des achtzehnten Jahrhunderts denn als genaue Aufzeichnung des physischen Erscheinungsbildes des Dargestellten. Seine Bewahrung im Nationalmuseum in Warschau sichert seine weitere Untersuchung als Beispiel für retrospektive Porträtmalerei und noble Selbstdarstellung. Die Aufnahme des Gemäldes in digitale Repositorien und seine Identifizierung mit einer spezifischen Wikidata-Entität unterstreichen seine Rolle in der modernen kunsthistorischen Dokumentation sowie die anhaltenden Bemühungen, die visuelle Kultur der Polnisch-Litauischen Republik zu kartieren.

Portrait of Jan Demetriusz Solikowski
Portrait of Jan Demetriusz Solikowski, Unknown

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