Artwork

Little Fortune

Little Fortune, by Albrecht Dürer, ink, 1496
Little Fortune, by Albrecht Dürer, ink, 1496

Little Fortune is an ink print by the Northern Renaissance artist Albrecht Dürer. It dates from 1496 and is held in the collection of the British Museum.

Inscription
Inscribed:in plate, bottom center: AD [artist's monogram]; verso, lower right, in graphite by a later hand: B78; verso, lower left, in graphite by a later hand: 28 [upside down]; verso, lower center, in graphite by a later hand: L4 [?]; verso, lower center, in graphite by a later hand: H.831; verso, lower right, in graphite by a later hand: (78) [?]; verso, lower right, in graphite by a later hand: 69; verso, bottom right, in graphite by a later hand: 248

About this work

Thema und Bedeutung

Dürer bricht mit der mittelalterlichen Ikonographie der Fortuna, indem er sie ohne Rad oder Augenbinde zeigt.

Der Kupferstich stellt die römische Göttin Fortuna dar, erkennbar an der Kugel, auf der sie balanciert, sowie an der Eryngium-Blüte, die die glückliche Liebe symbolisiert und sowohl die Macht als auch die Zerbrechlichkeit der Liebe verkörpert. Dürer bricht mit der mittelalterlichen Ikonographie der Fortuna, indem er sie ohne Rad oder Augenbinde zeigt. Er ließ sich dabei von Andrea Mantegnas Parnassus und einem philosophischen Dialog inspirieren, der Sokrates’ Schüler Kebes zugeschrieben wird, wie in den französischen und spanischen Wikipedia-Einträgen sowie in den Provenienzunterlagen der National Gallery of Art belegt ist. Das Werk mit dem Titel Little Fortune gilt als Dürers erster weiblicher Akt in der Kupferstichkunst, entstanden um 1495-1496 in Nürnberg, und übte Einfluss auf spätere Künstler wie Lucas van Leyden aus.

Technik und Stil

Little Fortune ist ein Kupferstich auf Büttenpapier, geschaffen um 1495-1496 von Albrecht Dürer. Im Stil der deutschen Renaissance ausgeführt, misst das Werk 12,3 cm in der Höhe und 6,5 cm in der Breite und zeigt die Göttin Fortuna stehend auf einer Kugel, eine Eryngium-Blüte und eine Distel haltend. Die Komposition bricht mit der spätmittelalterlichen Ikonographie, indem sie Fortuna ohne Augenbinde oder drehendes Rad darstellt und damit sowohl die Macht als auch die Zerbrechlichkeit des Glücks betont. Dürer griff auf klassische Quellen zurück, etwa den griechischen Dialog, der einem Schüler Sokrates’ zugeschrieben wird und von seinem Freund Willibald Pirckheimer ins Deutsche übertragen wurde, sowie auf visuelle Vorbilder wie die tanzenden Musen in Andrea Mantegnas Parnassus. Der Stich entstand in Nürnberg und befindet sich in mehreren bedeutenden Sammlungen, darunter die National Gallery of Art in Washington, D.C., wo er 1943 im Rahmen des Rosenwald-Geschenks erworben wurde.

Geschichte und Provenienz

Albrecht Dürer schuf den Kupferstich um 1495-1496 in Nürnberg, wie die französischen und spanischen Wikipedia-Einträge belegen, die das Werk in diesen Zeitraum datieren. Das interne Korpus-Verzeichnis führt jedoch das Jahr 1490 an, während Wikidata mehrere mögliche Entstehungsdaten nennt: 1490, 1496 und 1497. Die dokumentierte Besitzkette beginnt mit einem Verkauf bei Hollstein & Puppel in Berlin vom 6. bis 8. Mai 1929 (Los 248). Lessing J. Rosenwald aus Jenkintown, Pennsylvania, erwarb den Abzug bei dieser Auktion, was durch seine Sammlerzeichen (Lugt 1760b und 1932d) belegt ist. Der Stich gelangte anschließend an das Nationalmuseum in Stockholm, erkennbar an den Zeichen Lugt 1934 und 1982. Rosenwald schenkte den Abzug 1943 der National Gallery of Art in Washington, D.C., wo er in die Druckgraphik-Sammlung der Rosenwald Collection aufgenommen wurde. Little Fortune wird in der National Gallery of Art in Washington, D.C., unter der Inventarnummer 1943.10.16 geführt. Das Werk gelangte durch ein Geschenk von Lessing J. Rosenwald im Jahr 1943 in die Sammlung, nachdem er es bei der Auktion von Hollstein & Puppel in Berlin am 6. bis 8. Mai 1929 (Verkaufsnr. 248) erworben hatte. Frühere Provenienz umfasst Besitznachweise in Lugt 1934 und Lugt 1982; zuvor befand es sich im Nationalmuseum in Stockholm. Die Ausstellungsgeschichte ist durch die Aufnahme in die Rosenwald Collection der National Gallery of Art sowie durch das Erscheinen in verschiedenen Ausstellungen zu Dürers Druckgraphik dokumentiert, wobei spezifische Ausstellungstitel in den Quellen nicht genannt werden. Der Stich ist zudem in der Rosenwald Collection der National Gallery of Art gelistet und wurde in Katalogen und wissenschaftlichen Diskussionen zu Dürers Werk erwähnt, darunter Einträge im Germanischen Nationalmuseum und im Cleveland Museum of Art.

Kontext

Das Werk, das im Englischen als Little Fortune bekannt ist, ist ein Kupferstich von Albrecht Dürer aus dem Jahr 1490, der die allegorische Gestalt der Fortuna, der Glücksgöttin, darstellt. Es gilt als Dürers erster vollständig nackter weiblicher Kupferstich, entstanden in einer Phase, in der er mehrere Studien der weiblichen Form anfertigte, darunter einen stehenden weiblichen Akt (1495, Louvre) und das Bad der Frauen (1496, Kunsthalle Bremen). Forscher heben seine ikonographische Innovation hervor: eine Kugel, die Fortunas Balance symbolisiert, eine Eryngium-Blüte, die erotische Glückseligkeit bezeichnet, und eine Distel, die den Erfolg in der Liebe repräsentiert. All dies bricht mit mittelalterlichen Darstellungen der Fortuna auf einem Rad mit verbundenen Augen. Dürer bezog sich wahrscheinlich auf philosophische Quellen, darunter den antiken Dialog, der einem Schüler Sokrates’ zugeschrieben wird und von seinem Freund Willibald Pirckheimer ins Deutsche übertragen wurde. Der Stich wurde zu Dürers Lebzeiten weithin kopiert und war einflussreich; er inspirierte Künstler wie Lucas van Leyden. Er befindet sich in bedeutenden Sammlungen, darunter die National Gallery of Art, das Cleveland Museum of Art und das Rijksmuseum.

Nachwirkung

Die Bedeutung von Little Fortune beruht auf ihrer bahnbrechenden Rolle als erster weiblicher Akt-Kupferstich von Albrecht Dürer, ein Werk, das eine neue Ikonographie der Fortuna als Liebende einführte, im Gegensatz zur traditionellen, das Rad haltenden, blinden Gestalt. Ihr Einfluss zeigt sich in zeitgenössischen Reproduktionen und späteren Anlehnungen, etwa in Lucas van Leydens „Frau und Hirsch“, die von Dürers Komposition inspiriert ist. Das Werk veränderte die Art und Weise, wie Renaissance-Künstler Personifikationen von Zufall und Begierde darstellten, und verknüpfte Dürers technische Innovation mit humanistischen Ideen, die durch Willibald Pirckheimers Übersetzung von „Die Tafel des Kebes“ vermittelt wurden.

Fortune
Fortune, Simone Cantarini

Artist & collection

Portrait of Albrecht Dürer

Artist

Albrecht Dürer

Albrecht Dürer spent his life in Nuremberg, a busy German city where artists traded prints like currency.

British Museum

Museum

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