Artwork

Adoration of Camaldoli

Adoration of Camaldoli, by Filippo Lippi, tempera, 1463
Adoration of Camaldoli, by Filippo Lippi, tempera, 1463

Adoration of Camaldoli is a tempera painting by the Early Renaissance artist Filippo Lippi. It dates from 1463 and is held in the collection of the Uffizi Gallery.

About this work

Sujet und Bedeutung

Das Gemälde zeigt die Geburt Jesu, wobei das Christuskind in der Mitte der Komposition auf dem Gras liegt und von der Jungfrau Maria in Anbetung verehrt wird.

Das Gemälde zeigt die Geburt Jesu, wobei das Christuskind in der Mitte der Komposition auf dem Gras liegt und von der Jungfrau Maria in Anbetung verehrt wird. Die Szene entfaltet sich als einheitliche Darstellung des christlichen Dogmas der Dreifaltigkeit: der Heilige Geist steigt als weiße Taube herab, die Strahlen goldenen Lichts aussendet, während die großen, offenen Hände Gottes am oberen Bildrand erscheinen, flankiert von zwei knienden Engeln.

Auf der rechten Seite stehen zwei Heilige. Der jugendliche Johannes der Täufer ist mit seinem charakteristischen abgetragenen Gewand und einem schlanken hölzernen Hirtenstab dargestellt. Neben ihm erscheint ein älterer Mönch, der als der heilige Romuald identifiziert wird, Gründer der Einsiedelei Camaldoli, des klösterlichen Bestimmungsortes, für den das Werk von Lucrezia Tornabuoni in Auftrag gegeben wurde, für eine Zelle, die ihr Ehemann Piero 1463 hatte erbauen lassen. Die Präsenz des heiligen Romuald verbindet die Ikonographie direkt mit dem Kamaldulenserorden, der das Gemälde erhalten sollte.

Technik und Stil

Die Anbetung von Camaldoli ist in Tempera auf Holztafel ausgeführt und misst 140 × 130 cm. Das Medium erzeugt eine matte, fein detaillierte Oberfläche, die für die frührenaissancezeitliche Tafelmalerei charakteristisch ist.

Die Komposition entfaltet sich vor einem flachen, jedoch reich detailierten natürlichen Hintergrund. Die Jungfrau Maria kniet links in Anbetung, während sie das Christuskind betrachtet, das auf dem Gras in der Mitte liegt. Oben steigt der Heilige Geist als weiße Taube herab, die goldene Lichtstrahlen aussendet, gesandt von den offenen Händen Gottes des Vaters, die am oberen Bildrand positioniert sind; zwei kniende Engel erscheinen neben diesen göttlichen Händen. Die gesamte Anordnung dient als visuelle Darlegung der Dreifaltigkeit.

Auf der rechten Seite stehen zwei Heilige: der jugendliche Johannes der Täufer, an seinem abgetragenen Gewand und dem einfachen Holzstab erkennbar, und der ältere Romuald, Gründer der Einsiedelei Camaldoli. Die wissenschaftliche Debatte konzentrierte sich auf stilistische Bezüge zu Beato Angelico, die zunächst als Zeichen von Lippis frühem Stil gedeutet, später jedoch als Belege seiner reifen Phase neu bewertet wurden.

Geschichte und Provenienz

Die Anbetung von Camaldoli wurde von Lucrezia Tornabuoni für eine Zelle im Kloster Camaldoli in Auftrag gegeben, das ihr Ehemann Piero il Gottoso 1463 hatte erbauen lassen. Das Werk ist auf 1463 datiert und in Tempera auf Holztafel gemalt, es misst 140 cm × 130 cm. Das Gemälde zeigt die Geburt Jesu mit der Jungfrau Maria, dem Christuskind, dem jungen heiligen Johannes dem Täufer und dem heiligen Romuald, Gründer der Einsiedelei Camaldoli.

Es gelangte 1919 in die Uffizien-Galerie. Die Zuschreibung an Filippo Lippi wurde erstmals von Pudelko vorgeschlagen, der es zunächst als Frühwerk aufgrund stilistischer Echos von Beato Angelico betrachtete, spätere Forschung von Bernard Berenson bewertete es jedoch als Gemälde der reifen Phase. Eine Restaurierung wurde 2007 von Daniele Rossi durchgeführt.

Seit 1919 befindet sich das Gemälde in der Galleria degli Uffizi in Florenz, wo es bis heute in der Sammlung verbleibt; es ist mit den Maßen 140 cm × 130 cm dokumentiert.

Das Werk wurde erstmals öffentlich ausgestellt, nachdem es Filippo Lippi zugeschrieben worden war, und gehört seit seiner Erwerbung zum Bestand der Uffizien. Eine umfassende Restaurierung wurde 2007 von Daniele Rossi durchgeführt.

Kontext

Die wissenschaftliche Debatte bezüglich der Anbetung von Camaldoli konzentriert sich auf ihre chronologische Einordnung innerhalb der Karriere von Filippo Lippi. Pudelko schrieb das Werk zunächst der frühen Schaffensperiode des Künstlers zu und führte stilistische Bezüge zu Beato Angelico als Begründung an. Bernard Berenson stellte diese Auffassung jedoch später in Frage und argumentierte, dass dieselben Einflüsse auf eine reifere Phase hindeuteten, wodurch die traditionelle Datierung des Werkes umgekehrt wurde. Das Gemälde ist historisch bedeutsam durch seinen Auftrag von Lucrezia Tornabuoni für das Kloster Camaldoli, ein Projekt, das mit den Wiederaufbauarbeiten ihres Ehemannes Piero il Gottoso von 1463 verbunden ist. Die Einbeziehung des heiligen Romuald, Gründer der Einsiedelei Camaldoli, neben dem jungen Johannes dem Täufer verankert das Werk in seinem spezifischen religiösen und institutionellen Kontext. Seit 1919 befindet sich die Tafel in der Uffizien-Galerie, wo sie 2007 von Daniele Rossi restauriert wurde.

Adoration of the Magi
Adoration of the Magi, Filippino Lippi

Artist & collection

Portrait of Filippo Lippi

Artist

Filippo Lippi

Filippo Lippi (c. 1406 – 8 October 1469), also known as Lippo Lippi, was an Italian Renaissance painter of the Quattrocento (fifteenth century) and a Carmelite priest. He was an early Renaissance master of a painting…

Uffizi Gallery

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