Artwork
Der Schaukelstuhl

Der Schaukelstuhl is an oil painting by the Rococo painting artist Francisco de Goya. It dates from 1790 and is held in the collection of the Museo del Prado.
About this work
Dieses Gemälde begann als Entwurf für einen Wandteppich im königlichen Schlafzimmer.
Dieses Gemälde begann als Entwurf für einen Wandteppich im königlichen Schlafzimmer. Francisco Goya malte es um 1779 in Öl auf Leinwand. Es war dafür bestimmt, im Palast von El Pardo zu hängen.
Goya arbeitete die Szene zunächst aus und malte sie dann groß. Das Stück war eine Dekoration, kein eigenständiges Kunstwerk. Es zeigt einen Moment von Lichtspiel und Bewegung.
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Thema und Bedeutung
Der Schaukelstuhl zeigt adelige Kinder in einer idyllischen ländlichen Umgebung; ihre aufwendige Kleidung kennzeichnet sie als Mitglieder der Elite. Drei Mägde betreuen sie: eine schaukelt ein Kind, während eine andere das jüngste hält, im Hintergrund sind als verschwommene Formen eine Kutsche zu erkennen, und drei Hirten mit ihren Herden vervollständigen die Landschaft. Die Szene wird vom Zwielicht beleuchtet, das die Kinder und ihre Gewänder hervorhebt, und Goya verwendet schnelle Pinselstriche, die später seine Schwarzen Gemälde beeinflussten. Einflüsse von Rembrandt und Velázquez werden festgestellt, und die Frau, die das Mädchen zurückhält, wird nicht als Dienerin, sondern als Kurtisane dargestellt, möglicherweise eine wohlhabende Aristokratin, die in der Mode einer Maja gekleidet ist. Zeitgenössische Beschreibungen rahmen das Werk als einen Familienausflug auf dem Land ein, und einige Gelehrte interpretieren es als Allegorie der drei Lebensalter, Kindheit, Jugend und Alter, während andere eine ambivalente Begegnung zwischen Ammen und Hirten in den Blicken der Figuren erkennen.
Technik und Stil
Der Schaukelstuhl ist ein Ölgemälde auf Leinwand, das als Genreszene klassifiziert ist und als Wandteppichentwurf fungiert. Es misst 260 cm in der Höhe und 165 cm in der Breite. Goya wendete schnelle, fleckenartige Pinselstriche an, wobei das Zwielicht auf die Gewänder der Kinder konzentriert ist, um den fleckenartigen Effekt zu verstärken; eine Behandlung, die seine späteren Schwarzen Gemälde vorwegnimmt. Die Kutsche im Hintergrund wird durch verschwommene, locker definierte Striche wiedergegeben, während die gesamte Atmosphäre ruhig und friedlich bleibt. Stilistisch greift das Werk auf die Rokoko-Tradition von Boucher und Fragonard zurück, deren Schaukelmotiv typischerweise erotische Untertöne trug, doch Goya entledigte sich dieser Konnotationen zugunsten einer friedlichen, häuslichen Szene. Seine anerkannten Meister, Rembrandt und Velázquez, übten den stärksten stilistischen Einfluss auf die Komposition aus.
Geschichte und Provenienz
Francisco de Goya malte Der Schaukelstuhl im Jahr 1779 als Teil seiner dritten Serie von Wandteppichentwürfen, die für das Schlafzimmer der Prinzen von Asturien, später Karl IV. und Marie Louise von Parma, im Palast von El Pardo in Auftrag gegeben wurden. Das Werk wurde am 21. Juli 1779 an die Königliche Teppichfabrik geliefert, wo es als Entwurf für einen Wandteppich diente, der die Vorhalle der königlichen Residenz schmücken sollte. Das Gemälde galt als verschollen, bis es 1869 von Gregorio Cruzada Villaamil im Keller des Königspalastes von Madrid wiederentdeckt wurde. Es trat am 19. Januar und am 9. Februar 1870 aufgrund königlicher Dekrete in das Museo del Prado ein, wo es seit seinem ersten Erscheinen im Katalog des Museums von 1876 in der Sammlung verblieb. Der Schaukelstuhl (El columpio) wird im Museo del Prado in Madrid unter der Inventarnummer P00749 aufbewahrt. Er gelangte 1870 nach seiner Wiederentdeckung im Keller des Königspalastes von Madrid durch Gregorio Cruzada Villaamil und durch Übertragung per königlichem Dekret am 19. Januar und 9. Februar 1870 in das Museum. Das Werk wurde erstmals 1876 im Katalog des Prado aufgeführt und ist derzeit in Saal 91 ausgestellt.
Kontext
Der Schaukelstuhl gilt als ein Schlüsselwerk innerhalb von Goyas Serie von Wandteppichentwürfen, die für das Schlafzimmer der Prinzen von Asturien im Palast von El Pardo konzipiert und 1779 gemalt wurden (QUELLE 1, QUELLE 2, QUELLE 3, QUELLE 4, QUELLE 5). Die Forschung betont seine Rolle als der erste von dreizehn Entwürfen, die für die Teppichproduktion in Auftrag gegeben wurden, und spiegelt Goyas Auseinandersetzung mit der Rokoko-Tradition wider, während er deren erotische Konventionen unterläuft; das Gemälde verwandelt ein potenziell suggestives Sujet in eine friedliche, aristokratische häusliche Szene, wobei die Beleuchtung auf die aufwendige Kleidung der Kinder als Marker des sozialen Status fokussiert ist (QUELLE 3, QUELLE 4, QUELLE 5). Seine stilistischen Innovationen, wie schnelle Pinselstriche, die einen fleckenartigen Effekt erzeugen, der die Schwarzen Gemälde vorwegnimmt, sowie seine klaren Einflüsse von Rembrandt und Velázquez, seinen Meistern, unterstreichen seine Bedeutung im Übergang zur modernen Kunst (QUELLE 3). Die kunsthistorische Analyse verortet es im breiteren Kontext von Goyas höfischer Patronage und Teppichdesign, hebt seine ambivalente Symbolik hervor, einschließlich möglicher allegorischer Interpretationen der drei Lebensalter oder einer Begegnung zwischen Ammen und Hirten, sowie seine Reflexion zeitgenössischer spanischer aristokratischer Kleidung wie der Maja (QUELLE 3, QUELLE 4, QUELLE 5).
Nachwirkung
Der schnelle Pinselstrich und der fleckenartige Effekt, den Goya in dem Gemälde anwandte, dienten später als Ursprung für seine Schwarzen Gemälde. Ursprünglich als verschollen betrachtet, wurde die Leinwand 1869 von Gregorio Cruzada Villaamil im Keller des Königspalastes von Madrid wiederentdeckt. Nach ihrer Wiederentdeckung wurde sie 1870 in das Museo del Prado überführt, wo sie ab 1876 offiziell katalogisiert wurde und bis heute ausgestellt ist.
Artist & collection
Artist
Francisco José de Goya y Lucientes was a Spanish romantic painter and printmaker.
















