Artwork

Portrait of Francesco Maria della Rovere

Portrait of Francesco Maria della Rovere, by Giorgione, unspecified, 1502
Portrait of Francesco Maria della Rovere, by Giorgione, unspecified, 1502

Portrait of Francesco Maria della Rovere is an unspecified painting by the High Renaissance artist Giorgione. It dates from 1502 and is held in the collection of the Kunsthistorisches Museum.

About this work

Thema und Bedeutung

Das Gemälde zeigt Francesco Maria della Rovere, identifiziert als der junge Herzog von Urbino, etwa dreizehn Jahre alt.

Das Gemälde zeigt Francesco Maria della Rovere, identifiziert als der junge Herzog von Urbino, etwa dreizehn Jahre alt. Er ist im Dreiviertelprofil nach rechts dargestellt, die Hände ruhen auf einem Sims, auf dem ein glänzender Helm liegt. Der Helm, verziert mit einer stilisierten Krone, symbolisiert seine erwartete militärische Laufbahn. Seine hochreflektierende Oberfläche spiegelt ein winziges Porträt einer jungen Frau und einen Ausschnitt seines roten Umhangs wider, ein Detail, das das Interesse des Künstlers an Lichtbrechung und die Untersuchung von Oberflächeneffekten unterstreicht, inspiriert von flämischen Malern und Leonardo da Vinci. Das weiche Haar des Dargestellten fällt über die Schultern und betont die jugendliche, idealisierte Darstellung.

Technik und Stil

Entstanden um 1502, ist dieses Werk ein Ölgemälde, das ursprünglich auf Holztafel ausgeführt und später auf Leinwand übertragen wurde. Mit den Maßen 73 mal 64 cm zeigt die Komposition eine Halbfigur im Dreiviertelprofil, deren Hände auf einem Sims ruhen, der einen glänzenden Helm trägt. Der Künstler gestaltet das weiche Haar des Dargestellten, das auf die Schultern fällt, als diffuse Farbfläche mit unscharfen Konturen, eine Technik, die für den Tonalismus charakteristisch ist.

Der Helm, verziert mit einer stilisierten Krone und aus vergoldeter Bronze gefertigt, zeigt ausgefeilte Effekte von Leuchtkraft und Reflexion. Seine polierte Oberfläche wirkt als konvexer Spiegel und fängt eine verkleinerte, invertierte Reflexion des Jugendlichen sowie einen Ausschnitt seines roten Umhangs ein. Diese optischen Komplexitäten belegen das venezianische Interesse an flämischen und leonardesken Studien zur Lichtbrechung und zum Oberflächenglanz.

Geschichte und Provenienz

Giorgione zugeschrieben und um 1502 datiert, wurde dieses Ölgemälde ursprünglich auf Holztafel ausgeführt und später auf Leinwand übertragen. Das Werk taucht erstmals in historischen Aufzeichnungen innerhalb der herzoglichen Sammlungen von Urbino um 1623-1624 auf. Bis 1636 gehörte es dem venezianischen Sammler Bartolomeo della Nave, der es anschließend an die Sammlung Hamilton verkaufte. Nach 1646 gelangte das Gemälde in den Besitz von Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich in Brüssel, wo es im 1660 erschienenen Katalog Theatrum Pictorium von David Teniers dem Jüngeren reproduziert wurde. Nach dem Tod des Erzherzogs ging das Eigentum durch Erbschaft an Kaiser Leopold I. über und wurde schließlich Teil der kaiserlichen Habsburg-Sammlungen, die heute im Kunsthistorischen Museum in Wien untergebracht sind. Das Werk befindet sich im Kunsthistorischen Museum in Wien. Die Inventarnummer ist in den Quellen nicht angegeben. Das Gemälde gehörte vor dem Eintritt in die Habsburg-Sammlung Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich und wurde zuvor in den Sammlungen von Bartolomeo della Nave in Venedig und der Familie Hamilton verzeichnet. Es wurde in der 1660 veröffentlichten Publikation Theatrum Pictorium von David Teniers dem Jüngeren für Erzherzog Leopold Wilhelm ausgestellt. Das Werk wurde in Ausstellungen zur venezianischen Schule und zur Porträtmalerei der Hochrenaissance gezeigt, einschließlich einer 1660 entstandenen Gravur-Reproduktion für die Sammlung des Erzherzogs. Das Gemälde wird als auf Holztafel ausgeführtes und später auf Leinwand übertragenes Ölgemälde beschrieben, datiert um 1502, und gehört zu den ständigen Beständen des Museums. Die Provenienz führt das Werk von den herzoglichen Sammlungen von Urbino in den Jahren 1623-1624 über Bartolomeo della Nave in Venedig zur Sammlung Hamilton, dann zu Erzherzog Leopold Wilhelm im Jahr 1659 und schließlich zum Kunsthistorischen Museum. Das Sujet wird traditionell als der junge Francesco Maria della Rovere, Herzog von Urbino, identifiziert, dargestellt mit einem symbolischen Helm, der seine zukünftige militärische Laufbahn repräsentiert.

Kontext

Das Porträt des Francesco Maria della Rovere, um 1502 von Giorgione gemalt, befindet sich im Kunsthistorischen Museum in Wien und verkörpert die Erforschung von Licht und Reflexion durch die venezianische Schule der Hochrenaissance. Das Werk zeigt den jungen Herzog von Urbino im Dreiviertelprofil, dessen Hand auf einem reich verzierten goldenen Helm mit Eichenlaub und Eicheln ruht, der als spiegelnde Oberfläche dient und ein Miniaturporträt sowie einen Ausschnitt seines roten Umhangs reflektiert. Diese Behandlung metallischer Oberflächen spiegelt das zeitgenössische venezianische Interesse an den optischen Studien flämischer Maler und Leonardo da Vinci wider. Die Provenienz des Gemäldes führt einen komplexen Weg von Urbino und der venezianischen Sammlung von Bartolomeo della Nave über die Familie Hamilton zu Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich und schließlich zur kaiserlichen Habsburg-Sammlung. Die Forschung zur Zuschreibung und Bedeutung des Werkes stützt sich auf die Schriften von Alessandra Fregolent, deren 2001 erschienene Monographie über Giorgione eine zentrale Referenz bleibt.

Portrait of Vittoria della Rovere
Portrait of Vittoria della Rovere, Francesco Furini

Artist & collection

Portrait of Giorgione

Artist

Giorgione

Giorgione was a quiet voice in Venice around 1505, a city full of color and trade.