Artwork
The Dream

The Dream is an oil painting by the Naïve art artist Henri Rousseau. It dates from 1910 and is held in the collection of the Museum of Modern Art.
About this work
Thema und Bedeutung
Möglicherweise ließ sich Rousseau auch von Émile Zolas Roman Le Rêve inspirieren, der von der Liebe zwischen einem Maler und einer Stickerei handelt.
Das Gemälde zeigt eine nackte Frau, identifiziert als Yadwigha, Rousseaus polnische Geliebte aus seiner Jugend, die auf einem Sofa inmitten eines üppigen Dschungels liegt, bevölkert von Vögeln, Affen, einem Elefanten, einem Löwen und einer Löwin, einer Schlange sowie einem Flöte spielenden Schlangenbeschwörer. Stilisierte Lotusblüten und andere tropische Pflanzen umgeben sie, während ein Vollmond die Szene erhellt. Die liegende Nackte verortet das Werk innerhalb einer klassischen Tradition, die von Tizians Venus von Urbino bis zu Manets Olympia reicht.
Rousseau selbst klärte das Thema in einem Brief an den Kritiker André Dupont: Die Frau liegt auf einem Sofa in Paris und träumt, sie höre einen Flötenspieler im Dschungel. Um Missverständnisse zu vermeiden, verfasste er ein begleitendes Gedicht, Inscription pour Le Rêve, in dem Yadwigha einschläft und auf die Pfeife eines Schlangenbeschwörers lauscht, während wilde Schlangen ihre Ohren der Musik leihen. Möglicherweise ließ sich Rousseau auch von Émile Zolas Roman Le Rêve inspirieren, der von der Liebe zwischen einem Maler und einer Stickerei handelt.
Technik und Stil
The Dream ist ein Ölgemälde auf Leinwand mit den Maßen 204.5 × 298.5 cm und damit das größte der mehr als 25 dschungelthemenbezogenen Werke von Henri Rousseau. Es entstand 1910, wird der naiven Kunst zugerechnet und gehört zum Genre der Nackten. Die Komposition zeigt eine liegende Nackte, Yadwigha, auf einem roten Divan, umgeben von stilisierten Lotusblüten, einem Elefanten, einem Löwen und einer Löwin, Affen, Vögeln, einer orangefarbenen Schlange sowie einem schwarzen Schlangenbeschwörer, der unter dem Mondlicht Flöte spielt. Die flache, dekorative Behandlung des Dschungelgeästes geht auf Rousseaus Beobachtungen im Pariser Museum für Naturgeschichte und im Jardin des Plantes zurück, nicht auf direkte Erfahrungen mit tropischen Umgebungen. Stilisierte Pflanzenformen und die traumhafte Gegenüberstellung der Nackten mit wilder Fauna verleihen dem Werk seinen charakteristisch naiven, fast surrealen Charakter.
Geschichte und Provenienz
The Dream wurde 1910 von Henri Rousseau gemalt, seinem letzten vollendeten Werk, und erstmals vom 18. März bis 1. Mai 1910 im Salon des Indépendants gezeigt, wenige Monate vor seinem Tod am 2 September 1910. Rousseau verkaufte das Gemälde im Februar 1910 an den Händler Ambroise Vollard. Vollard übergab es anschließend an die Knoedler Galleries in New York, die es im Januar 1934 an den Sammler Sidney Janis verkauften. Janis behielt das Gemälde bis 1954, als er es an Nelson A. Rockefeller verkaufte; Rockefeller schenkte das Werk dem Museum of Modern Art in New York, um das 25-jährige Bestehen der Institution zu feiern, wo es bis heute zu sehen ist.
The Dream wird vom Museum of Modern Art in New York aufbewahrt und ist dort dauerhaft ausgestellt.
Es wurde erstmals vom 18. März bis 1. Mai 1910 im Salon des Indépendants in Paris gezeigt. Ambroise Vollard erwarb das Werk im Februar 1910 direkt vom Künstler. Später wurde es über die Knoedler Galleries in New York im Januar 1934 an Sidney Janis verkauft, dann 1954 an Nelson A. Rockefeller, der es 1954 dem MoMA zum 25-jährigen Jubiläum des Museums schenkte.
Kontext
Als Henri Rousseaus letztes Werk 1910 vollendet, markierte The Dream einen entscheidenden Wendepunkt für den Künstler, der zuvor negative Kritiken erfahren hatte. Bei seinem Debüt im Salon des Indépendants verteidigte der Dichter Guillaume Apollinaire das Werk, erklärte seine Schönheit für unbestreitbar und prophezeite, es werde nicht verspottet werden. Das Gemälde ist das größte der mehr als fünfundzwanzig dschungelthemenbezogenen Leinwände Rousseaus und ein prägendes Beispiel der naiven Kunst. Kunsthistorisch greift die Komposition die klassische Tradition der liegenden Nackten auf und knüpft an Werke von Tizian und Manet an, während ihre traumhafte Erzählung den Surrealismus vorwegnimmt. Rousseau, der nie über Frankreich hinausreiste, synthetisierte Beobachtungen aus dem Pariser Museum für Naturgeschichte und botanischen Gärten, um diese imaginäre Landschaft zu erschaffen, in der eine polnische Geliebte, Yadwigha, mit exotischer Fauna und einem Schlangenbeschwörer verschmilzt.
Nachwirkung
The Dream gelangte 1954 ins Museum of Modern Art, als Nelson A. Rockefeller es zum 25-jährigen Bestehen der Institution schenkte, und ist seither dort ausgestellt. Als Rousseaus größtes und letztes Dschungelgemälde gilt das Werk als Wegweiser der naiven Kunst und wird weiterhin in der breiteren Kultur referenziert. Ein Detail des Gemäldes diente als Cover der niederländischen Ausgabe von Gabriel García Márquez' Liebe in den Zeiten der Cholera, während Andrea Camilleris Roman Un covo di vipere das Gemälde zitiert. Kürzlich wurde das Gemälde als Tapete in Laurent Lafittes Film L'Origine du monde aus dem Jahr 2021 reproduziert.
Artist & collection
Artist
Henri Julien Félix Rousseau (French: ; 21 May 1844 – 2 September 1910) was a French post-Impressionist painter in the Naïve or Primitive manner.










