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Porträt des Demian (Dmitri) Skumin Tyszkiewicz, Wappen Leliwa (?, 1609), Kastellan von Minsk

Porträt des Demian (Dmitri) Skumin Tyszkiewicz, Wappen Leliwa (?, 1609), Kastellan von Minsk, by Unknown, oil, 1797
Porträt des Demian (Dmitri) Skumin Tyszkiewicz, Wappen Leliwa (?, 1609), Kastellan von Minsk, by Unknown, oil, 1797

Porträt des Demian (Dmitri) Skumin Tyszkiewicz, Wappen Leliwa (?, 1609), Kastellan von Minsk is an oil painting by the Neoclassicist artist Unknown. It dates from 1797 and is held in the collection of the National Museum in Warsaw.

About this work

Überblick

Von einem unbekannten Künstler im Jahr 1793 geschaffen, stellt das Werk den Adligen und Kastellan von Minsk des 17.

Das Porträt des Demian (Dmitri) Skumin Tyszkiewicz, Wappen Leliwa (?, 1609), Kastellan von Minsk, ist ein Ölgemälde auf Leinwand mit den Maßen 88,5 mal 68 Zentimeter. Von einem unbekannten Künstler im Jahr 1793 geschaffen, stellt das Werk den Adligen und Kastellan von Minsk des 17. Jahrhunderts, Dymitr Tyszkiewicz, dar. Das Gemälde befindet sich in der Sammlung des Nationalmuseums in Warschau. Es dient als historische Darstellung der polnisch-litauischen Elite und verbindet heraldische Identifikation mit der militaristischen Tradition des sarmatischen Porträts.

Motiv und Bedeutung

Das Gemälde zeigt Dymitr Tyszkiewicz, einen Adligen des Wappens Leliwa, der bis zu seinem Tod im Jahr 1609 das Amt des Kastellans von Minsk innehatte. Er ist in einer Halbfigur-Darstellung leicht nach rechts gewandt zu sehen, gekleidet in polierte Stahlplattenrüstung mit Messing- oder Goldverzierungen, einem dunklen, gerüschten Kragen und einem braunen Umhang mit Pelzbesatz und rotem Futter. Seine rechte Hand ruht auf der Hüfte in der Nähe eines verzierten Gürtels und des Schwertgriffs, während seine linke Hand ein Paar Handschuhe umfasst. Ein Ring mit hellem Stein ziert seine rechte Hand, und von seinem rechten Ärmel hängt eine Kettenrüstung. Über seiner linken Schulter ist ein gemaltes Wappen mit blauem Oval und Helmzier zu sehen, begleitet von einer goldenen Inschrift, die ihn als Demian Tyszkiewicz, Kastellan von Minsk, identifiziert. Diese Elemente unterstreichen seinen adeligen Stammbaum, seine militärische Bereitschaft und seinen politischen Rang.

Technik und Stil

Als Ölgemälde auf Leinwand zeigt das Porträt die formalen Merkmale des sarmatischen Porträts, einer Stilrichtung, die auf heraldische Darstellung und adeligen Status Wert legt. Der Künstler nutzte weiche Übergänge für die Wiedergabe von Gesicht und Händen, die im Kontrast zu einer strukturierteren Behandlung der Stoffe und des Metalls stehen. Das Licht fällt von links und beleuchtet den Dargestellten vor einem fast schwarzen Hintergrund, wodurch die reflektierende Qualität der polierten Rüstung und der juwelenbesetzte Verschluss an seinem Hals hervorgehoben werden. Die Farboberfläche zeigt durchgehend feine Risse. Das Werk wird als Imaginationporträt klassifiziert, eine stilistische Kategorie, die darauf hinweist, dass es lange nach dem Tod des Dargestellten entstand und sich auf konventionelle visuelle Formeln statt auf direkte Lebensbeobachtung stützte.

Geschichte und Provenienz

Das Porträt wurde im Jahr 1793 gemalt, fast zwei Jahrhunderte nach dem Tod seines Sujets im Jahr 1609, was seine Entstehung eindeutig in das späte 18. Jahrhundert verortet. Vor dem Eintritt in das Nationalmuseum in Warschau war das Gemälde mit der Gesellschaft zur Pflege der Denkmäler der Vergangenheit in Warschau verbunden, einer Organisation, die zwischen 1906 und 1944 aktiv war. Frühere Provenienzangaben verknüpfen das Werk mit einem Palast in Ohojsko, Belarus. Das Gemälde befindet sich nach wie vor in der Sammlung des Nationalmuseums in Warschau als Zugang der Institution.

Kontext

Das Gemälde gehört zur Tradition des sarmatischen Porträts, einer Gattung, die bei der Adelschaft der polnisch-litauischen Republik beliebt war. Diese Werke dienten als Bekenntnisse zur adeligen Identität und Abstammung und stellten oft Vorfahren in Rüstung mit persönlichen Insignien dar. Da das Porträt 1793 entstand, spiegelt es eine retrospektive oder imaginäre Konstruktion einer Figur des 17. Jahrhunderts wider, die mit der Zeit der Teilungen der Republik zusammenfällt. Die Beteiligung der Gesellschaft zur Pflege der Denkmäler der Vergangenheit an der Geschichte des Gemäldes unterstreicht seine Rolle als kulturelles Artefakt, das aufgrund seiner historischen und genealogischen Bedeutung bewahrt wurde, nicht jedoch aufgrund seines Ursprungs als Lebensstudie.

Nachwirkung

Als Imaginationporträt, das durch Institutionen wie die Gesellschaft zur Pflege der Denkmäler der Vergangenheit bewahrt wurde, diente das Werk als visuelles Dokument des adeligen Erbes und des sarmatischen kulturellen Ideals in der polnisch-litauischen Republik. Seine fortwährende Präsenz im Nationalmuseum in Warschau sichert seine Rolle in der Erforschung historischer Porträtmalerei, genealogischer Bildnisse und der materiellen Kultur der Elite der Republik.

Portrait of Mikołaj Tyszkiewicz, Leliwa coat of arms, marshal of the Grand Duchy of Lithuania
Portrait of Mikołaj Tyszkiewicz, Leliwa coat of arms, marshal of the Grand Duchy of Lithuania, Unknown

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Unknown

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