Artwork
Riña en el Mesón del Gallo

Riña en el Mesón del Gallo is an oil painting by the Rococo painting artist Francisco de Goya. It dates from 1789 and is held in the collection of the Museo del Prado.
About this work
Sujet und Bedeutung
Das Werk war ursprünglich für das Speisezimmer des Prinzen von Asturien im Palacio del Pardo konzipiert und sollte Szenen aus dem Volksleben illustrieren.
Das Werk zeigt eine gewalttätige Schlägerei in einer Herberge am Stadtrand von Madrid, die sich konkret in der Nähe der Guadarrama-Berge befindet. Francisco Goya stellte die Kämpfer als Personen aus verschiedenen spanischen Provinzen dar und kleidete sie in regional authentische Tracht, um diese Vielfalt widerzuspiegeln. Im Zentrum der Handlung steht ein Mann aus Murcia, der Schläge austeilt, während ein Tisch rechts im Bild auf ein kürzlich beendetes Kartenspiel und den Wirt hinweist, der Geld einsammelt. Ein berittener Polizist betritt die Szene mit gezogener Pistole und signalisiert damit das Eintreffen der Obrigkeit. Obwohl die Komposition einen rohen, naturalistischen Konflikt einfängt, fungiert das Gemälde auch als vorbereitende Skizze, ein sogenanntes Borroncillo, für ein größeres Tapisserie-Design. Das Werk war ursprünglich für das Speisezimmer des Prinzen von Asturien im Palacio del Pardo konzipiert und sollte Szenen aus dem Volksleben illustrieren.
Technik und Stil
Riña en el Mesón del Gallo ist in Öl auf Leinwand gemalt und zeigt eine flüssige Malweise, die typisch für Goyas frühe Kartons für Tapisserie-Entwürfe ist.
Die Komposition ist um eine zentrale Schlägerei herum organisiert, die mit lebendiger Unmittelbarkeit wiedergegeben wird und von anekdotischen Details wie einem Kartentisch und einem Wirt, der Geld einsammelt, flankiert wird. Goyas Palette ist lebhaft, mit scharfen Kontrasten und schnellem, beschreibendem Pinselstrich, der die Spontaneität der Szene vermittelt. Die Figuren sind durch ihre regionale Kleidung individualisiert, insbesondere ein Mann aus Murcia, der Schläge austeilt, und der Hintergrund lässt die Sierra de Guadarrama erahnen, die die Episode am nördlichen Stadtrand Madrids verortet.
Geschichte und Provenienz
1777 entstand Riña en el Mesón del Gallo als Ölskizze, die Francisco de Goya für die zweite Serie von Tapisserie-Kartons anfertigte, die für das Speisezimmer des Prinzen von Asturien im Palacio del Pardo bestimmt waren. Obwohl als vorbereitendes Modell für eine Tapisserie konzipiert, wurde dieses spezifische Werk nie gewebt und blieb ein fertiges Ölgemälde auf Leinwand. Das Gemälde war ursprünglich im Inventar von Goyas Nachlass von 1828, dem sogenannten Brugada-Inventar, verzeichnet, wo es als kleine Skizze beschrieben wurde. Es gelangte anschließend in die Sammlung von Charles Yriarte, der es in seiner 1867 erschienenen Monografie über den Künstler vorstellte. Nach verschiedenen Privatbesitzern wurde das Werk im November 2002 vom Museo del Prado aus einer Privatsammlung erworben und kam dort zu seinem Pendant, Riña en la Venta Nueva, in die Dauerausstellung.
Riña en el Mesón del Gallo befindet sich im Besitz des Museo del Prado in Madrid. Das Werk kam im November 2002 nach einer Erwerbung aus einer Privatsammlung in die Sammlung des Museums, in der es seit dem frühen 20. Jahrhundert nach verschiedenen Besitzern, darunter Charles Yriarte, verweilt hatte. Vor dieser endgültigen Zugängung wurde das Gemälde 1993 im Museo del Prado im Rahmen der Ausstellung Goya: el Capricho y la Invención gezeigt, für die es restauriert worden war. Das Werk ist heute in der Goya-Galerie des Museums neben seinem Pendant, Riña en la venta Nueva, zu sehen.
Kontext
Das Gemälde entstand als vorbereitende Skizze für eine Tapisserie-Serie, die für das Speisezimmer des Prinzen von Asturien im Palacio del Pardo bestimmt war, ein Projekt, das nie zu gewebten Textilien führte und daher als unvollendeter Cartoon verbleibt. Zeitgenössische Berichte beschreiben Goyas Borroncillos als eigenständige Kabinettbilder, die sowohl verschenkt als auch verkauft wurden, und das vorliegende Werk befand sich später im Besitz von Charles Yriarte, der es in seiner bahnbrechenden Monografie reproduzierte, es gelangte im November 2002 nach Privatbesitz und vorheriger Präsentation in der Ausstellung von 1993, Goya: el Capricho y la Invención, in die Sammlung des Museo del Prado. Die Szene zeigt eine Schänkenschlägerei am nördlichen Stadtrand Madrids, die durch die fernen Guadarrama-Berge identifiziert wird, mit Figuren in regionaler Tracht und einem berittenen Schutzmann im Hintergrund, wiedergegeben mit lebendigen Farben und schnellem Pinselstrich, die für Goyas Stil charakteristisch sind.
Die Forschung verortet das Werk in Goyas früher Hofperiode und sein Experimentieren mit Genreszenen, die Realismus und Karikatur verbinden, was breiteren aufklärerischen Interessen an sozialem Verhalten und den Bräuchen verschiedener spanischer Provinzen entspricht. Seine Bedeutung wird durch die Aufnahme in wichtige Bibliografien wie die von Arnaiz, Tomlinson und Bozal sowie durch seine physische Präsentation neben seinem zugehörigen Cartoon Riña en la venta Nueva in der Goya-Galerie des Prado unterstrichen.
Nachwirkung
Die vorbereitende Skizze für Riña en el Mesón del Gallo erzielte als eigenständiges Werk erheblichen Erfolg und zirkulierte zu Goyas Lebzeiten effektiv als Kabinettbild. Einige dieser Skizzen wurden verkauft, andere verschenkt, was ihren Wert über ihre Funktion als Tapisserie-Entwürfe hinaus etablierte. Die konkrete Skizze wurde von Charles Yriarte erworben, dem Autor der ersten Monografie über Goya, der sie in seiner 1867 erschienenen Biografie mit einem hochwertigen Holzschnitt reproduzierte und damit ihre frühe wissenschaftliche Anerkennung festigte.
In der Moderne wurde der Ruf des Werkes durch bedeutende Ausstellungen und institutionelle Erwerbung weiter gefestigt. Es wurde restauriert und in der Ausstellung von 1993, Goya: el Capricho y la Invención, gezeigt, bevor es im November 2002 in die Dauersammlung des Museo del Prado überging. Dort ist es neben seinem verwandten Tapisserie-Karton, Riña en la venta Nueva, ausgestellt, was einen direkten Vergleich des künstlerischen Arbeitsprozesses ermöglicht.
Artist & collection
Artist
Francisco José de Goya y Lucientes was a Spanish romantic painter and printmaker.


















