Artwork

A Watermill

A Watermill, by Meindert Hobbema, unspecified, 1664
A Watermill, by Meindert Hobbema, unspecified, 1664

A Watermill is an unspecified painting by the Dutch Golden Age artist Meindert Hobbema. It dates from 1664 and is held in the collection of the Rijksmuseum. Hobbema lernte von Jacob van Ruisdael, Landschaften zu malen.

About this work

Thema und Bedeutung

Das Gemälde zeigt eine Wassermühle in einer bewaldeten Landschaft, ein Motiv, das zur charakteristischen Signatur von Hobbemas reifem Stil wurde.

Das Gemälde zeigt eine Wassermühle in einer bewaldeten Landschaft, ein Motiv, das zur charakteristischen Signatur von Hobbemas reifem Stil wurde. Obwohl das spezifische Motiv der Wassermühle ursprünglich von seinem Lehrer Jacob van Ruisdael eingeführt wurde, spezialisierte sich Hobbema auf dieses Thema und schuf über dreißig Variationen. Diese Kompositionen zeigen typischerweise das Mühlengebäude in der nahen Ferne, oft begleitet von glitzernden Teichen, gewundenen Wegen und verstreuten Baumgruppen.

Im Gegensatz zu den dramatischen oder moralisierenden Untertönen, die in einigen zeitgenössischen Landschaften zu finden sind, zeichnet sich Hobbemas Werk durch sonnige, flache Terrains und das Fehlen schwerer Symbolik aus. Die Szenen sind sorgfältig konstruiert und imaginär, keine topografischen Aufzeichnungen, und dienen dazu, verschiedene Licht- und Farbeffekte zur Schau zu stellen. Die Bilder repräsentieren ein idealisiertes, friedliches ländliches Dasein und konzentrieren sich auf das Zusammenspiel von Sonnenlicht, das durch das Laub filtert und auf Wasseroberflächen reflektiert.

Technik und Stil

Entstanden um 1664, ist A Watermill ein Ölgemälde auf Leinwand mit den Maßen 62 mal 85,2 cm. Das Werk verkörpert Hobbemas reife Spezialisierung auf bewaldete Landschaften mit Wassermühlen, ein Sujet, das er in über dreißig Gemälden behandelte. Stilistisch vermeidet die Komposition Symmetrie und arrangiert typischerweise Wege oder Straßen, die sich diagonal durch dichte Vegetation winden, wobei sich Gebäude in der nahen Ferne befinden. Im Gegensatz zu den dunkleren, dramatischeren Tönen seines Lehrers Jacob van Ruisdael zeichnet sich Hobbemas Handhabung durch eine sonnigere Atmosphäre aus, in der die Hauptbäume oft als Silhouetten gegen den Himmel erscheinen. Der Künstler demonstriert außergewöhnliches Können in der Variation von Licht- und Farbeffekten und nutzt doppelte Fluchtpunkte, um innerhalb dieser sorgfältig konstruierten, imaginären Szenen kompositorisches Interesse zu erzeugen.

Geschichte und Provenienz

A Watermill wurde von Meindert Hobbema um 1664 gemalt. Diese Datierung verortet das Werk in der produktivsten Phase des Künstlers, die sich über die 1660er Jahre bis zu seiner Heirat im November 1668 erstreckte. In diesen Jahren verfeinerte Hobbema seine Spezialisierung auf bewaldete Landschaften mit Wassermühlen, ein Motiv, das er in über dreißig Gemälden behandelte. Das Werk spiegelt den starken Einfluss seines Lehrers Jacob van Ruisdael wider, dessen Stil Hobbemas Schaffen ab etwa 1662 dominierte. Obwohl das Gemälde sich derzeit im Besitz des Rijksmuseum in Amsterdam befindet, liegen in den verfügbaren Aufzeichnungen keine spezifischen Details zu seiner ursprünglichen Auftragserteilung oder seiner frühen Besitzkette vor der modernen Museumsakquisition vor. Der Künstler hörte weitgehend auf zu malen, nachdem er 1668 eine Stelle als Weingänger antrat, was dieses Werk zu einem Beispiel seines reifen Stils vor dem Wechsel seines beruflichen Schwerpunkts macht.

Kontext

Meindert Hobbema und Jacob van Ruisdael repräsentieren die letzte Entwicklungsphase der niederländischen Landschaftskunst des Goldenen Zeitalters, wobei Hobbemas Karriere durch einen starken Rückgang der Produktion nach der Übernahme einer städtischen Stellung im Jahr 1668 gekennzeichnet war. Obwohl er in den Niederlanden während des 17. und frühen 18. Jahrhunderts weitgehend in Vergessenheit geriet, wuchs sein Ruf ab dem späten 18. Jahrhundert stetig, insbesondere in England, wo seine sonnigen, detaillierten Waldszenen Künstler wie Thomas Gainsborough beeinflussten. Im Gegensatz zu den dramatischeren und moralisierenden Werken von Ruisdael spezialisierte sich Hobbema auf hellere, sorgfältig komponierte Ansichten mit Wassermühlen, ein Motiv, das er über dreißig Mal wiederholte. Seine Werke gerieten bis zu seinem Tod in Armut wieder aus der Mode, gewannen jedoch im 19. Jahrhundert bei englischen, französischen und amerikanischen Sammlern wieder an erheblichem Marktwert und wissenschaftlicher Aufmerksamkeit.

Vermächtnis

Meindert Hobbema erlebte eine bedeutende posthume Renaissance, da sein Werk in den Niederlanden fast ein Jahrhundert nach seinem Tod im Jahr 1709 weitgehend unbekannt blieb. Im 18. Jahrhundert wurde sein Name häufig aus Kunstdescriptions weggelassen, und seine Gemälde wurden oft seinem Meister Jacob van Ruisdael falsch zugeschrieben, wobei Signaturen manchmal entfernt wurden, um ihren Marktwert zu steigern. Sein Ruf begann in den letzten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts wieder zu sich zu erholen, insbesondere in England, wo seine Landschaften die frühen Werke von Thomas Gainsborough stark beeinflussten. Diese Wertschätzung verbreitete sich nach Frankreich, wo seine ausgeglichenen, sonnenbeschienenen ländlichen Szenen romantische Maler des 19. Jahrhunderts faszinierten. Bis zum späten 19. Jahrhundert begannen auch amerikanische Sammler, aktiv nach seinen Werken zu suchen, was die Preise in die Höhe trieb und leider zu Fällen von falscher Datierung und Fälschung führte, als die Nachfrage stieg.

The Watermill with the Great Red Roof
The Watermill with the Great Red Roof, Meindert Hobbema

Artist & collection

Portrait of Meindert Hobbema

Artist

Meindert Hobbema

Meindert Lubbertszoon Hobbema (bapt. 31 October 1638 – 7 December 1709) was a Dutch Golden Age painter of landscapes, specializing in views of woodland, although his most famous painting, The Avenue at Middelharnis…

Rijksmuseum

Museum

Rijksmuseum

Continue through works from the same source collection.

This work is in the public domain (CC0). Image source: Rijksmuseum open access. Spotted an error in this record? Tell us.