Artwork

Miracle of Saint Ignatius of Loyola

Miracle of Saint Ignatius of Loyola, by Peter Paul Rubens, oil, 1618
Miracle of Saint Ignatius of Loyola, by Peter Paul Rubens, oil, 1618

Miracle of Saint Ignatius of Loyola is an oil painting by the Flemish Baroque painting artist Peter Paul Rubens. It dates from 1618 and is held in the collection of the Kunsthistorisches Museum.

About this work

Sujet und Bedeutung

Die Ikonographie präsentiert einen klassischen rubenschen Gegensatz zwischen körperlichem Aufruhr und spirituellem Triumph.

Das Gemälde zeigt den heiligen Ignatius von Loyola, Gründer der Gesellschaft Jesu, bei der Vollziehung eines Exorzismus. In goldgewirkten liturgischen Gewändern mit Heiligenschein steht der Heilige an einem Altar, seine linke Hand ruht auf diesem, nachdem er gerade die Messe gelesen hat. Seine rechte Hand, die sich im exakten Zentrum der Komposition befindet, gestikuliert in Richtung eines Mannes und einer Frau, die in Konvulsionen zu Boden geworfen werden, während Dämonen aus ihren Körpern ausgetrieben werden. Über Ignatius tragen Putten Palmen und Kronen, was auf seine spätere Heiligsprechung 1622 anspielt. Die Ikonographie präsentiert einen klassischen rubenschen Gegensatz zwischen körperlichem Aufruhr und spirituellem Triumph. Unten links zeigt sich gequälte, zuckende Figuren, während oben rechts eine heitere göttliche Macht vermittelt wird. Eine Kommunionbank trennt scharf zwischen dem Heiligen und dem Profanen. Hinter dem Heiligen stehen sechs Jesuiten in schwarzen Soutanen, ausgerichtet an vier Säulen, was die disziplinierten, heiteren Truppen des Ignatius symbolisiert. Im Hintergrund verschwinden ausgetriebene Dämonen, darunter ein Drache und eine gehörnte Gestalt, in Grisaille, was die kontrareformatorischen Themen der Macht der Kirche über das Böse verstärkt.

Technik und Stil

Ausgeführt in Ölfarbe auf Leinwand, misst dieses monumentale Altarbild 535 mal 395 cm. Die Komposition zeigt einen charakteristischen rubenschen Kontrast zwischen der gequälten körperlichen Kraft der besessenen Figuren unten links und der heiteren, siegreichen Macht des spirituellen Bereichs oben rechts. Eine eucharistische Balustrade trennt visuell diese profanen und heiligen Zonen. Der heilige Ignatius ist in golddurchwirkten Gewändern mit rot geränderten Augen, die gen Himmel gerichtet sind, dargestellt, während Dämonen in einen Grisaille-Hintergrund fliehen. Die formale Anordnung richtet jesuitische Zeugen an architektonischen Säulen aus, um Ordnung zu suggerieren, während Engel mit Palmen darüber schweben in Erwartung der Heiligsprechung.

Geschichte und Provenienz

Das Gemälde wurde von den Jesuiten für die Innenausstattung ihrer neu vollendeten Barockkirche in Antwerpen in Auftrag gegeben, die 1621 fertiggestellt wurde. Rubens, auf dem Höhepunkt seiner Berühmtheit, wurde mit der Schaffung von zwei großen Altarbildern beauftragt, die die Wunder des heiligen Ignatius von Loyola und des heiligen Franz Xaver darstellten, die für den alternierenden Wechsel mittels eines Flaschenzugsystems bestimmt waren, wie es in jesuitischen Kirchen üblich war. Nach der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 wurde die Kirche ihrer Schätze beraubt, und das Kunstwerk, zusammen mit anderen Rubens-Werken, wurde 1776 vom kaiserlichen Museum erworben, heute bekannt als Kunsthistorisches Museum in Wien, wo es noch heute ausgestellt ist. Das Werk wurde ursprünglich zwischen 1618 und 1619 für die Kirche der Gesellschaft Jesu in Antwerpen geschaffen, später umbenannt in San Carlo Borromeo.

Das Gemälde wurde ursprünglich für die jesuitische Kirche des heiligen Ignatius in Antwerpen in Auftrag gegeben (später dem heiligen Karl Borromäus geweiht), wo es als Altarbild neben seinem Pendant, das die Wunder des heiligen Franz Xaver darstellt, diente, wobei die beiden Leinwände alternierend mittels eines Flaschenzugmechanismus gezeigt wurden. Nach der Aufhebung der Gesellschaft Jesu 1773 wurde die Kirche ihrer Meisterwerke beraubt. 1776 wurde die Leinwand von Kaiserin Maria Theresia von Österreich, Souveränin der Österreichischen Niederlande, erworben und gelangte in die kaiserliche Sammlung, die zum Kunsthistorischen Museum in Wien wurde, wo sie sich noch heute befindet. Das Werk ist unter der Inventarbezeichnung KHM GG_517 katalogisiert und wird im Kunsthistorischen Museum aufbewahrt.

Ein Brand 1718, verursacht durch einen Blitze Meter, der die Antwerpener Kirche traf, hatte bereits den umgebenden Deckenfreskenzyklus von Rubens zerstört, sodass die Altarbildleinwände als Hauptüberlebende des Dekorationsprogramms blieben.

Kontext

Zwischen 1618 und 1619 entstanden, steht The Miracles of Saint Ignatius of Loyola als monumentales Beispiel für Peter Paul Rubens' Auseinandersetzung mit der Gegenreformation. Von den Jesuiten für ihre Kirche in Antwerpen in Auftrag gegeben, wurde das Werk konzipiert, um den Glauben an die römische Kirche durch die Darstellung wundersamer Eingriffe des Ordensgründers zu bekräftigen. Das Gemälde fungiert als Pendant zu The Miracles of Saint Francis Xavier, wobei beide Leinwände ursprünglich für den alternierenden Wechsel mittels eines Flaschenzugsystems in der Kirche bestimmt waren. Diese Paarung hebt die jesuitische Betonung der Heiligkeit ihrer Gründer in einer Zeit hervor, als Rubens auf dem Höhepunkt seiner Berühmtheit in der Region war. Die Komposition exemplifiziert Rubens' charakteristischen Kontrast zwischen der turbulenten Körperlichkeit der besessenen Figuren und der heiteren, siegreichen Macht des spirituellen Bereichs, eine visuelle Strategie, die das Profane vom Heiligen trennt. Obwohl die Deckenfresken der Kirche 1718 durch Feuer zerstört wurden, überlebten diese Altarbilder und gelangten 1776 nach der Aufhebung des Jesuitenordens in das Kunsthistorische Museum in Wien.

Miracle of Saint Ignatius of Loyala (study)
Miracle of Saint Ignatius of Loyala (study), Peter Paul Rubens

Artist & collection

Portrait of Peter Paul Rubens

Artist

Peter Paul Rubens

Sir Peter Paul Rubens ( ROO-bənz; Dutch:; 28 June 1577 – 30 May 1640) was a Flemish artist and diplomat.