Artwork
Profile Portrait of a Young Woman

Profile Portrait of a Young Woman is a tempera painting by the Northern Renaissance artist Unknown. It dates from 1490 and is held in the collection of the Gemäldegalerie Berlin. A tempera painting depicting a young woman in profile, characterized by serene and elegant qualities.
About this work
Thema und Bedeutung
Das Gemälde zeigt eine junge Frau im Profil, die traditionell als Simonetta Vespucci identifiziert wird, eine in der Renaissance in Florenz für ihre Schönheit gefeierte Persönlichkeit, die mit dem Medici-Kreis verbunden war. Ihre aufwendige Frisur, geschmückt mit Perlen und Bändern, die auch von Botticelli bei mythologischen Figuren wie den Nymphen verwendet wurde, symbolisiert eine idealisierte Weiblichkeit. Das Werk wird sowohl als idealisiertes Porträt als auch möglicherweise als Gedenken an den gefeierten Status Simonetta Vespuccis interpretiert; spätere Forschungen deuten auf Verbindungen zur Medici-Mäzenatentum und allegorische Darstellungen der Liebe hin.
Gelehrte wie Wilhelm von Bode betrachteten das Werk zunächst eher als fantasievolle Schöpfung als als direktes Abbild, während Aby Warburg seine Merkmale mit Simonetta Vespucci verband und damit ihre Identifizierung im kunsthistorischen Diskurs festigte.
Technik und Stil
Das Werk ist eine frühe Temperamalerei auf einer Pappelholztafel mit den Maßen 55,4 cm × 43 cm (Quelle 2).
Das Werk ist eine frühe Temperamalerei auf einer Pappelholztafel mit den Maßen 55,4 cm × 43 cm (Quelle 2). Es zeigt eine junge Frau im Profil vor einem dunklen Innenraum mit einem nach links geöffneten Fenster; ihre Frisur ist mit Perlen und Bändern geschmückt, und sie trägt ein zeitgenössisches rotes Gewand mit einem schwarzen Mittelteil (Quelle 3). Die Zuschreibung ist umstritten: Giovanni Morelli hielt sie für vollständig von Botticelli gemalt, während Wilhelm von Bode sie als Werkstattproduktion beschrieb (Quelle 3). Die Komposition spiegelt Botticellis idealisierte Behandlung der Weiblichkeit wider, mit zarten Gesichtszügen und einem stilisierten Profil, das sowohl in allegorischen als auch in mythologischen Kontexten erscheint (Quelle 3). Zwei verwandte Versionen existieren, eine im Städel Museum in Frankfurt, die Simonetta Vespucci möglicherweise in mythologischer Verkleidung darstellt (Quelle 3).
Geschichte und Provenienz
Das Gemälde wird Sandro Botticelli zugeschrieben und auf den Zeitraum zwischen 1475 und 1478 datiert, wobei 1478 in der internen Dokumentation als Endjahr angegeben ist. Es wird weithin vermutet, dass es als Hommage an Giuliano de' Medicis Liebe zu Simonetta Vespucci in Auftrag gegeben wurde, möglicherweise für Lorenzo di Pierfrancesco de' Medicis Villa di Castello. Die Berliner Leinwand ist eine von mehreren Versionen, die von Aby Warburg mit Simonetta Vespucci in Verbindung gebracht werden, wobei die moderne Forschung sie jedoch oft als idealisiertes Porträt und nicht als spezifisches Abbild interpretiert. Erworben wurde das Gemälde 1875 vom Palazzo Medici Riccardi in Florenz durch den Kunsthändler Stefano Bardini für die Gemäldegalerie Berlin; danach gelangte es in die italienischen Bestände des Museums. Das Gemälde wird von der Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin, verwaltet, wo es die Inventarnummer 1875 trägt. Es wurde erstmals in modernen Sammlungen in Florenz verzeichnet, von wo es 1875 vom Kunsthändler Stefano Bardini im Auftrag der Gemäldegalerie erworben wurde. Das Werk gelangte noch im selben Jahr in die Bestände des Museums. Es wurde in der Ausstellung „Das Porträt der Renaissance: Von Donatello bis Bellini“ sowie in „Botticelli Reimagined“ gezeigt, beide 2015-2016 in der Gemäldegalerie.
Kontext
Das Profilporträt einer jungen Frau gilt weithin als Schlüsselbeispiel der florentinischen Porträtmalerei des späten 15. Jahrhunderts und wird häufig mit der idealisierten Schönheit Simonetta Vespuccis in Verbindung gebracht. Der kunsthistorische Diskurs drehte sich lange darum, ob das Werk eine bestimmte Person darstellt oder als allegorisches Ideal dient; Wilhelm von Bode schlug vor, es handele sich um ein Fantasiebild, das eine wiederkehrende Frauengestalt aus Botticellis mythologischen Werken verwende. Die Zuschreibung bleibt umstritten: Während Giovanni Morelli die direkte Hand des Künstlers bestätigte, klassifizierte von Bode das Gemälde als Werkstattproduktion. Gelehrte wie Aby Warburg verbanden die Dargestellte mit Vespucci und wiesen auf das Vorkommen ähnlicher Merkmale in anderen ihr zugeordneten Werken hin. Das Gemälde wird häufig zusammen mit einem Begleitporträt im Städel Museum diskutiert, wobei neuere Interpretationen die Berliner Arbeit eher als idealisiertes Bild denn als striktes Abbild betrachten.
Artist & collection













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