Artwork
Madonna des heiligen Georg

Madonna des heiligen Georg is an oil painting by the Early Baroque Italian artist Antonio da Correggio. It dates from 1529 and is held in the collection of the Staatliche Kunstsammlungen Dresden.
About this work
Sujet und Bedeutung
Das Kind greift nach einem kleinen Modell von Modena, das der heilige Geminianus, Stadtpatron, hält, während Putti die Szene umgeben.
Das Gemälde zeigt eine Sacra Conversazione mit der thronenden Madonna und dem Christuskind im Zentrum, flankiert von vier Heiligen. Das Kind greift nach einem kleinen Modell von Modena, das der heilige Geminianus, Stadtpatron, hält, während Putti die Szene umgeben. Der heilige Georg steht in klassischer Rüstung mit dem Fuß auf dem abgetrennten Kopf des Drachen, seine Waffen werden von Putti gehalten, was den Triumph über das Böse signalisiert. Der heilige Petrus Martyr, Patron der auftraggebenden Bruderschaft, trägt den Dominikanerhabit und wendet den Blick nach oben, wodurch die gewalttätige Ikonographie seines Martyriums (ein Schwert im Kopf und ein Dolch in der Brust) verdeckt wird. Johannes der Täufer erscheint jugendlich, gekennzeichnet durch seinen Kreuzstab und seinen Kamelhaarmantel. Die Komposition ist von einem blumengeschmückten Pavillon mit Bogen gerahmt, der an Mantegnas Madonna della Vittoria erinnert, was Correggios späte Verschmelzung von heiterer Monumentalität mit raffinierter räumlicher und emotionaler Rhetorik unterstreicht. Correggios Behandlung erhebt das traditionelle Thema zu einer harmonischen und doch dynamischen Tafel, in der Gesten und Blicke das Auge des Betrachters über gegenüberliegende Brennpunkte führen. Die Bedeutung des Werkes verbindet bürgerlichen Stolz, Modenas Modell und seinen Heiligen, mit der theologischen Überwindung der Sünde, verkörpert in der Ikonographie des heiligen Georg und dem zurückhaltenden Martyrium des Petrus Martyr.
Technik und Stil
Die Madonna des heiligen Georg ist in Öl auf Holz ausgeführt und misst 285 × 190 cm. Correggios Malweise betont eine leuchtende Palette und verfeinerte Materialeffekte, von denen polierten Reflexionen auf der Rüstung des heiligen Georg und dem vergoldeten Schwertknauf bis zur taktilen Wiedergabe des Ziegenfells, das Johannes der Täufer trägt, und dem plüschigen Gewebe des blauen Mantels der Madonna. Die Komposition ist als Sacra Conversazione unter einem vegetabilen Kuppelpavillon strukturiert, der an Mantegnas Madonna della Vittoria erinnert, während er deren perspektivische Logik in eine weit schwingende, fast konvexe Raumexpansion verwandelt, die die zentrale Madonna und das Christuskind erhebt. Gesten und Blicke sind choreografiert, um das Auge des Betrachters über mehrere Brennpunkte zu führen, wobei die Madonna und das Christuskind die Aufmerksamkeit in verschiedene Richtungen lenken, um eine dynamische, multi-perspektivische Betrachtungserfahrung zu ermöglichen.
Geschichte und Provenienz
Die Madonna des heiligen Georg wurde für den Hochaltar der Oratorium der Bruderschaft des San Pietro Martire in Modena in Auftrag gegeben und um 1530 von Antonio da Correggio vollendet, wahrscheinlich das letzte religiöse Werk des Künstlers.
1649 erwarb Francesco I. d'Este das Gemälde für seine Modeneser Galerie und entschädigte die Bruderschaft mit einer Kopie von Guercino und einer fürstlichen Gabe. Nachdem es in die Este-Sammlung eingetreten war, wurde es von Zeitgenossen wie Padre Ottonelli und Francesco Scannelli gerühmt. 1746 verkaufte Francesco III. d'Este es zusammen mit über hundert Werken an Friedrich August II. und überführte es in die Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden, wo es sich bis heute befindet.
Die Madonna des heiligen Georg befindet sich in der Gemäldegalerie Alte Meister, Teil der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Deutschland. Das Werk kam 1746 in die Sammlung, als Kurfürst Friedrich August II. es von Francesco III. d'Este als Teil einer größeren Erwerbung von über hundert Gemälden aus der herzoglichen Galerie in Modena erwarb. Vor diesem Transfer hatte der Herzog Francesco I. d'Este das Altarbild 1649 erworben und das Original in seinem Modeneser Oratorium durch eine Kopie von Guercino ersetzt. Während das Gemälde seit der Mitte des 18. Jahrhunderts Bestandteil der Dresdner Sammlung ist, nennen die vorliegenden Quellen keine spezifischen Ausstellungstermine oder Leihgabevermerke für das Werk.
Kontext
Die Madonna des heiligen Georg wurde von Antonio da Correggio um 1530 für den Hochaltar des Oratoriums der Bruderschaft des San Pietro Martire in Modena gemalt, was sie wahrscheinlich zu seinem letzten religiösen Werk macht, das er parallel zu seinen letzten Beiträgen für die Deckengemälde des Doms von Parma vollendete. Das Gemälde gelangte 1649 in die Sammlung von Francesco I. d'Este, der es durch eine Kopie von Guercino ersetzte, und wurde später 1746 von Francesco III. d'Este an Friedrich August II. verkauft, wodurch es in die Dresdner Sammlung überging. Die Ikonographie umfasst die Madonna und das Christuskind im Zentrum, den heiligen Georg mit dem Drachenkopf unter seinem Fuß, den heiligen Petrus Martyr mit einem Modell der Stadt, den heiligen Georg und Johannes den Täufer, dargestellt in einem Stil, der Hochrenaissance und Manierismus durch dramatische Perspektive und emotionale Zurückhaltung verbindet. Das Werk exemplifiziert Correggios Meisterschaft von Geste und räumlicher Komplexität, indem es heilige Erzählung mit verfeinerter Detailtreue in Materialien wie dem blauen Mantel der Madonna und dem blutigen Kopf des Drachen verbindet.
Nachwirkung
Die Madonna des heiligen Georg hat die spätere künstlerische Praxis durch ihre innovative Kompositionsstrategie und ihre Rolle als Referenzpunkt für nachfolgende Künstler geprägt. Rubens studierte das Gemälde in einer Rotkreidezeichnung und pries dessen räumliche Kühnheit, während Kopien des 16. Jahrhunderts von Girolamo Conti und Bartolomeo Passerotti dessen unmittelbare Wirkung auf zeitgenössische Maler belegen. Der Übergang des Werkes vom Altarbild der Bruderschaft des San Pietro Martyr zum Hauptwerk der Dresdner Gemäldegalerie illustriert seinen wechselnden Ruf, der es von einem lokalen Andachtsbild zu einem kanonischen Beispiel der spätrenaissancezeitlichen Sacra Conversazione erhob und die Entwicklung der manieristischen Bildrhetorik beeinflusste. Seine komplexe Ikonographie, insbesondere die Darstellung des heiligen Georg und des jugendlichen Johannes des Täufers, wurde in der kunsthistorischen Literatur als Schlüsselbeispiel für das Verständnis des Wandels hin zu gesteigerter Ausdruckskraft und räumlicher Experimentierfreude in den 1520er und 1530er Jahren zitiert.
Artist & collection
Artist
Antonio Allegri da Correggio, usually known as just Correggio, was an Italian Renaissance painter who was the foremost painter of the Parma school of the High Renaissance, who was responsible for some of the most…


















