Artwork

Portrait of Catherine I

Portrait of Catherine I, by Carel de Moor, oil, 1717
Portrait of Catherine I, by Carel de Moor, oil, 1717

Portrait of Catherine I is an oil painting by the Rococo painting artist Carel de Moor. It dates from 1717 and is held in the collection of the Hermitage Museum.

About this work

Überblick

von Russland und wurde nach der Natur während der zweiten Auslandsreise des Zaren Peter des Großen gemalt.

Das Porträt Katharinas I. ist ein Ölgemälde auf Leinwand des niederländischen Künstlers Carel de Moor aus dem Jahr 1717. Das oval gerahmte Werk mit den Maßen 81 mal 64 Zentimeter zeigt Katharina I. von Russland und wurde nach der Natur während der zweiten Auslandsreise des Zaren Peter des Großen gemalt. Das Gemälde befindet sich derzeit im Staatlichen Eremitage-Museum in Sankt Petersburg. Das Porträt ist sowohl als seltene Naturstudie der russischen Kaiserin durch einen bekannten Leiden-Fijnschilder als auch wegen seiner komplexen Provenienz von Bedeutung, die das Werk Jahrzehnte lang aus dem öffentlichen Blick verschwinden ließ, bevor es im zwanzigsten Jahrhundert wiederentdeckt wurde.

Motiv und Bedeutung

Das Gemälde zeigt Katharina Alexejewna, geborene Marta Skowrońska, eine ehemalige Dienerin, die zur zweiten Gemahlin von Peter dem Großen und später zur Kaiserin von Russland aufstieg. De Moor erfasst ihre bescheidenen Ursprünge und ihre Schönheit aus niederen Schichten ohne Idealisierung und schafft damit, wie Forscher es beschreiben, ein realistisches Porträt, das dem Modell nicht gerade schmeichelhaft ist. Sie ist in königliche Gewänder gekleidet, trägt ein weißes Seidenmieder mit voluminösen Ärmeln und einen tiefblauen Samtmantel, der mit Hermelin gefüttert und durch eine sonnenförmige Spange geschlossen ist. Ein rötlich-brauner Rock mit floraler Stickerei und ein von Perlen umrahmtes Medaillon vervollständigen die kaiserliche Ikonografie und bekräftigen ihren neu errungenen königlichen Status, trotz der unverblümten Wiedergabe ihrer Gesichtszüge.

Technik und Stil

Das in Öl auf Leinwand ausgeführte Porträt demonstriert die polierte, vollendete Technik, die für formelle Hofporträts typisch ist, durchdrungen von der verfeinerten Handhabung der Leiden-Fijnschilder. Die Komposition ist im Ovalformat gehalten und fokussiert die Dargestellte von der Brust aufwärts vor einem dunklen, unbestimmten Hintergrund in gedämpften Braun- und Grautönen, der die räumliche Tiefe minimiert. Weiches Licht, das von links oben einfällt, beleuchtet Gesicht, Brust und den weißen Stoff, während Schatten in den Falten des blauen Mantels liegen. Die Pinselstriche sind in den Fleischtönen und Stoffen glatt und verschmolzen, während feinere, akribische Details den Schmuck und die Textilien vorbehalten sind. Die gesamte Farbpalette ist zurückhaltend und stützt sich auf Weißtöne, tiefes Blau, rötlich-braune Rottöne und warme Brauntöne.

Geschichte und Provenienz

Carel de Moor malte das Porträt nach der Natur im März 1717 in Den Haag, zusammen mit einem Bildnis des Zaren, und vollendete die Arbeit im selben Jahr bis Mai in seinem Atelier. 1718 wurden beide Porträts auf dem Landweg nach Russland gesandt, wo sie der Diplomat Boris Kurakin empfing. Kurakin behielt das Bildnis Katharinas wahrscheinlich für sich, während das Begleitporträt von Peter verschollen ging. Das Gemälde blieb fast zwei Jahrhunderte lang im Anwesen der Familie Kurakin in Nadezhdino, Gouvernement Saratow. Es wurde erstmals 1905 auf der historisch-künstlerischen Ausstellung russischer Porträts im Taurischen Palast einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, verschwand danach jedoch wieder aus den Augen. 1956 erwarb das Staatliche Eremitage-Museum das Werk über den Expertenausschuss für Ankäufe von M. M. Uspensky.

Kontext

Carel de Moor war ein bedeutender Leiden-Maler, der bei Gerrit Dou, Abraham van den Tempel und Frans van Mieris ausgebildet wurde und sich innerhalb der Tradition der Leiden-Fijnschilder einen Ruf erwarb. Bis 1717 war er ein hochgesuchter Porträtist, der von Elite-Mäzenen in ganz Holland hohe Preise erhielt, darunter bedeutende Aufträge wie ein monumentales Porträt des gesamten Magistrats von Den Haag im selben Jahr. Sein internationales Renommee hatte bereits ausländische Auftraggeber angezogen, darunter Cosimo III. de' Medici und den kaiserlichen Gesandten in Den Haag. Der Auftrag des russischen Hofes unterstreicht diese internationale Stellung. Viele Jahre lang galt dieses Gemälde als Begleitstück zu Andrei Matveyews Porträt von Peter dem Großen, was den wissenschaftlichen Versuch widerspiegelt, das ursprüngliche diplomatische Paar zu rekonstruieren, das nach 1718 verloren ging.

Nachwirkung

Das Porträt hat sich als essentielles visuelles Dokument Katharinas I. erhalten und wird für seine unverfälschte Aufzeichnung ihres Aussehens geschätzt. Es wurde in moderner Forschung und Ausstellungen über das Leben der Kaiserin präsentiert, darunter die Online-Ausstellung Catherine I: The First Royal Owner of Sarskoe Selo aus dem Jahr 2024, organisiert vom Museum Tsarskoje Selo. Das Bild des Gemäldes verbreitete sich zudem durch Reproduktionsstiche, wie etwa einen Stich von Jacobus Houbraken aus dem Jahr 1724, der im Staatlichen Historischen Museum aufbewahrt wird, und trug so dazu bei, das visuelle Erbe von De Moors Bildnis der Kaiserin bei einem breiteren europäischen Publikum zu festigen.

Beata Elisabet von Königsmarck (1637-1723), grevinna, gift med greve Pontus Fredrik De la Gardie
Beata Elisabet von Königsmarck (1637-1723), grevinna, gift med greve Pontus Fredrik De la Gardie, Lucas von Breda

Artist & collection

Portrait of Carel de Moor

Artist

Carel de Moor

Carel de Moor (25 February 1655 – 16 February 1738) was a Dutch Golden Age etcher and painter. He was a pupil of the Dutch Golden Age painter Gerard Dou.

Hermitage Museum

Museum

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