Artwork
View of the Crystal Mountains, Brazil

View of the Crystal Mountains, Brazil is an oil painting by the Impressionist artist George Catlin. It dates from 1862 and is held in the collection of the National Gallery of Art.
About this work
Übersicht
Das Gemälde befindet sich derzeit in der National Gallery of Art in Washington, D.
View of the Crystal Mountains, Brazil ist ein Ölgemälde auf Karton, das auf Pappe aufgezogen ist und vom amerikanischen Künstler George Catlin zwischen 1854 und 1869 geschaffen wurde. Mit den Maßen 47 mal 62,4 Zentimeter gehört das Werk zu Catlins späterer Serie, der sogenannten Cartoon Collection, die indigene Bevölkerungen und Landschaften Amerikas dokumentiert. Das Gemälde befindet sich derzeit in der National Gallery of Art in Washington, D.C., als Teil der Paul Mellon Collection, mit der Inventarnummer 1965.16.274. Es stellt einen bedeutenden Bestandteil von Catlins südamerikanischem Œuvre dar und erweitert seine dokumentarischen Ambitionen über Nordamerika hinaus in das brasilianische Innere.
Motiv und Bedeutung
Das Gemälde zeigt die Tumucamache- oder Kristallberge im Norden Brasiliens. Die Komposition konzentriert sich auf geschichtete Gebirgszüge, die in eine atmosphärische Dunstschicht zurückweichen, deren abgerundete Gipfel von dichter grüner Vegetation bedeckt sind. Ein blasser Himmel mit rosa getönten Wolken schwebt darüber, während eine flache, goldbraune Ebene in den Vordergrund reicht, unterbrochen von einem kleinen Gewässer, das das Licht reflektiert. In der Nähe des Wassers versammeln sich winzige Figuren um eine dreieckige Struktur, möglicherweise ein Segel oder Zelt, was dem weiten Landschaftsbild Maßstab und menschliche Präsenz verleiht. Als Catlin die Cartoon Collection 1871 in New York ausstellte, war sein Katalogeintrag für dieses Werk als Cart. No. 516, betitelt View in the Crystal Mountains, Brazil, aufgeführt.
Technik und Stil
Das in Öl auf Karton auf Pappe ausgeführte Gemälde ist in einem ovalen Format präsentiert, das in eine rechteckige Fassung mit grünen Außenrändern und einem mauvefarbenen Innenfeld eingebettet ist. Kleine Etiketten mit den Aufschriften 516 und A 411 befinden sich auf der Fassung. Catlin setzte eine glatte, verblende Pinseltechnik ein, um einen nebligen, einheitlichen Effekt über die gesamte Komposition zu erzeugen. Die Palette wird von gedämpften Grüntönen, warmen Ockern und weichen Rosatönen dominiert. Das Licht ist in der gesamten Szene diffus verteilt, ohne harte Schatten, was entweder auf die Dämmerung oder den Sonnenaufgang hindeutet und zu einem insgesamt polierten und idealisierten, statt rau naturalistischen Gesamteindruck beiträgt.
Geschichte und Provenienz
Nach Catlins Tod im Jahr 1872 fiel das Gemälde an seine drei Töchter, Clara Gregory Catlin, Louise Catlin Kinney und Elizabeth Wing Catlin. Im Jahr 1912 kaufte das American Museum of Natural History in New York die erhaltenen Werke der Cartoon Collection von Elizabeth Wing Catlin. Das Museum deakzessionierte die Sammlung im Jahr 1959 und verkaufte die Werke über Kennedy Galleries in New York an Paul Mellon aus Upperville, Virginia. Mellon schenkte 351 Werke aus dieser Gruppe, darunter dieses Gemälde, im Jahr 1965 der National Gallery of Art. Das Kunstwerk wurde in einer Ausstellung des Norfolk Museum of Arts and Sciences im Jahr 1970 gezeigt, in einer internationalen Wanderausstellung, die von der United States Information Agency von 1989 bis 1990 organisiert wurde, sowie in Ausstellungen des National Lending Service in Oneonta, New York, im Jahr 1992 und in Coral Gables, Florida, in den Jahren 1994 und 1995.
Kontext
In der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts schuf George Catlin zwei Hauptwerke. Sein erstes, die Indian Gallery, umfasste mehr als 500 Porträts und Genreszenen von Native Americans, die in den 1830er Jahren fertiggestellt wurden, wobei die meisten erhaltenen Werke heute im Smithsonian American Art Museum zu finden sind. Jahrzehnte später, während der 1850er und 1860er Jahre, schuf Catlin eine zweite Sammlung von mehr als 600 Werken, die er als Cartoon Collection bezeichnete. Diese spätere Serie erweiterte seinen Fokus auf südamerikanische Landschaften und indigene Gemeinschaften. Das Gemälde der Kristallberge fügt sich direkt in dieses zweite Unterfangen ein und spiegelt Catlins fortwährende Bemühungen wider, die Völker und Geografien der westlichen Hemisphäre zu dokumentieren. Das Werk wurde in Publikationen der National Gallery of Art in den Jahren 1970, 1980 und 1992 katalogisiert.
Vermächtnis
Als Teil der Cartoon Collection, die der National Gallery of Art geschenkt wurde, bleibt das Gemälde ein wesentlicher Beleg für Catlins südamerikanische Expeditionen und sein umfassenderes ethnographisches und geografisches Projekt. Seine Aufnahme in internationale Ausstellungen, wie die Wanderausstellung Sudamerica in Mexiko-Stadt, Buenos Aires und Santiago, unterstreicht seine Rolle bei der Darstellung nordamerikanischer Perspektiven auf südamerikanische Landschaften im neunzehnten Jahrhundert. Die Bewahrung der Sammlung in einer bedeutenden nationalen Institution gewährleistet die fortgesetzte Erforschung und Sichtbarkeit von Catlins späterer Karriere und erweitert das historische Verständnis seines Werkes über seine früheren, bekannteren nordamerikanischen Porträts hinaus.
Artist & collection
Artist
George Catlin ( KAT-lin; July 26, 1796 – December 23, 1872) was an American lawyer, painter, author, and traveler, who specialized in portraits of Native Americans in the American frontier.














