Artwork

Promenade

Promenade, by Albrecht Dürer, ink, 1497
Promenade, by Albrecht Dürer, ink, 1497

Promenade is an ink print by the Northern Renaissance artist Albrecht Dürer. It dates from 1497 and is held in the collection of the Metropolitan Museum of Art.

Inscription
Inscribed:in plate, bottom center: AD [artist's monogram]; verso, lower right, in graphite by a later hand: 90; verso, lower left, in graphite by a later hand: B. 99; verso, lower right, in graphite by a later hand: C 12810; verso, lower left, in graphite by a later hand: B.94; verso, lower left, in graphite by a later hand: C.22330

About this work

Thema und Bedeutung

Promenade ist eine allegorische Radierung, in der Dürer ein Paar darstellt, dessen Intimität als Memento Mori inszeniert wird.

Promenade ist eine allegorische Radierung, in der Dürer ein Paar darstellt, dessen Intimität als Memento Mori inszeniert wird. Ein junger Mann gestikuliert die Frau vorwärts, während sein linker Arm sie bereits umarmt, und hinter einem Baum erscheint ein skelettartiger Tod, der eine Sanduhr hält und die Unvermeidlichkeit des Todes signalisiert. Die erotische Aufladung der Szene, hervorgerufen durch die phallische Platzierung des Schwertes des Mannes, wird durch diese Präsenz gemildert und unterstreicht die Nutzlosigkeit weltlicher Vergnügen angesichts der Vergänglichkeit des menschlichen Lebens. Die sorgfältige Wiedergabe der aufwendigen Kleidung und der kunstvollen Kopfbedeckungen des Paares betont ihren hohen sozialen Status und untermauert die moralisierende Absicht: Reichtum und Begierde können den Countdown der Sanduhr nicht aufhalten.

Technik und Stil

Promenade ist eine Radierung, die Albrecht Dürer 1497 mit dem Stichel auf Büttenpapier ausführte und die 19,6 cm × 12,1 cm misst.

Die Komposition konzentriert sich auf ein Paar, dessen feine Gewänder und kunstvolle Kopfbedeckungen mit höchster Sorgfalt detailliert wiedergegeben sind und so das moralisierende Thema unterstreichen. Der Tod erscheint als skelettartige Gestalt hinter einem Baum und hält eine Sanduhr, wodurch die Szene zu einem Memento Mori wird. Das Schwert des jungen Mannes ist suggestiv positioniert, während sein linker Arm die Frau umschlingt, die zögert, ihm zu folgen. Israhel van Meckenem kopierte später den Druck mit geringfügigen Abweichungen, fügte eine moralisierende Inschrift hinzu und veränderte den Baum sowie dekorative Elemente.

Geschichte und Provenienz

Die Radierung ist auf 1497 datiert und entstand während der deutschen Renaissance in Nürnberg. Sie wurde für einen Markt in Auftrag gegeben, der Andachtsbilder suchte, was durch die schnelle Reproduktion durch Israhel van Meckenem belegt wird, der sie zusammen mit drei weiteren Radierungen von Dürer kopierte. Das Werk gelangte über Lessing J. Rosenwald in moderne Sammlungen, der es 1929 durch den Print Club of Philadelphia erwarb und später 1943 an die National Gallery of Art in Washington spendete.

Der Druck Promenade (1497) gehört zur Sammlung der National Gallery of Art in Washington, D.C. Er gelangte 1943 als Geschenk des Sammlers Lessing J. Rosenwald in das Museum, der ihn 1929 vom Print Club of Philadelphia erworben hatte. Das Werk ist im Bestand der National Gallery of Art katalogisiert und in den Sammlungsunterlagen der Institution verzeichnet. In den konsultierten Quellen sind keine spezifischen Ausstellungsunterlagen für dieses Stück dokumentiert, und die Zugangsnummer wird in den verfügbaren Dokumenten nicht angegeben.

Kontext

Albrecht Dürers Radierung Promenade (1497) ist ein Beispiel für die Allegorie der deutschen Renaissance und verbindet eine zarte Liebesszene mit dem Memento-Mori-Motiv des Todes. Das Werk zeigt ein Paar beim Flirten, während hinter einem Baum eine skelettartige Gestalt mit einer Sanduhr erscheint und die Vergänglichkeit irdischer Vergnügen unterstreicht. Das moralisierende Thema spiegelt die Faszination der Epoche für Vanitas-Symbolik und das Interesse des Künstlers an humanistischer Ikonografie wider. Die Komposition wurde weit verbreitet reproduziert, insbesondere durch Israhel van Meckenem, der eine Inschrift hinzufügte, die die moralische Lehre bekräftigte. Heute befindet sich das Stück in mehreren Museumsammlungen, darunter der National Gallery of Art, was sein anhaltendes wissenschaftliches Interesse unterstreicht.

Vermächtnis

Die Radierung Promenade (1497) von Albrecht Dürer wurde wiederholt als Schlüsselbeispiel für die Allegorie der nordischen Renaissance zitiert und beeinflusste spätere Druckkünstler durch ihre moralisierende Komposition. Ihr moralisches Thema von Versuchung und Tod wurde in Kopien von Israhel van Meckenem widergespiegelt, der Inschrift und Monogramm hinzufügte und damit die Wirkung des Werks auf reproduktive Drucke des 16. Jahrhunderts demonstrierte (Quellen 3,4).

Das Stück gelangte früh in bedeutende Museumsammlungen, darunter die National Gallery of Art (Quelle 1) sowie das Metropolitan Museum of Art, das Los Angeles County Museum of Art und das Städel Museum (Quelle 2), was seinen wissenschaftlichen Ruf festigte und seine häufige Aufnahme in Studien über Dürers Vermächtnis sicherstellte (Bibliografie Quelle 3).

The Promenade
The Promenade, Lucas van Leyden

Artist & collection

Portrait of Albrecht Dürer

Artist

Albrecht Dürer

Albrecht Dürer spent his life in Nuremberg, a busy German city where artists traded prints like currency.