Artwork
Portrait of Francisco Lezcano

Portrait of Francisco Lezcano is an oil painting by the Early Baroque Italian artist Diego Velázquez. It dates from 1634 and is held in the collection of the Museo del Prado.
About this work
Sujet und Bedeutung
Er ist auf einem Felsen sitzend in Jagdkleidung dargestellt, während im Hintergrund die Sierra de Guadarrama zu sehen ist, und hält Spielkarten in den Händen.
Das Gemälde zeigt Francisco Lezcano, einen Zwerg und Hofnarr (auch Lezcanillo oder el Vizcaíno genannt), der am Hof von Philipp IV. von Spanien diente und 1649 starb. Er ist auf einem Felsen sitzend in Jagdkleidung dargestellt, während im Hintergrund die Sierra de Guadarrama zu sehen ist, und hält Spielkarten in den Händen. Die Karten fungieren als Symbol der Müßiggang, obwohl andere Kommentatoren vorgeschlagen haben, das Objekt könne ein Stück Brot oder ein Tonscherben sein. Velázquez setzt Lezcanos leeren, unfokussierten Blick und sein müßiges Spiel bewusst in Kontrast zu seinem Pendant El Primo, der mit einem dicken Folianten lesend dargestellt ist, und betont damit die Lethargie des Narren. Die Jagdkleidung und der niedrige Blickwinkel waren wahrscheinlich mit der ursprünglichen Bestimmung des Werkes als Supraporte in der Torre de la Parada, einem königlichen Jagdschloss, verbunden.
Die Identifizierung des Dargestellten mit Lezcano ist nicht gesichert: Der in Inventaren des späten 18. Jahrhunderts verwendete Name "Niño de Vallecas" lässt sich weder auf den Basken Lezcano noch auf einen anderen bekannten Hofnarren zurückführen, und die Zuschreibung wurde erst im Prado-Katalog von 1942 übernommen.
Technik und Stil
Das Gemälde ist ein Öl auf Leinwand mit den Maßen 107 × 83 cm. Velázquez arbeitete mit einer raschen, direkten Ausführung und modellierte Kopf und Hände mit weich verschmolzenen, bewusst verschwommenen Passagen, die durch wiederholtes Überarbeiten der noch feuchten Farbe erzielt wurden, wobei die Finger nur durch gerichtete Zinnoberstriche angedeutet sind. Die Komposition zeigt den Dargestellten auf einem Felsen in einer Außenszene sitzend, mit Spielkarten in der Hand, vor einem skizzenhaften Landschaftshintergrund der Sierra de Guadarrama, der mit losen, verdünnten Pigmenten über einem gräulichen Grund aufgetragen ist. Das Kostüm, ein grüner Jagdrock über einem zerknitterten Hemd, ist mit texturierter, fast nachlässiger Pinselführung behandelt, die dem gestreckten Contrapposto des zum Betrachter ausgestreckten rechten Beins gegenübersteht.
Geschichte und Provenienz
Diego Velázquez malte das Bildnis des Francisco Lezcano 1634, wie es in der Katalogisierung des Werkes und in museumswissenschaftlichen sowie wissenschaftlichen Quellen festgehalten ist. Das Gemälde wurde für die Ausstellung in der Torre de la Parada, einem Jagdschloss in der Nähe von Madrid, geschaffen und 1714 in das Palacio del Pardo verbracht, bevor es 1772 in den Königlichen Palast in Madrid gelangte. Es kam 1819 in das Museo del Prado und wurde im Gründungskatalog des Museums erstmals verzeichnet. Der Besitz wechselte innerhalb des spanischen Hofes, wobei es namentlich Ferdinand VII. von Spanien gehörte, und verblieb seither in der Sammlung des Prado. Das Werk ist ein Öl auf Leinwand mit den Maßen 107 mal 83 cm und zeigt einen Narren, der Spielkarten hält, was möglicherweise Müßiggang symbolisiert. Seine Provenienz umfasst die Paarung mit einem Porträt von Don Diego de Acedo sowie die spätere Bezeichnung als Niño de Vallecas in Inventaren von 1794. Die Zuschreibung an Francisco Lezcano, einen Hofzwerg, der von 1634 bis zu seinem Tod 1649 im Dienst von Prinz Baltasar Carlos stand, wurde im Prado-Katalog von 1942 fest etabliert, obwohl frühere Aufzeichnungen Unsicherheit über die Identität des Dargestellten äußerten.
Das Bildnis des Francisco Lezcano befindet sich im Museo del Prado in Madrid, wo es seit 1819 ausgestellt ist. Die Inventar- oder Zugangsnummer ist in den Quellen nicht angegeben, aber das Werk wurde im Gründungskatalog von 1819 als "Una muchacha boba" erstmals verzeichnet und später in Niño de Vallecas umbenannt. Zu seiner Ausstellungsgeschichte gehört der Umzug am 28. Juli 1714 in den Palacio del Pardo, die Ausstellung 1772 im Haus des Infanten Javier im neuen Palacio Real sowie die Aufnahme in das Inventar der "Pieza de Trucos" von 1794. Das Gemälde kam 1819 in die Sammlung des Prado und befindet sich seither in der Dauerausstellung des Museums.
Kontext
Das Porträt wird seit langem im Rahmen von Velázquez' höfischer Narrenserie diskutiert, in der es sowohl in der Torre de la Parada als auch in späteren Bourbon-Sammlungen mit Don Diego de Acedo gepaert ist. Die frühe Forschung bezeichnete den Dargestellten oft als "Niño de Vallecas", ein Beiname, der auf Hofinventare ab 1794 zurückgeht, doch diese Identifizierung wurde 1885 von Gregorio Cruzada Villaamil in Frage gestellt. Die Verbindung mit Francisco Lezcano, einem baskischen Zwerg, der 1634 in den Dienst von Prinz Baltasar Carlos aufgenommen wurde, gewann nach 1942 an Akzeptanz und ist heute weithin anerkannt, obwohl Unsicherheit über das genaue Ausführungsdatum verbleibt. Technische und stilistische Analysen verorten das Werk unter Velázquez' Aufträgen für das Jagdschloss von Philipp IV., wobei die gedämpfte Guadarrama-Landschaft und die grüne Jagdkleidung mit dem Ensemble der Torre de la Parada korrespondieren. Jonathan Brown schlug ein Datum von 1636-1638 vor, während José López-Rey und andere einen späteren zeitlichen Kontext um 1644 in Verbindung mit der aragonesischen Reise des Prinzen erwogen haben. Die rasche, verschwommene Malweise, besonders in Händen und Gesicht, spiegelt eine sich entwickelnde Technik wider, die in späteren Hofnarrenporträts wie dem des Calabacillas kulminiert.
Nachleben
Das Bildnis des Francisco Lezcano gilt seit mindestens dem frühen 18. Jahrhundert, als es im Palacio del Pardo aufgehangen wurde, als bedeutendes Beispiel von Velázquez' Serie der Hofnarren. Sein späterer Ruf wurde durch Inventare des 18. Jahrhunderts geprägt, die das Werk als "Niño de Vallecas" bezeichneten, ein Titel, der bis zur wissenschaftlichen Neubewertung im späten 19. Jahrhundert Bestand hatte. Die Identifizierung mit Francisco Lezcano wurde erst im Prado-Katalog von 1942 formell vorgeschlagen und hat sich seither als allgemein anerkannte Zuschreibung etabliert. Die Paarung des Gemäldes mit Don Diego de Acedo in mehreren königlichen Sammlungen festigte seinen Status als Schlüsselensemble innerhalb von Velázquez' spätem Porträtwerk und beeinflusste spätere Studien zur technischen Entwicklung des Künstlers und seiner höfischen Bildsprache.
Artist & collection
Artist
Diego Rodríguez de Silva y Velázquez was a Spanish Baroque painter, the leading artist in the court of King Philip IV of Spain and Portugal, and of the Spanish Golden Age.


















