Artwork

Das Glücksrad

Das Glücksrad, by John La Farge, watercolor, 1900
Das Glücksrad, by John La Farge, watercolor, 1900

Das Glücksrad is a watercolor work on paper by the American Impressionist artist John La Farge. It dates from 1900 and is held in the collection of the Metropolitan Museum of Art.

About this work

Übersicht

Sie befindet sich im Metropolitan Museum of Art in New York als Teil der Sammlung des American Wing unter der Inventarnummer 67.

Das Glücksrad ist ein Werk auf Papier des amerikanischen Künstlers John La Farge aus dem Jahr 1900. Ausgeführt in Gouache, Aquarell und Graphit auf hellbraunem Velinpapier, misst die Komposition 15 5/8 mal 12 1/4 Zoll. Sie befindet sich im Metropolitan Museum of Art in New York als Teil der Sammlung des American Wing unter der Inventarnummer 67.55.170. Das Stück gehört zu La Farges breiter Auseinandersetzung mit mythologischen und allegorischen Themen und zeigt eine geflügelte weibliche Figur auf einem großen Rad, eine klassische Personifikation des Zufalls und des Schicksals.

Thema und Bedeutung

Das Kunstwerk visualisiert das klassische Konzept der Fortuna, der Göttin des Zufalls, dargestellt als eine geflügelte nackte weibliche Figur, die auf einem großen Rad balanciert, das aus wirbelnden Wolken oder Nebel hervorgeht. Ihr rechter Arm streckt sich nach außen und hält einen undeutlichen Gegenstand, während ihre linke Hand eine kleine Figur oder Puppe umfasst, was die Launenhaftigkeit des Schicksals und die Leichtigkeit betont, mit der das Glück Individuen erhebt oder zermalmt. Die im Hintergrund sichtbaren fernen Berg- oder Landformen verankern das himmlische Phänomen in einem weiteren atmosphärischen Bereich. Das Sujet erforscht die Unbeständigkeit des Glücks, ein Thema, das La Farge in einem eng verwandten Auftrag für ein Buntglasfenster im Frick-Gebäude in Pittsburgh im Jahr 1901 erneut aufgriff, wo das prekäre Balancieren als Emblem der Instabilität des Glücks diente.

Technik und Stil

La Farge kombinierte Gouache, Aquarell und Graphit auf hellbraunem Velinpapier, um die Komposition zu konstruieren. Das Werk ist in monochromen Tönen ausgeführt und nutzt flüssige Washes, die weiche Abstufungen von Hell nach Dunkel über Himmel und Landschaft erzeugen. Der Pinselstrich variiert erheblich im gesamten Bild: breite, atmosphärische Passagen definieren Himmel und Wolken, während klarere lineare Details das Rad und die Gewänder der Figur herausarbeiten. Der Gesamteindruck balanciert skizzenhafte Spontaneität mit Bereichen stärkerer Ausarbeitung, insbesondere im Gesicht und Rumpf der zentralen Figur. Diese neblige, mysteriöse Behandlung des Gesichts der zentralen Figur ordnet das Werk den ästhetischen Strategien zeitgenössischer französischer Symbolisten wie Odilon Redon zu. Eine Signatur und Datierung erscheinen in der oberen rechten Ecke.

Geschichte und Provenienz

Das 1900 entstandene Werk gelangte später durch das Vermächtnis von Susan Dwight Bliss im Jahr 1966 in das Metropolitan Museum of Art. Es trägt die Objekt-Nummer 67.55.170. Die Zeichnung wurde im Ausstellungskatalog von 1970 mit dem Titel 19th C American Drawings: Art and Architecture gezeigt, der im Metropolitan Museum of Art stattfand. Das Konzept des auf einem Rad balancierenden Glücks hatte für La Farge offensichtlich anhaltendes Interesse, da er das folgende Jahr, als er 1901 mit der Gestaltung eines Buntglasfensters für das Frick-Gebäude in Pittsburgh beauftragt wurde, genau dasselbe Motiv erneut aufgriff, was zu einem verwandten Werk führte, das heute im Cleveland Museum of Art zu sehen ist.

Kontext

John La Farge (1835-1910) war ein vielseitiger amerikanischer Künstler, der für seine Gemälde, Wandmalereien, Innenraumgestaltung und Innovationen im Bereich Buntglas bekannt ist. Bis 1900, als er dieses Werk schuf, war er eine etablierte Figur in der amerikanischen Kunstwelt, nachdem er 1877 die Society of American Artists mitgegründet und von 1899 bis 1904 als Präsident der National Society of Mural Painters gedient hatte. Er hielt ein Patent für das Überlagern von Glasscheiben, eine technische Innovation, die für seine Buntglaspraxis zentral war. Seine ausgedehnten Reisen nach Asien und in den Südpazifik in den 1880er und 1890er Jahren beeinflussten seinen malerischen Ansatz für Farbe und Atmosphäre maßgeblich. Die in dieser Zeichnung sichtbaren symbolistischen Tendenzen spiegeln sein Bewusstsein für breitere internationale Strömungen wider und gehen über die konservativen Grenzen der National Academy of Design hinaus, gegen die er und seine Kollegen früher protestiert hatten.

Fortune: A Study for "The Discoverer"
Fortune: A Study for "The Discoverer", William Morris Hunt

Artist & collection

Portrait of John La Farge

Artist

John La Farge

John La Farge (March 31, 1835 – November 14, 1910) was an American artist whose career spanned illustration, murals, interior design, painting, and popular books on his Asian travels and other art-related topics.