Artwork
In the Dining Room

In the Dining Room is an oil painting by the Impressionist artist Berthe Morisot. It dates from 1886 and is held in the collection of the National Gallery of Art.
- Inscription
- Inscribed:lower left: Berthe Morisot
About this work
Technik und Stil
In the Dining Room ist ein 1886 entstandenes Ölgemälde auf Leinwand mit den Maßen 61,3 mal 50 Zentimeter.
In the Dining Room ist ein 1886 entstandenes Ölgemälde auf Leinwand mit den Maßen 61,3 mal 50 Zentimeter. Das Werk ist in hastigen, streifigen Pinselstrichen ausgeführt, die in alle Richtungen verlaufen und an mehreren Stellen der Oberfläche einen Unschärfeffekt erzeugen. Diese Malweise war ausgeprägter als in jedem früheren Werk Morisots und wurde von zeitgenössischen Kritikern als ihre wilde, streifige Arbeitsmethode hervorgehoben; einige Rezensenten bezeichneten die Leinwand als unfertig. Die vielfarbige Ausführung baut sich aus nebeneinander gesetzten Tönen auf, Blau-, Rosa-, Lila- und Brauntöne an der Hintergrundwand sowie transparente weiß-grüne, gelbe und graue Streifen, die das Fenster beschreiben, in einer borstigen, gestischen Manier, die für ihre späte Schaffensphase charakteristisch ist. Trotz der unruhigen Faktur verleiht das häusliche Sujet der Komposition eine gewisse Ruhe, und die Figur wird mit entspanntem, fast ungestelltem Naturalismus behandelt, nicht mit betonter Charakterisierung. Die Malweise spiegelt zudem die typisch impressionistische Gleichgültigkeit gegenüber strenger Perspektive wider; Objekte wie der links stehende, überfüllte Vitrinenschrank und der rechts befindliche, mit Früchten beladene Tisch fungieren fast als in die Genreszene eingebettetes Stillleben.
Geschichte und Provenienz
Berthe Morisot malte In the Dining Room im Jahr 1886 und stellte es noch im selben Jahr auf der achten und letzten impressionistischen Ausstellung aus. Das Werk gelangte vom Künstler an Portier in der Rue Lepic in Paris und kam auf der Murat-Auktion im Hôtel Drouot am 29. April 1899 (Los 13) auf den Markt. Anschließend erwarb es Eugène Blot in Paris, der es auf seiner eigenen Auktion im Hôtel Drouot am 10. Mai 1906 (Los 53) anbot. Von Blot gelangte das Gemälde an Mr. Tweed in New York und wahrscheinlich durch Erbschaft an Miss Mary W. Tweed, ebenfalls in New York; es wurde dann zur Tweed-Auktion bei der American Art Association am 4. April 1929 (Los 62) eingereicht. Der amerikanische Bankier und Sammler Chester Dale (1883-1962) aus New York erwarb es, und nach seinem Tod ging es 1963 als Teil des Chester Dale-Nachlasses in die National Gallery of Art über. Ein Brief der Künstlerin aus dem Jahr 1948 von ihrer Tochter, Mme. Ernest Rouart, in den kuratorischen Akten der NGA bestätigt die frühe Besitzkette. Das Gemälde befindet sich in der Sammlung der National Gallery of Art in Washington, D.C., nachdem es 1963 von Chester Dale gestiftet wurde, nachdem es mehrere Besitzer durchlaufen hatte: vom Künstler an Portier, dann auf der Murat-Auktion (Hôtel Drouot, Paris, 29. April 1899, Nr. 13) verkauft, von Eugène Blot erworben, auf der Blot-Auktion (Hôtel Drouot, Paris, 10. Mai 1906, Nr. 53) verkauft, im Besitz von Mr. Tweed und wahrscheinlich durch Erbschaft an Miss Mary W. Tweed übergegangen, und schließlich von Chester Dale gekauft. In den Quellen wird keine spezifische Inventarnummer genannt. Ausstellungsweise zeigte Morisot In the Dining Room auf der achten und letzten impressionistischen Ausstellung in Paris im Jahr 1886.
Kontext
Auf der achten und letzten impressionistischen Ausstellung im Jahr 1886 erntete In the Dining Room gemischte kritische Reaktionen, die sich auf Morisots zunehmend wilde und streifige Pinselstriche konzentrierten. Während einige Rezensenten das Werk als unfertig abtaten, lobte der Kritiker Jules-Antoine Castagnary die außergewöhnliche Sensibilität der Künstlerin und stellte fest, dass ihr künstlerisches Gefühl bis zu ihren Fingerspitzen reiche. Dieses Werk verkörpert Morisots besondere Position innerhalb der Bewegung; anders als ihre männlichen Kollegen, die das öffentliche städtische Leben darstellten, konzentrierte sie sich, ähnlich wie Mary Cassatt, auf häusliche Innenräume. Die aufgeregte Oberflächenstruktur des Gemäldes, charakteristisch für ihre späte Schaffensphase, erzeugt ein Gefühl von Bewegung und Komplexität, das im Kontrast zur Ruhe des häuslichen Sujets steht. Gelehrte stellen fest, dass Morisot oft Bekannte als Modelle in Rollen einsetzte, die von ihrem tatsächlichen sozialen Status abwichen, und diese stilistische Herangehensweise nutzte, um die emotionale Ladung und das Interesse des Werks zu steigern.
Nachwirkung
Auf der achten impressionistischen Ausstellung im Jahr 1886 wurde die Leinwand für ihre kräftige Pinselstrichführung gelobt und sowohl als unfertig als auch als emotional aufgeladen beschrieben, was einen Höhepunkt in Morisots Ruf bei den Zeitgenossen markierte. Kritiker hoben ihre gewagte Komposition und die Art hervor, wie sie häusliche Intimität mit einer lebendigen Palette einfing. Nach dem Besitzerwechsel durch Blot, Chester Dale und einer Stiftung im Jahr 1963 gelangte das Werk in die National Gallery of Art, wo es als Schlüsselbeispiel weiblicher impressionistischer Subjektivität ausgestellt wird. Seine anhaltende wissenschaftliche Aufmerksamkeit und seine Aufnahme in wichtige Überblickswerke über den Impressionismus unterstreichen sein bleibendes Erbe innerhalb der Bewegung.
Artist & collection
Artist
Berthe Marie Pauline Morisot was a French painter, printmaker and a member of the circle of painters in Paris who became known as the Impressionists.

















