Artwork

Connibos Starting for Wild Horses

Connibos Starting for Wild Horses, by George Catlin, oil, 1862
Connibos Starting for Wild Horses, by George Catlin, oil, 1862

Connibos Starting for Wild Horses is an oil painting by the Impressionist artist George Catlin. It dates from 1862 and is held in the collection of the National Gallery of Art.

About this work

Überblick

Das Werk misst 47,2 mal 63,5 cm und wurde in Öl auf Karton ausgeführt, der auf Pappe montiert ist.

Connibos Starting for Wild Horses ist ein Ölgemälde des amerikanischen Künstlers George Catlin, das zwischen 1854 und 1869 entstand, wobei im primären Korpus ein fester Entstehungsjahr 1861 verzeichnet ist. Das Werk misst 47,2 mal 63,5 cm und wurde in Öl auf Karton ausgeführt, der auf Pappe montiert ist. Es wird von der National Gallery of Art in Washington, D.C. verwahrt, mit der Inventarnummer 1965.16.296, nachdem es von Paul Mellon gespendet wurde. Das Gemälde gehört zu Catlins zweiter großer Serie, der "Cartoon Collection", die aus mehr als 600 Werken besteht, die in den 1850er und 1860er Jahren entstanden und sich von seiner früheren "Indian Gallery" der 1830er Jahre unterscheiden. Als Genreszene, die indianische Reiter auf den südamerikanischen Ebenen zeigt, verkörpert es Catlins dokumentarischen Anspruch, das Leben und die Bräuche der Ureinwohner in einer Zeit rapiden kulturellen Wandels festzuhalten.

Motiv und Bedeutung

Das Gemälde zeigt fünf zu Pferd sitzende Figuren, die als Connibos identifiziert werden, eine indianische Gruppe, die sich auf den Weg macht, um wilde Pferde auf der Pampa del Sacramento zu jagen. Die Reiter besetzen das untere linke Viertel und bewegen sich über eine weite Prärie. Sie tragen rote Gewänder und gefiederte Kopfbedeckungen, und eine Figur gestikuliert mit ausgestrecktem Arm nach vorne und lenkt so die Bewegung der Gruppe. Catlins eigener Katalogeintrag von 1871 für das Werk gibt das Motiv als "CONNIBOS, starting for wild horses, with lassos, Pampa del Sacramento" an, was die Verwendung von Lasso als Jagdmethode belegt. Die Pferde variieren in der Farbe: weiß, dunkelbraun, kastanienbraun und braun, wobei ein Pferd leicht aufbäumt, um Bewegung zu suggerieren. In der mittleren Ferne stellt ein dunkler Streifen, der sich über die gesamte Breite der Leinwand erstreckt, die Zielherde der wilden Pferde dar. Die Ikonographie betont sowohl die praktische Tätigkeit des Pferdefangs als auch das übergreifende Thema der indigenen Reitkultur auf den Ebenen, ein Sujet, dem Catlin in seinen Bemühungen, das von ihm als verschwindend empfundene Lebensweise zu dokumentieren, wiederholt nachging.

Technik und Stil

Das Medium ist Öl auf Karton, der auf Pappe montiert ist, ein Trägermaterial, das für Catlins Cartoon Collection charakteristisch ist. Die Komposition ist bemerkenswert horizontal, wobei der Himmel etwa zwei Drittel der Leinwand einnimmt und eine weitläufige atmosphärische Wirkung erzeugt. Die Farboberfläche ist glatt, mit sichtbaren horizontalen und diagonalen Pinselstrichen im Himmel, die Bewegung in den Wolken vermitteln. Das Gras im Vordergrund ist mit einzelnen, strichartigen Pinselstrichen wiedergegeben, die mit winzigen roten, blauen und gelben Flecken durchsetzt sind und Wildblumen andeuten, während der Mittelgrund flach und ununterbrochen bis zum fernen Horizont reicht. Der türkisfarbene Himmel zeigt weiche graue und blassrosa Wolken, die das Gefühl eines weiten, offenen Raums verstärken. Das Werk ist in einem breiten beigen Passepartout und einem dunkelgrünen äußeren Rahmen montiert, mit einem kleinen rechteckigen Etikett mit der Aufschrift "557" oben in der Mitte und der Inschrift "A 439" unten links, wobei ersteres seiner Nummer im Katalog der Cartoon Collection entspricht.

Geschichte und Provenienz

Das Gemälde ging von George Catlin auf seine drei Töchter über: Clara Gregory Catlin, Louise Catlin Kinney und Elizabeth Wing Catlin. 1912 erwarb das American Museum of Natural History in New York das Werk von Elizabeth Wing Catlin. Es blieb dort bis 1959, als es deakzessioniert und über Kennedy Galleries in New York an Paul Mellon aus Upperville, Virginia, verkauft wurde. Mellon, der mehr als 300 Gemälde aus der Cartoon Collection erwarb, spendete 351 Werke dieser Gruppe 1965 an die National Gallery of Art. Das Gemälde wurde mehrfach öffentlich ausgestellt: 1970 im Allentown Art Museum und im Norfolk Museum of Arts and Sciences; 1971 im Tennessee Fine Arts Center in Nashville im Rahmen der Ausstellung "An Exhibition of Paintings and Lithographs by George Catlin, Artist Historian" (Nr. 31); und 1980 in der National Gallery of Art für "American Indian Life: Paintings by George Catlin". Es wurde zudem von 1986 bis 1990 unter dem Botschafter Malcolm Richard Wilkey und erneut von 1990 bis 1994 unter dem Botschafter Richard Brown auf längere Dauer an die Residenz der US-Botschaft in Montevideo, Uruguay Oscuro, verliehen.

Kontext

George Catlin (1796-1872) schuf zwei Hauptwerke: die "Indian Gallery" mit mehr als 500 Gemälden aus den 1830er Jahren, die heute größtenteils im Smithsonian American Art Museum zu finden sind, und die "Cartoon Collection" mit mehr als 600 Werken aus den 1850er und 1860er Jahren. Letztere Gruppe, zu der dieses Gemälde gehört, entstand nach Catlins finanziellen Schwierigkeiten, die ihn 1841 veranlassten, nach Europa zu reisen, um seine frühere Sammlung auszustellen. Die Werke der Cartoon Collection wurden 1912 vom American Museum of Natural History erworben und später teilweise zerstreut. Catlins Projekt war explizit dokumentarisch: Er strebte danach, visuelle Aufzeichnungen des Lebens der Ureinwohner, einschließlich Rituale, Zeremonien und alltäglicher Aktivitäten, zu bewahren, die er durch die westwärts gerichtete Expansion bedroht sah. Sein 1871 veröffentlichter Katalog, der entstand, als er die Cartoon Collection in New York ausstellte, lieferte für jedes Werk spezifische kontextuelle Informationen, eine für die Zeit ungewöhnliche und für moderne Forscher wertvolle Praxis. Das Gemälde wurde in den illustrierten Katalogen der National Gallery of Art in den Jahren 1970, 1980 und 1992 katalogisiert.

Nachwirkung

Als Teil der Cartoon Collection repräsentiert Connibos Starting for Wild Horses einen bedeutenden Teil von Catlins Schaffen, der durch Paul Mellons Philanthropie in wichtige amerikanische öffentliche Sammlungen gelangte. Die Aufnahme des Werks in die National Gallery of Art hat seine Zugänglichkeit für Forschung und Ausstellungen sichergestellt, während seine Leihe an diplomatische Residenzen in Uruguay auf seine Nutzung in der Kulturdiplomatie hinweist. Das Gemälde wird weiterhin in wissenschaftlichen Katalogen reproduziert und ist über lizenzierte Bilddienste verfügbar, was das anhaltende institutionelle Interesse an Catlins dokumentarischem Projekt widerspiegelt. Catlins umfassendere Nachwirkung beruht auf seiner Rolle als bahnbrechender, wenn auch komplexer, Chronist der Kulturen der Ureinwohner; seine Werke werden sowohl wegen ihrer künstlerischen Qualität als auch wegen ihres Wertes als historische Dokumente des indigenen Lebens im 19. Jahrhundert studiert. Die spezifische Identifizierung von Motiven wie den Connibos, die durch seine Katalogisierungstradition erhalten blieb, liefert ethnographische Informationen, die die visuelle Aufzeichnung ergänzen.

Driving the Pampas for Wild Cattle - Connibo
Driving the Pampas for Wild Cattle - Connibo, George Catlin

Artist & collection

Portrait of George Catlin

Artist

George Catlin

George Catlin ( KAT-lin; July 26, 1796 – December 23, 1872) was an American lawyer, painter, author, and traveler, who specialized in portraits of Native Americans in the American frontier.

This work is in the public domain (CC0). Image source: National Gallery of Art open access. Spotted an error in this record? Tell us.