Artwork

St. Sebastian

St. Sebastian, by Gerard Seghers, oil, 1640
St. Sebastian, by Gerard Seghers, oil, 1640

St. Sebastian is an oil painting by the Flemish Baroque painting artist Gerard Seghers. It dates from 1640 and is held in the collection of the Hermitage Museum.

About this work

Überblick

Sebastian ist ein religiöses Gemälde, das 1640 vom flämischen Künstler Gerard Seghers geschaffen wurde.

St. Sebastian ist ein religiöses Gemälde, das 1640 vom flämischen Künstler Gerard Seghers geschaffen wurde. In Öl auf Leinwand ausgeführt, misst das Werk 200 mal 142 Zentimeter und entstand in Flandern. Es stellt das Martyrium des Heiligen Sebastian dar und wird derzeit im Hermitage Museum aufbewahrt. Das Gemälde ist ein bedeutendes Beispiel für Seghers' reifes Schaffen und zeigt seine Synthese früher caravaggesker Einflüsse mit der späteren, farbenfroheren Ästhetik von Peter Paul Rubens.

Thema und Bedeutung

Das Kunstwerk zeigt den Heiligen Sebastian nach seinem ersten Martyrium, mit Seilen um die Oberarme an einen Baum gebunden und von Pfeilen in der Seite und im Bein durchbohrt. Ein geflügeltes Kind in dunkelgrüner Kleidung, ein Engel, steht rechts und greift nach einem Pfeil in der Seite des Heiligen. Diese engelsgleiche Präsenz verschiebt die Ikonografie von der traditionellen Erzählung, in der die Heilige Irene von Rom Sebastian heilt, hin zur Darstellung des Engels als Symbol für die Kraft des Glaubens, den Tod zu überwinden. Die Komposition minimiert das Blut der kaum sichtbaren Wunden und konzentriert sich auf einen ideal proportionierten nackten Körper als Metapher für die Vollkommenheit der heiligen Seele. Ein metallener Helm sowie ein roter und goldener Bogen mit Köcher liegen am Boden und zeugen von den Waffen seines gescheiterten Hinrichtungsversuchs.

Technik und Stil

Seghers verwendete Ölfarbe auf Leinwand, um diese Komposition zu gestalten. Die Palette stützt sich auf warme Fleischtöne, tiefe Grüntöne und Brauntöne, die durch ein goldenes Licht vereinheitlicht werden. Starkes Licht hebt Sebastians Rumpf gegen das dunklere, dichte Laub und den offenen Himmel mit weichen Wolken hervor. Die Malfläche ist insgesamt glatt, wobei sichtbare Pinselstriche das Laub und den Himmel definieren. Stilistisch spiegelt das Werk Seghers' Entwicklung weg von der tenebroso-Manier seiner römischen Periode hin zu den schimmernden Farben und dem klassizistischeren barocken Stil wider, der für Rubens charakteristisch ist und den er ab etwa 1645 zunehmend übernahm.

Geschichte und Provenienz

Das 1640 in Flandern entstandene Gemälde gelangte schließlich in die Sammlung des Hermitage Museums, wo es heute aufbewahrt wird. Die Komposition erlangte eine breitere Verbreitung durch einen Stich von Paulus Pontius, der zwischen 1616 und 1657 entstand. Pontius reproduzierte das Werk nach Seghers' Gemälde und trug so zur Verbreitung der Vorlage bei. Eine spätere Kopie in Öl auf Leinwand aus der flämischen Schule des 17. Jahrhunderts, die auf dem Stich von Pontius basiert, befindet sich im Musee d'Archerie Valois. Dies belegt die Reichweite der ursprünglichen Komposition, auch wenn das spezifische Vorbild für die Leinwand im Hermitage von anderen bekannten Versionen distinct bleibt.

Kontext

Gerard Seghers begann seine Karriere in Antwerpen, wo er angeblich von Abraham Janssens ausgebildet wurde, bevor er um 1610 nach Italien reiste. In Rom schloss er sich dem Kreis um Caravaggio an und nahm den tenebroso-Stil auf, insbesondere durch engen Kontakt mit Gerrit van Honthorst. Nach einem Aufenthalt in Spanien, wo er als Hofmaler von Philipp III. diente, kehrte er nach 1620 nach Antwerpen zurück. Dort hielt er es für ratsam, seine caravaggeske Manier aufzugeben und sich allmählich der Schule von Rubens und Anthony van Dyck zuzuwenden. Bis 1634 wurde Seghers zum offiziellen Maler des Infant-Kardinals Don Fernando ernannt und sicherte sich damit seinen Status unter den führenden flämischen Meistern seiner Generation.

Vermächtnis

Die Komposition im Hermitage von 1640 ist Teil einer breiteren bildlichen Tradition dieses Themas bei Seghers, zu der auch ein früheres Gemälde aus dem Jahr um 1630 gehört, das derzeit im Petworth House in Sussex untergebracht ist. Diese frühere Version ist ebenfalls durch den Stich von Pontius sowie eine verwandte vorbereitende Zeichnung eines männlichen Akts in der Pose des Heiligen Sebastian bekannt, die 2009 bei einer Auktion bei Sotheby's auftauchte und 2002 in Rotterdam ausgestellt wurde. Die Existenz des späteren Gemäldes im Hermitage und der nachfolgenden Kopien, wie der im Musee d'Archerie Valois, belegt die anhaltende Anziehungskraft von Seghers' Interpretation des Heiligen, die seine caravaggesken Wurzeln erfolgreich mit der verfeinerten Eleganz der Antwerpener Schule verbindet.

St Sebastian
St Sebastian, Ludovico Carracci

Artist & collection

Portrait of Gerard Seghers

Artist

Gerard Seghers

Gerard Seghers (c. 17 March 1591 – 18 March 1651) was a Flemish painter, art collector, and art dealer. After a period of study and residence in Italy, he returned to Flanders where he became one of the leading…

Hermitage Museum

Museum

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