Artwork

Adoration of the Shepherds

Adoration of the Shepherds, by Lorenzo di Credi, oil, 1510
Adoration of the Shepherds, by Lorenzo di Credi, oil, 1510

Adoration of the Shepherds is an oil painting by the High Renaissance artist Lorenzo di Credi. It dates from 1510 and is held in the collection of the Uffizi Gallery.

About this work

Thema und Bedeutung

Engel in roten Gewändern begleiten die Jungfrau und das Kind und unterstreichen die Heiligkeit der Anbetung.

Das Gemälde zeigt die Anbetung der Hirten, eine traditionelle Geburtsszene, die auf das Christuskind zentriert ist, welches auf einem über Stroh ausgebreiteten Schleier im Fokus der Komposition liegt. Die Jungfrau Maria, der Heilige Josef und Engel versammeln sich um das Kind, während Hirten von links im Gebet herantreten, wobei einer ein Lamm trägt, das das zukünftige Opfer Christi symbolisiert. Der Schauplatz ist eine verfallene Hütte, ein konventionelles Emblem für den Niedergang der heidnischen und hebräischen Religionen, die der neuen christlichen Ordnung weichen.

Das Werk stellt den Moment der Offenbarung des neugeborenen Erlösers an die bescheidenen Hirten dar, eingefasst in diese Ikonografie des Übergangs von der alten zur neuen Ordnung. Engel in roten Gewändern begleiten die Jungfrau und das Kind und unterstreichen die Heiligkeit der Anbetung. Die Komposition vereint diese frommen Figuren in einem Halbkreis um das Christuskind und präsentiert die Menschwerdung als spirituelles Zentrum, auf das sich die umgebenden Gestalten zubewegen.

Technik und Stil

Die Anbetung der Hirten ist ein Ölgemälde auf Holz mit den Maßen von ungefähr 224 mal 196 Zentimetern. Es wurde von Lorenzo di Credi um 1510 geschaffen und in Öl auf Holzuntergrund ausgeführt. Das Kunstwerk stellt die biblische Szene der Anbetung des Kindes Jesus durch Hirten dar und zeigt Figuren wie die Jungfrau Maria, das Christuskind, Engel, den Heiligen Josef sowie verschiedene Hirten, die in einer kompositorischen Halbkreisform angeordnet sind. Stilistisch reflektiert das Werk Einflüsse der Frührenaissance und greift auf Vorbilder von Perugino, Ghirlandaio und Leonardo da Vinci zurück, insbesondere in der Wiedergabe von Gewändern und anatomischen Details. Jüngere Kritiken haben die technische Meisterschaft des Werks hervorgehoben, aber auch eine gewisse emotionale Kühle in seiner Ausführung bemerkt. Vorstudien zum Gemälde befinden sich in Sammlungen wie der Albertina in Wien, dem Cabinet des Dessins in Paris und dem Gabinetto dei disegni e delle stampe der Uffizi.

Geschichte und Provenienz

Lorenzo di Credi schuf das Ölgemälde auf Holz Anbetung der Hirten um 1510. Das Werk wurde ursprünglich für die Nonnen von Santa Chiara in Florenz in Auftrag gegeben. Sein Bestehen wurde vom zeitgenössischen Maler Mariotto Albertinelli und dem Biografen Giorgio Vasari verzeichnet, weitere Erwähnungen finden sich in florentinischen Kunstführern aus dem späten 17. Jahrhundert. Der Entstehungsprozess umfasste mehrere Vorstudien, darunter Zeichnungen für die Figur des Heiligen Josef, die in Paris und Wien aufbewahrt werden, sowie eine Studie für ein von einem Hirten gehaltenes Lamm, die sich in den Uffizi befindet. Das Gemälde ist seit mindestens dem 17. Jahrhundert in der Uffizi-Galerie in Florenz untergebracht.

Die Anbetung der Hirten wird von der Uffizi-Galerie in Florenz verwahrt, wo sie unter der Inventarnummer 1890, acc. 1890 katalogisiert ist. Sie gelangte 1890 in die Sammlung und wurde erstmals Ende des 17. Jahrhunderts in öffentlichen Führern verzeichnet. Das Werk gehört seit dem 19. Jahrhundert zum Ausstellungsprogramm der Uffizi und erscheint in Katalogen der Bestände der Galerie sowie in speziellen Renaissance-Ausstellungen wie der florentinischen Kunstausstellung von 1906. Vorstudien zum Gemälde sind in der Albertina in Wien, im Cabinet des Dessins in Paris und im Gabinetto dei disegni e delle stampe der Uffizi untergebracht.

Kontext

Die Forschung zur Anbetung der Hirten betont ihre Stellung innerhalb des reifen Schaffens von Lorenzo di Credi und ihre Auseinandersetzung mit kompositorischen Modellen der Hochrenaissance. Das um 1510 für die Nonnen von Santa Chiara in Florenz gemalte Werk gelangte in die Sammlung der Uffizi und wurde zu einem Bezugspunkt für Diskussionen über fromme Bildsprache im Renaissance-Toskana. Zeitgenössische Berichte von Mariotto Albertinelli und Giorgio Vasari sowie Stadtführer aus dem 17. Jahrhundert bezeugen seine frühe Sichtbarkeit. Moderne Kritik hebt die technische Meisterschaft des Gemäldes hervor, verweist jedoch auch auf eine wahrgenommene emotionale Kühle, die die präzise Wiedergabe von Figuren wie dem Hirten mit dem Lamm und der engelhaften Gruppe kontrastiert mit der von Leonardo abgeleiteten Modellierung der Jungfrau und der Engel. Vorstudien sind in der Albertina in Wien, im Cabinet des Dessins in Paris und in der eigenen graphischen Sammlung der Uffizi erhalten, was den dokumentierten kreativen Prozess des Gemäldes unterstreicht.

Nachwirkung

Spätere Bewertungen haben oft die technische Meisterschaft betont, gleichzeitig aber eine gewisse stilistische Distanz in der Komposition bemerkt. Führer aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert führten das Panel weiterhin auf, was seine langjährige Präsenz in florentinischen Sammlungen widerspiegelt, doch die moderne Kritik hat das Werk häufig als ausdrucksarm und in seinen eklektischen Anleihen bei Verrocchio, Perugino, Ghirlandaio und Leonardo als etwas abgeleitet beurteilt. Die Vorstudien des Gemäldes, die über europäische Kabinette verstreut sind, bezeugen seine historische Bedeutung als Fallstudie für Credis Arbeitsweise, selbst wenn das Werk selbst aus den kanonischen Erzählungen der Hochrenaissance zurückgetreten ist.

Adoration of the Shepherds
Adoration of the Shepherds, Martin Schongauer

Artist & collection

Portrait of Lorenzo di Credi

Artist

Lorenzo di Credi

Lorenzo di Credi (1456/59 – January 12, 1537) was an Italian Renaissance painter and sculptor best known for his paintings of religious subjects, and portraits.

Uffizi Gallery

Museum

Uffizi Gallery

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