Artwork

Madonna and child with Saints Stephen and John the Baptist

Madonna and child with Saints Stephen and John the Baptist, by Parmigianino, unspecified, 1539
Madonna and child with Saints Stephen and John the Baptist, by Parmigianino, unspecified, 1539

Madonna and child with Saints Stephen and John the Baptist is an unspecified painting by the Mannerist artist Parmigianino. It dates from 1539 and is held in the collection of the Staatliche Kunstsammlungen Dresden.

About this work

Dieses Gemälde heißt Madonna and child with Saints Stephen and John the Baptist. Es wurde 1539 von Parmigianino geschaffen.

Das Gemälde befindet sich in der Gemäldegalerie Alte Meister, einem Museum in Dresden. Es ist bemerkenswert, dass das Museum das Gemälde 1746 aus der Este-Sammlung erworben hat.

Sie können mehr über den Künstler erfahren, der dieses Werk geschaffen hat: Parmigianino.

Thema und Bedeutung

Unten hält Stephanus den Stein seines Martyriums im Zentrum, während Johannes der Täufer sein traditionelles Kreuz aus Zweigen und eine Taufschale trägt.

Das Gemälde zeigt die Madonna mit dem Kind, die in einer göttlichen Vision über zwei Heiligen und einem Stifter erscheint. Unten hält Stephanus den Stein seines Martyriums im Zentrum, während Johannes der Täufer sein traditionelles Kreuz aus Zweigen und eine Taufschale trägt. Eine Marmortransenne teilt die Komposition und trennt die irdische Sphäre von der himmlischen Erscheinung oben. Die Ikonografie trägt markante Kontraste: Die Heiligen wirken monumental und in gedämpften, kühlen Farben klassisch gestaltet, während die Jungfrau und das Kind als flüchtige, längliche Vision innerhalb leuchtender Kreise vor dunklen Wolken hervortreten. Diese zweigeteilte Struktur erzeugt eine übernatürliche Atmosphäre; das Göttliche steigt herab, bleibt jedoch unerreichbar, die Figuren sind sowohl dem knienden Stifter als auch dem Betrachter gegenüber gleichgültig. Das Werk stellt somit eine paradigmatische manieristische Spannung zwischen materieller Präsenz und spiritueller Transzendenz dar und inszeniert die heilige Begegnung als etwas seltsam Unmenschliches und Unzugängliches.

Technik und Stil

Das Werk ist ein Ölgemälde auf Holz mit den Maßen 253 × 161 cm, ausgeführt im Jahr 1540 und heute in der Gemäldegalerie Alte Meister, Dresden, beheimatet.

Parmigianinos Handhabung zeichnet sich durch längliche, abgemagerte Figuren und eine scharf geteilte Komposition aus: Eine Marmortransenne trennt das untere Register, in dem die Heiligen Stephanus und Johannes der Täufer in monumentaler Stille stehen, von der oberen Erscheinung der Madonna mit dem Kind, deren Formen mit einer ätherischen, fast schwerlosen Präsenz gestaltet sind. Die Farbpalette kontrastiert eisige, gedämpfte Töne in den Gewändern der Heiligen mit einem leuchtenden, lividen Licht, das die göttlichen Figuren durchdringt und eine beunruhigende räumliche und emotionale Distanz schafft. Vorstudien in Windsor Castle und in Florenz belegen einen exakten, iterativen Gestaltungsprozess, der auf formale Perfektion abzielte.

Geschichte und Provenienz

Die *Madonna mit dem Kind und den Heiligen Stephanus und Johannes dem Täufer*, auch bekannt als *Casalmaggiore-Altar*, wurde 1540 für die Kirche Santo Stefano in Casalmaggiore in Auftrag gegeben. Das Werk entstand während der letzten Monate des Künstlers Parmigianino nach seiner Flucht aus Parma und wird traditionell einem Auftrag des lokalen Adligen Matteo Cavalli zugeschrieben, der in der unteren rechten Ecke dargestellt ist. Das Gemälde blieb fast ein Jahrhundert lang in seiner ursprünglichen Kirche, bevor es 1647 an die Galleria Estense in Modena überführt wurde. Diese Überführung erfolgte während der vorübergehenden Besetzung von Casalmaggiore durch Francesco I d'Este, da die lokale Gemeinde hoffte, dass diese Geste den Status einer Kollegiatkirche für ihre Kirche sichern würde. Frühere Versuche, das Werk zu verkaufen, wie eine Anfrage von 1602 durch einen Agenten Ferdinando Gonzagas, waren zuvor gescheitert. Der Altar gelangte schließlich in die Sammlung der Este-Familie und wurde 1746 an die Dresdner Galerien verkauft, wo er seither verwahrt wird.

Das Gemälde befindet sich in der Gemäldegalerie Alte Meister, Teil der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Das Werk gelangte 1746 in die Dresdner Sammlung, zusammen mit einhundert weiteren wertvollen Stücken aus der Este-Sammlung in Modena erworben. Vor dieser Überführung war der Altar um 1647 von seinem ursprünglichen Standort in der Kirche Santo Stefano in Casalmaggiore an die Galleria Estense verlegt worden, während der vorübergehenden Besetzung der Stadt durch Francesco I d'Este.

In den verfügbaren Quellen werden keine spezifischen Ausstellungsgeschichten oder Inventarnummern angegeben.

Kontext

Das Gemälde entstand während Parmigianinos kurzem Aufenthalt in Casalmaggiore nach seiner Freilassung aus der Haft im Jahr 1539, einer Zeit, die durch persönliche Härten und künstlerische Experimente geprägt war. Es wurde vom Adligen Matteo Cavalli für die Kirche Santo Stefano in Auftrag gegeben, wo der Künstler den Stifter in einer innovativen Geste der Demut neben Stephanus darstellte. Das Werk blieb fast ein Jahrhundert lang in der Kirche, bevor es 1647 während der vorübergehenden Besetzung der Stadt durch Francesco I d'Este verkauft wurde, eine Transaktion, die durch das frühere Interesse von Sammlern wie Palmerio Celestani im Jahr 1602 ermöglicht wurde. Seine Verlegung in die Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden im Jahr 1746 war Teil einer breiteren Zerstreuung der Sammlungen der Este-Familie. Die Komposition zeigt eine markante Trennung zwischen irdischer und göttlicher Sphäre, wobei die Madonna mit dem Kind aus übernatürlichem Licht inmitten dunkler Wolken hervortritt, während die Heiligen mit klassischer Zurückhaltung und gedämpften Tönen gestaltet sind, was Parmigianinos reife stilistische Anliegen widerspiegelt. Wissenschaftliche Analysen heben seine komplexe Ikonografie und Vorzeichnungen hervor, darunter Studien in der Royal Collection und im Gabinetto dei Disegni e delle Stampe in Florenz.

Nachwirkung

Die Nachwirkung des Altars ist eng mit seiner Verlegung von einer lokalen Andachtsstätte in bedeutende europäische Sammlungen verbunden. Nach seiner Entfernung aus der Kirche Santo Stefano in Casalmaggiore während der Besetzung durch Francesco I d'Este im Jahr 1647 gelangte er in die Galleria Estense in Modena und wurde 1746 aus der Este-Sammlung von der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden erworben, wo er sich seither befindet. Seine Marienerscheinung, die durch ein Marmorgeländer von den Heiligen unten getrennt ist, wurde als Vorwegnahme späterer kompositorischer Anliegen des siebzehnten Jahrhunderts gedeutet, wobei die demütige Haltung des knienden Stifters als Vorwegnahme barocker Forschungen beschrieben wird. Das Werk ist zudem durch Vorstudien erhalten, darunter eine vollständige Kompositionszeichnung in der Royal Collection in Windsor Castle und eine Zeichnung der Madonna mit dem Kind im Gabinetto dei Disegni e delle Stampe in Florenz, die Parmigianinos anhaltende Suche nach formaler Perfektion belegen.

The Mystic Marriage of Saint Catherine
The Mystic Marriage of Saint Catherine, Peter Candid

Artist & collection

Portrait of Parmigianino

Artist

Parmigianino

Girolamo Francesco Maria Mazzola (11 January 1503 – 24 August 1540), also known as Francesco Mazzola or, more commonly, as Parmigianino (UK: US: Italian:; "the little one from Parma"), was an Italian Mannerist painter…