Artwork
Saint Margaret and the Dragon

Saint Margaret and the Dragon is an oil painting by the High Renaissance artist Raphael. It dates from 1518 and is held in the collection of the Kunsthistorisches Museum.
About this work
Thema und Bedeutung
Der Drache, mit offenem Maul und am Boden gewundener Schwanz, symbolisiert das Dämon, das während ihres Martyriums versuchte, sie zu verschlingen.
Das Gemälde zeigt die Heilige Margareta von Antiochia im Moment kurz davor, lebendig von einem Drachen verschlungen zu werden, der den Teufel oder Satan verkörpert. Sie wird als furchtlos dargestellt, ein Kruzifix haltend, das ihr laut Legende retten soll, sobald sie verschluckt ist. Der Drache, mit offenem Maul und am Boden gewundener Schwanz, symbolisiert das Dämon, das während ihres Martyriums versuchte, sie zu verschlingen. In einigen Berichten, auf die die Ikonografie des Werkes Bezug nimmt, triumphiert die Heilige, indem sie aus dem Bauch des Wesens ausbricht, während andere Traditionen sie zeigen, wie sie das Tier zertreten. Die Szenerie ist eine felsige Schlucht am Waldrand, die ihre Isolation während dieser spirituellen Prüfung unterstreicht. Ein goldener Heiligenschein kennzeichnet ihre Heiligkeit, und ihr Blick ist auf das Monster gerichtet, das sie gleich konfrontieren wird.
Technik und Stil
Die Wiener Fassung von *Saint Margaret and the Dragon* ist ein Ölgemälde auf Eichenholz, 178 cm hoch und 122 cm breit. Während die Vorzeichnung Raphael zugeschrieben wird, geht die physische Ausführung weitgehend auf seinen Schüler Giulio Romano zurück und spiegelt die Werkstattpraktiken der Hochrenaissance wider. Die Komposition zeigt die Heilige in einer schmalen, braun getönten Schlucht mit einem Blick auf blauen Himmel, wie sie trotzig vor dem offenen Maul eines gewundenen Drachen steht. Sie trägt ein eng anliegendes blaues Gewand und hält ein rotes Tuch sowie ein Kruzifix, ihr Blick ist auf das Tier zu ihren Füßen gerichtet. Ein feiner goldener Heiligenschein krönt ihren Kopf, der teilweise von einer Haube bedeckt ist. Das Gemälde dokumentiert einen Moment des bevorstehenden Martyriums und kontrastiert die ruhige Haltung der Heiligen mit der chaotischen Gestalt des Drachen.
Geschichte und Provenienz
Die *Saint Margaret and the Dragon*, die sich heute im Kunsthistorischen Museum befindet, wurde um 1518 von Papst Leo X. für Marguerite d'Angoulême in Auftrag gegeben (Quelle 4). Die Vorzeichnung wird Raphael zugeschrieben, während die Ausführung des Gemäldes seinem Schüler Giulio Romano zugewiesen wird (Quellen 4, 5). Auf etwa 1518 datiert, gelangte das Werk zunächst in die Sammlung des Abtes von San Benedetto in Venedig; es ist 1528 im Besitz von Zuanantonio Venier bezeugt (Quelle 6). Bis 1638 war es an den englischen Lord Hamilton übergegangen und schloss sich dann der Brüsseler Sammlung des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Österreich an, wo es in David Teniers dem Jüngeren *Theatrum Pictorium* von 1659 und 1673 dokumentiert wurde (Quellen 2, 3, 5, 6). Anschließend gelangte das Gemälde ins Kunsthistorische Museum in Wien, wo es sich bis heute befindet (Quellen 2, 3, 5).
Die Wiener Fassung von *Saint Margaret and the Dragon* ist Teil der Sammlung des Kunsthistorischen Museums in Wien. Ihre Provenienz führt zurück zur Sammlung des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Österreich in Brüssel, wo sie einen hervorragenden Platz einnahm. Das Gemälde wurde im Katalog *Theatrum Pictorium* der Sammlung des Erzherzogs durch David Teniers den Jüngeren 1659 und erneut 1673 dokumentiert. Teniers stellte das Gemälde auch in mehreren Porträts der Sammlung des Erzherzogs dar und fertigte eine verkleinerte Kopie für den Stich im *Theatrum Pictorium* an.
Eine zweite Fassung der Komposition, die die Heilige Margareta mit einem Palmzweig zeigt, befindet sich in der Sammlung des Louvre in Paris.
Kontext
Gemalt um 1518 in Raphaels letzten Lebensjahren, reflektiert *Saint Margaret and the Dragon* die Bewegung der Hochrenaissance und die anhaltende mittelalterliche Popularität der Heiligen Margareta von Antiochia. Obwohl das Werk traditionell Raphael zugeschrieben wird, ordnet die moderne Forschung die Vorzeichnung meist dem Meister zu und die Ausführung seinem Schüler Giulio Romano, wobei einige Kritiker Einflüsse von Leonardo da Vincis *Leda* feststellen. Die kunsthistorische Bedeutung des Werkes wird durch seine prominente Präsenz in der Sammlung des Erzherzogs Leopold Wilhelm untermauert, wo es in David Teniers dem Jüngeren *Theatrum Pictorium* vertreten war und in Porträts als geschätztes, mit einem Tuch verhängtes Stück dargestellt wurde. Obwohl Kritiker des 19. Jahrhunderts häufig die Echtheit der Signatur in Frage stellten und entweder die Louvre-Fassung bevorzugten oder das Werk allein Giulio Romano zuschrieben, bleibt das Wiener Gemälde ein Schlüsselbeispiel für die Werkstattproduktion Raphaels und die Weitergabe seiner Entwürfe.
Nachwirkung
Das Gemälde nahm innerhalb der Sammlung des Erzherzogs Leopold Wilhelm in Brüssel einen hervorragenden Platz ein, was sich in den Porträts dieser Galerie durch David Teniers den Jüngeren widerspiegelt. In Teniers' Darstellung, die sich heute im Prado befindet, erscheint die Leinwand Raphaels im Vordergrund als das dem Erzherzog am nächsten stehende Bild und das einzige, das mit einem Tuch verhüllt ist, einer Konvention, die den wertvollsten Werken vorbehalten war. Teniers fertigte zudem eine verkleinerte Kopie an, die sich heute in Glasgow befindet und als Vorlage für den Stich von Jan van Troyen diente, der im *Theatrum Pictorium* enthalten war, der 1660 veröffentlichten Publikation, die die italienischen Bestände des Erzherzogs bekannt machte.
Trotz dieses früheren Prestiges bezweifelten Kritiker des neunzehnten Jahrhunderts die Urheberschaft Raphaels und schrieben die Ausführung im Allgemeinen Giulio Romano zu, teilweise in Zusammenarbeit mit Luca Penni. Jean-Pierre Cuzin, der die Louvre-Fassung bevorzugte, schrieb nur die Vorzeichnung Raphael zu und wies dabei auf Einflüsse von Leonardos *Leda* hin.
Artist & collection
Artist
Raphael was born Raffaello Sanzio in Urbino on April 6, 1483, the son of Giovanni Santi, a painter and poet attached to the ducal court.














