Artwork

Figures in a Courtyard behind a House

Figures in a Courtyard behind a House, by Pieter de Hooch, oil, 1663
Figures in a Courtyard behind a House, by Pieter de Hooch, oil, 1663

Figures in a Courtyard behind a House is an oil painting by the Dutch Golden Age artist Pieter de Hooch. It dates from 1663 and is held in the collection of the Rijksmuseum.

About this work

Sujet und Bedeutung

Das Gemälde zeigt eine häusliche Szene im Innenhof eines Privathauses, in der ein Mann und eine Frau an einem Tisch sitzen, wobei die Frau eine Zitrone in ein Weinglas presst und der Mann eine Pfeife hält, beobachtet von einer älteren Frau, die ein Bierglas trägt, und einer Dienstmagd, die einen Messingtopf putzt; die Komposition umfasst ein Haus mit rotem Dach, weiße Pilaster, eine Hecke und Bäume, was das alltägliche Leben der Mittelschicht im Goldenen Zeitalter der Niederlande widerspiegelt und ruhige Intimität sowie häusliche Ordnung betont

Technik und Stil

Die Palette bleibt zurückhaltend und kühl, mit silbrigen Grautönen und weichen Ockern, die das sonnenbeschienene Mauerwerk und die Schattenbereiche modulieren.

Ausgeführt in Öl auf Leinwand im Jahr 1663, misst das Werk 60 cm in der Höhe und 45,7 cm in der Breite. De Hoochs Malweise betont kontrolliertes, gleichmäßig diffuses Tageslicht, das das kleine Backsteinhaus mit weißen Pilastern und die Figuren mit ruhiger Präzision modelliert, während eine geometrische Komposition den Hofraum durch sich zurückziehende Ebenen und planare Ausrichtungen organisiert.

Die Palette bleibt zurückhaltend und kühl, mit silbrigen Grautönen und weichen Ockern, die das sonnenbeschienene Mauerwerk und die Schattenbereiche modulieren. Die Figuren sind mit sanften Übergängen wiedergegeben, die die Textur von Satin und Leinen ohne aufträgliche Impastotechnik einfangen, und die gemessene Raumtiefe der Szene wird durch die sorgfältig beobachteten orthogonalen Fugen des Backsteinmauerwerks sowie die Ausrichtung des Holzzauns und des Gartentors unterstrichen.

Geschichte und Provenienz

Pieter de Hooch führte dieses Ölgemälde auf Leinwand im Jahr 1663 aus, kurz nach seinem Umzug von Delft nach Amsterdam. Das Gemälde trägt die Signatur "P D HOOG" auf einer Bank links. Im 19. Jahrhundert importierte der Händler Chaplin das Stück nach England, wo es bis 1832 in die Sammlung O'Niel gelangte.

Im Jahr 1834 erwarb der Bankier und Sammler Adriaan van der Hoop das Werk für 2.600 Gulden. Nach seinem Tod im Jahr 1854 vermachte Van der Hoop seine umfangreiche Sammlung der Stadt Amsterdam. Zunächst im eigens dafür errichteten Museum Van der Hoop ausgestellt, wurde das Gemälde 1885 als Leihgabe an das Rijksmuseum übergeben, wo es bis heute zum Bestand des Amsterdam Museum gehört.

Das Gemälde ist Teil der Sammlung des Amsterdam Museum, nachdem es Adriaan van der Hoop der Stadt Amsterdam bei seinem Tod im Jahr 1854 vermacht hatte. Es war bis 1885 im eigens errichteten Museum Van der Hoop untergebracht, danach wurde die Sammlung als Leihgabe an das Rijksmuseum in Amsterdam überführt, wo das Werk derzeit in der Ehrengalerie ausgestellt ist. Im Katalog des Rijksmuseum von 1903 wurde das Stück als Nummer 1251 verzeichnet, nachdem es zuvor die Nummer 686 trug.

Bevor es 1842 in die Sammlung Van der Hoop gelangte, war das Kunstwerk 1832 in der Sammlung O'Niel dokumentiert und von dem Händler Chaplin nach England importiert worden. Das Werk wurde 1910 auch von Cornelis Hofstede de Groot in seinem Werkverzeichnis beschrieben.

Kontext

Entstanden um 1663-1665, gilt Figures in a Courtyard behind a House als bedeutendes Beispiel der Genremalerei des Goldenen Zeitalters der Niederlande. Der Kunsthistoriker Cornelis Hofstede de Groot katalogisierte das Werk 1910 und beschrieb es als schönes frühes Stück, das von brillantem Nachmittagssonnenschein geprägt sei. Die wissenschaftliche Analyse ordnet das Gemälde in den Übergang des Künstlers von Delft nach Amsterdam ein und weist auf seine klare, kühle Palette und geometrische Komposition als typisch für diese Periode hin. Das Werk zeigt Pieter de Hoochs Auseinandersetzung mit Zeitgenossen wie Gerard ter Borch, insbesondere in der Darstellung einer Frau von hinten gesehen und dem spezifischen Motiv des Zitronenauspressens in den Wein. Diese Elemente spiegeln breitere kulturelle Interpretationen des 17. Jahrhunderts bezüglich Liebe und Zurückhaltung wider. Das Gemälde wird derzeit in der Hauptgalerie des Rijksmuseum als Teil des Vermächtnisses von Adriaan van der Hoop ausgestellt.

Nachwirkung

Das Gemälde wurde als Schlüsselbeispiel häuslicher Genreszenen des Goldenen Zeitalters der Niederlande anerkannt und beeinflusste spätere Interpretationen von Innen- und Hofraum in der europäischen Kunst. Seine kompositorischen Strategien, insbesondere die Verwendung offener architektonischer Settings zur Rahmung intimer menschlicher Interaktionen, wurden in wissenschaftlichen Studien zur visuellen Narration des 17. Jahrhunderts zitiert. Die Provenienz durch die Sammlung von Adriaan van der Hoop und dessen Vermächtnis an das Rijksmuseum haben zur Prominenz des Werkes in den Ausstellungen niederländischer Malerei beigetragen. Die Dokumentation durch Hofstede de Groot im Jahr 1910 und nachfolgende Erwähnungen in bedeutenden Publikationen haben seine dokumentierte Nachwirkung fest verankert.

Scene in a Courtyard
Scene in a Courtyard, Ludolf de Jongh

Artist & collection

Portrait of Pieter de Hooch

Artist

Pieter de Hooch

Pieter Hendricksz. de Hooch (Dutch:; also spelled Hoogh or Hooghe; bapt. 20 December 1629 – after 1683), was a Dutch Golden Age painter famous for his genre works of quiet domestic scenes with an open doorway. He was a…

Rijksmuseum

Museum

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