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Madonna vom Granatapfel

Madonna vom Granatapfel, by Sandro Botticelli, tempera, 1494
Madonna vom Granatapfel, by Sandro Botticelli, tempera, 1494

Madonna vom Granatapfel is a tempera painting by the High Renaissance artist Sandro Botticelli. It dates from 1494 and is held in the collection of the Uffizi Gallery.

About this work

Thema und Bedeutung

Darüber hinaus steht der Granatapfel für Fruchtbarkeit, Fülle und die Einheit der Kirche, da seine vielen Kerne in einer einzigen Schale vereint sind.

Das Gemälde zeigt die Jungfrau Maria, die das Jesuskind hält, umgeben von sechs Engeln, die symmetrisch angeordnet sind. Die zentralen Figuren halten gemeinsam eine aufgeschnittene Granatapfel, ein zentrales ikonografisches Element. Die roten Kerne der Frucht symbolisieren das Blut von Christi Leiden und deuten sein zukünftiges Leiden und seine Auferstehung an. Darüber hinaus steht der Granatapfel für Fruchtbarkeit, Fülle und die Einheit der Kirche, da seine vielen Kerne in einer einzigen Schale vereint sind. Die Engel flankieren das Paar mit weißen Lilien und Girlanden aus roten und weißen Rosen; letztere verweisen auf den Rosenkranz und Marias Reinheit, während die roten Rosen ebenfalls auf das Leiden Christi anspielen. Die melancholischen Ausdrücke auf den Gesichtern von Maria und Jesus erinnern an den Schmerz und die Qual, die das Kind erleiden wird, ein Thema, das als Mater Dolorosa bekannt ist. Ein goldener Lichtschein geht von oben aus und symbolisiert die göttliche Gnade.

Technik und Stil

Die Madonna vom Granatapfel wurde in Tempera auf Holz gemalt und hat die Form eines Tondo, einer kreisförmigen Komposition mit einem Durchmesser von 143,5 cm (Quellen 2, 5, 6). Botticelli begann mit einer sorgfältigen Freihand-Vorzeichnung in Kohle auf der vorbereiteten Tafel, bevor er die Farben auftrug (Quelle 3). Eine wichtige technische Innovation des Werks ist die Verwendung von Tempera grassa, bei der Eigelb mit Öl modifiziert wurde, um ein transparenteres Medium zu erhalten (Quelle 3).

Die Hauttöne werden durch dünne, deckende Schichten aufgebaut, wobei halbtransparente Lagen aus Weiß, Ocker, Zinnober und roten Lacken übereinandergelegt werden, um blasse, porzellanartige Gesichter zu modellieren, die an Wangen, Nase und Mund mit zartem Rosa berührt sind; das Jesuskind ist mit gesättigteren Zinnober-Lasuren und roten Lackakzenten dargestellt (Quelle 3). Die Komposition ist streng symmetrisch, mit drei Engeln auf jeder Seite der zentralen Jungfrau, und wird durch vertikale Strahlen goldenen Lichts vereinheitlicht, die von einer ovalen Aureole über den Figuren ausgehen (Quellen 3, 4, 6). Das Gemälde befindet sich noch in seinem ursprünglichen geschnitzten Holzrahmen, der auf azurblauem Grund vergoldete Lilien zeigt (Quelle 4).

Geschichte und Provenienz

Die Madonna vom Granatapfel wurde 1487 von Sandro Botticelli als Tempera auf Holz gemalt. Laut einer von Milanesi dokumentierten Zahlungsbeleg beauftragte der Magistrato dei Massai di Camera, eine Verwaltungsbehörde der Florentiner Republik, 1487 einen Tondo mit der Darstellung von Mutter und Kind, um den Saal der Audienzen im Palazzo Vecchio zu schmücken. Die Identifizierung dieses Auftrags mit dem vorliegenden Gemälde erfolgte 1908 durch den Kunsthistoriker Herbert Percy Horne, der am ursprünglichen geschnitzten Rahmen, der der Werkstatt von Giuliano da Sangallo zugeschrieben wird, die französischen Lilien auf azurblauem Grund erkannte, was auf eine öffentliche Darstellung hindeutet, die die Medici-Allianz mit Frankreich feierte. Das ursprüngliche Zahlungsbeleg wurde nicht gefunden, was einige Gelehrte dazu veranlasste, alternative Datierungen vorzuschlagen, die von vor 1480 bis nach Botticellis Rückkehr aus Rom um 1482 reichen. Das Gemälde ist erstmals im 17. Jahrhundert als Teil der Sammlung des Kardinals Leopoldo de' Medici sicher dokumentiert. Nach dessen Tod im Jahr 1675 ging es in die Sammlung der Großherzöge der Toskana über und wurde 1780 in die Uffizi-Galerie überführt, wo es sich noch heute befindet. Die Madonna vom Granatapfel wird in der Uffizi-Galerie in Florenz aufbewahrt, wo sie seit 1780 Teil der Sammlung ist. Vor dieser Überführung gehörte das Werk im 17. Jahrhundert dem Kardinal Leopoldo de' Medici und ging nach dessen Tod im Jahr 1675 in den Besitz der toskanischen Großherzöge über. Das Gemälde ist in seinem ursprünglichen geschnitzten Holzrahmen erhalten, der goldene Lilien auf blauem Grund zeigt. Historische Aufzeichnungen deuten darauf hin, dass das Werk 1487 von den Magistern der Massai di Camera für ihren Audienzsaal in Auftrag gegeben wurde, der sich möglicherweise im Palazzo Vecchio oder im Palazzo del Bargello befand. Diese Identifizierung stützt sich auf eine Zahlungsbeleg von 1487 und eine Analyse der Heraldik des Rahmens durch den Kunsthistoriker Herbert Percy Horne im Jahr 1908.

Kontext

Gelehrte verorten die Madonna vom Granatapfel in Botticellis reifer florentinischer Phase und verbinden den Auftrag von 1487 für die Massai di Camera der Republik mit einer bürgerlichen Ikonografie, die Gnade und Gerechtigkeit verknüpft. Die formale Strenge des Tondo, die symmetrischen Engel, das gemessene Licht und die Technik der Tempera grassa spiegeln die Assimilation anatomischer Untersuchungen und zeitgenössischer Atelierpraxis durch den Künstler wider, während seine öffentliche Aufstellung im Audienzsaal den Granatapfel der Jungfrau als Zeichen von Christi Leiden und Auferstehung rahmte. Kopien in Berlin, London und Lyon bezeugen seine pädagogische Verbreitung, und die spätere Rezeption betonte sein zurückhaltendes Pathos sowie die französischen Lilien des heraldischen Rahmens, was die diplomatische Symbolik der Medici unterstrich.

Nachwirkung

Die Madonna vom Granatapfel wurde weithin als eines der berühmtesten Marienbilder Botticellis anerkannt. Ihr symmetrisches Tondo-Format und die verfeinerte Anwendung der Tempera grassa wurden zu einem Maßstab für spätere florentinische Maler, die im 16. Jahrhundert zahlreiche Werkstattkopien und Varianten anfertigten, darunter Kopien, die sich heute in Berlin, London und Lyon befinden.

Im 17. Jahrhundert gelangte das Gemälde in die Sammlungen der Medici und ist seit 1780 in den Uffizi, was seinen Status als kanonisches florentinisches Renaissance-Ikone festigte. Kunsthistoriker wie Herbert Percy Horne identifizierten seinen öffentlichen Auftrag für den Audienzsaal der Florentiner Republik und unterstrichen damit seine emblematische Rolle in der bürgerlichen und religiösen Ikonografie. Sein heraldischer Rahmen mit französischen Lilien, die mit der Medici-Diplomatie verbunden waren, verknüpfte das Werk weiter mit bürgerlicher Tugend und Gerechtigkeit, Themen, die in späteren Darstellungen bürgerlicher Madonnen widerhallten.

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Artist & collection

Portrait of Sandro Botticelli

Artist

Sandro Botticelli

Alessandro di Mariano di Vanni Filipepi, better known as Sandro Botticelli or simply Botticelli, was an Italian painter of the Early Renaissance.

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