Artwork
Portrait of Clarissa Strozzi

Portrait of Clarissa Strozzi is an oil painting by the Mannerist artist Titian. It dates from 1542 and is held in the collection of the Gemäldegalerie Berlin.
About this work
Thema und Bedeutung
Der Hund dient sowohl als Symbol der Treue als auch als Quelle emotionaler Geborgenheit für das Kind.
Das Gemälde zeigt Clarissa (oder Clarice) Strozzi, ein junges Mädchen aus der alten florentinischen Familie Strozzi, Tochter von Roberto Strozzi und Maddalena di Pierfrancesco de' Medici, die von 1540 bis 1542 im Exil in Venedig lebte. Sie wirkt leicht erschrocken oder überrascht, ihre Aufmerksamkeit scheint von etwas außerhalb des Bildrahmens gefesselt, und sie hält ihren kleinen Phalène-Hund fest oder zieht ihn näher an sich heran, als suchte sie Schutz, während sie ihm zugleich Nahrung anbietet.
Der Hund dient sowohl als Symbol der Treue als auch als Quelle emotionaler Geborgenheit für das Kind. Die Bedeutung des Porträts beruht maßgeblich auf seiner gefeierten koloristischen Leistung, insbesondere der Kombination aus Karminrot, Blau und Goldgelb, was einige dazu veranlasst hat, es zu den besten Kinderporträts der Welt zu zählen. Das Werk stellt zudem ein bemerkenswertes Beispiel für das Staatsporträt eines Kindes dar und diente später als Inspiration für Gemälde des flämischen Künstlers Anthony van Dyck.
Technik und Stil
Das 1542 ausgeführte Werk ist ein Ölgemälde auf Leinwand mit den Maßen 115 mal 98 Zentimeter. Es gehört zur venezianischen Schule und zeichnet sich durch eine ausgewogene Farbkombination aus. Der formale Stil ist durch eine spezifische Palette gekennzeichnet, die Karminrot, Blau und Goldgelb vereint, was zu seinem Ruf als eines der schönsten existierenden Kinderporträts beiträgt. Die Handhabung des Mediums fängt den leicht erschrockenen Ausdruck des Subjekts ein, das sich zum Schutz an einen kleinen Phalène-Hund klammert. Dieser Ansatz, ein abgelenktes Kind darzustellen, gilt als Vorläufer, der spätere Werke von Anthony van Dyck inspirierte.
Geschichte und Provenienz
Das Werk wurde 1542 in Venedig für Clarissa Strozzi gemalt, ein Mitglied einer prominenten florentinischen Exilfamilie, die in diesem Zeitraum in der Stadt residierte. Kurz nach seiner Entstehung gelangte es in die Sammlung der Gemäldegalerie Berlin und verblieb dort kontinuierlich, wo es einen Kernbestand der venezianischen Renaissanceporträts des Museums bildet. Das Gemälde wurde als Ölgemälde auf Leinwand von Tizian ausgeführt und zeigt Clarissa Strozzi zusammen mit einem kleinen Hund; es wurde im selben Jahr wie ein weiteres dokumentiertes Porträt von Ranuccio Farnese vollendet.
Das Gemälde befindet sich in der Gemäldegalerie Berlin, wo es als Tizians Porträt der Clarissa Strozzi (1542) inventarisiert ist.
Es wurde in wichtigen Tizian-Ausstellungen gezeigt, darunter die Präsentation Titian, Titian and the Renaissance in Venice im Jahr 2007 in Venedig.
Kontext
Das Porträt wird in der Forschung weithin als kanonisches Beispiel für Tizians reifen venezianischen Stil und dessen psychologische Nuancierung in der Kinderporträtmalerei zitiert. Kommentatoren heben wiederholt seine Farbharmonie, Karminrot, tiefes Blau und Goldgelb, als entscheidend für seinen Ruhm hervor und betonen, wie die Palette eine private Auftragsarbeit zu einem Paradigma bildlicher Schönheit erhebt. Das Zusammenspiel zwischen Clarissas zurückhaltendem Ausdruck und dem kleinen Hund, den sie umarmt, wurde als Emblem sowohl des aristokratischen Status als auch der psychologischen Tiefe gedeutet, eine Synthese, die spätere flämische Darstellungen der Kindheit durch Anthony van Dyck beeinflusste. Die Rezeption des Gemäldes beruht zudem auf seinem dualen Status als persönliches Dokument und öffentliche Aussage: Clarissa Strozzi's florentinische Abstammung und das Exil ihrer Familie in Venedig von 1540 bis 1542 verorten das Werk innerhalb der politischen und kulturellen Netzwerke Italiens der Mitte des sechzehnten Jahrhunderts.
Vermächtnis
Die feine Farbharmonie des Gemäldes, Karminrot, tiefes Blau und Goldgelb, wurde in modernen Quellen wiederholt als Paradigma der Kinderporträtmalerei zitiert und beeinflusste spätere Künstler des Nordens, die nach venezianischer chromatischer Raffinesse strebten. Anthony van Dyck wird in mehreren Berichten speziell als Künstler genannt, der sich bei der Darstellung junger Modelle von Tizians Komposition und Palette inspirieren ließ, wodurch die Berliner Leinwand mit der flämischen Porträtmalerei des frühen siebzehnten Jahrhunderts verbunden wird.
Artist & collection
Artist
Tiziano Vecellio (Italian:; c. 1488/1490 – 27 August 1576), Latinized as Titianus, hence known in English as Titian ( TISH-ən), was an Italian Renaissance painter. The most important artist of Renaissance Venetian…


















