Artwork

Portrait of a Lady known as Esmeralda Brandini

Portrait of a Lady known as Esmeralda Brandini, by Sandro Botticelli, tempera, 1470
Portrait of a Lady known as Esmeralda Brandini, by Sandro Botticelli, tempera, 1470

Portrait of a Lady known as Esmeralda Brandini is a tempera painting by the Early Renaissance artist Sandro Botticelli. It dates from 1470 and is held in the collection of the Victoria and Albert Museum.

About this work

Sujet und Bedeutung

Das Werk zeigt Esmeralda Donati Brandini, die durch eine Inschrift auf der Fensterbank als Ehefrau von Viviano Brandini und Grossmutter des Bildhauers Baccio Bandinelli identifiziert wird, wobei die Inschrift jedoch als wahrscheinlich apokryph gilt. Das Gemälde stellt einen bedeutsamen Bruch mit der Tradition dar, da es das erste bekannte Florentiner Porträt ist, das eine Dreiviertelpose anstelle der üblichen Profildarstellung verwendet und damit ein neues Gefühl von Bewegung und direkter Auseinandersetzung mit dem Betrachter einführt. Die Dargestellte hält ein Bündel feiner Leinwand, während ihre Kleidung ein Guarnello umfasst, ein durchscheinendes Überkleid, das historisch mit der Schwangerschaft oder der Wochenbettzeit assoziiert wurde. Ihr Ausdruck ist von melancholischer Nachdenklichkeit geprägt, und ihre physischen Merkmale wie die hohe Stirn und das längliche Kinn sind in einem verfeinerten, nicht deskriptiven Stil wiedergegeben, der typisch für die frühe Schaffensphase des Künstlers ist.

Technik und Stil

Das Werk ist ein Temperagemälde auf Holztafel mit einer Höhe von 65,7 cm und einer Breite von 41 cm, das in die 1470er Jahre datiert wird.

Das Werk ist ein Temperagemälde auf Holztafel mit einer Höhe von 65,7 cm und einer Breite von 41 cm, das in die 1470er Jahre datiert wird. Es zeigt eine als Esmeralda Brandini identifizierte Frau, ein Mitglied einer prominenten Florentiner Familie, in Dreiviertelpose mit der Hand auf einem Fensterrahmen, eine Komposition, die als Botticellis Innovation gilt und der Renaissanceporträtmalerei Bewegung einführte. Die Dargestellte trägt ein Guarnello, ein durchscheinendes Sommergewand, und ist in einem Interieur platziert, das von einem Fenster mit Sprossen und einer Holztür gerahmt wird. Stilistisch verkörpert das Porträt die frühe Phase von Botticellis Schaffen, zeigt eine verfeinerte Modellierung des Gesichts und eine zurückhaltende, kontemplative Stimmung, und es bestehen kompositionelle und stilistische Affinitäten zu Werken wie der San Marco Altarpiece und der Adoration of the Magi. Die Zuschreibung erfolgt in erster Linie an Botticelli, gestützt durch stilistische Vergleiche und die kuratorische Beurteilung des Museums, obwohl einige Gelehrte die Mitwirkung eines Assistenten vorgeschlagen haben.

Geschichte und Provenienz

Das als Esmeralda Brandini bekannte Portrait of a Lady ist ein Temperagemälde auf Holztafel, das Sandro Botticelli zugeschrieben wird und um 1470-1475 in Florenz entstand. Es zeigt Esmeralda (Smeralda) Donati Brandini, eine Florentiner Adlige, die durch eine Inschrift auf der Fensterbank in Bezug auf ihre Abstammung als Ehefrau von Viviano Brandini, Mutter des Goldschmieds Michelangelo de Viviano de Brandini und Grossmutter des Bildhauers Baccio Bandinelli identifiziert wird. Archivalische Aufzeichnungen zeigen, dass sie 1469 30 Jahre alt war. Das Werk befand sich 1805 bereits in der Sammlung Pourtalès Gorgier in Paris, wurde 1865 für 3.400 Francs verkauft und 1867 durch Charles Augustus Howell von Dante Gabriel Rossetti erworben. Es gelangte 1901 durch Vermächtnis von Constantine Alexander Ionides, der es in den 1880er Jahren von Rossetti gekauft hatte, ins Victoria and Albert Museum. Das Gemälde wurde später im Ausstellungskatalog von 1866 vorgestellt und in Rossettis Gedicht 'For Spring' erwähnt. Die Zuschreibung wurde diskutiert, wobei einige Kritiker vorschlugen, es sei von einem Assistenten unter Botticellis Einfluss ausgeführt worden, der als 'Amico di Sandro' bezeichnet wurde, obwohl das V&A die Autorschaft Botticellis vertritt. Die stilistische Analyse hebt seine innovative Dreiviertelpose hervor, die einen Wandel von traditionellen Profildarstellungen Renaissancezeitlicher Frauen markiert, und seinen Einfluss auf spätere Werke wie Leonardos 'Guaranello' in der 'Mona Lisa'. Das Porträt misst 65,7 cm in der Höhe und 41 cm in der Breite und befindet sich in Raum 64 der Abteilung für Drucke, Zeichnungen und Gemälde des V&A. Das als Esmeralda Brandini bekannte Portrait of a Lady befindet sich im Victoria and Albert Museum, London, wo es unter der Zugangsnummer CAI.100 verzeichnet ist. Seine Provenienz beginnt 1805 mit Comte James de Pourtalès Gorgier in Paris, wurde 1865 für 3.400 Francs verkauft und gelangte 1867 in die Sammlung von Dante Gabriel Rossetti, bevor es 1901 durch Constantine Alexander Ionides dem Museum vermacht wurde. Das Werk wurde in den Ausstellungen The Renaissance Portrait. From Donatello to Bellini, Florence and its Painters: From Giotto to Leonardo da Vinci und Botticelli Reimagined gezeigt.

Kontext

Das als Esmeralda Brandini bekannte Portrait of a Lady gilt als bahnbrechendes Beispiel frührenaissancezeitlicher Porträtmalerei, bekannt für seine innovative Dreiviertelpose, die mit traditionellen Profilkonventionen brach und spätere Künstler beeinflusste. Kunsthistoriker heben seine stilistische Bedeutung und seine Rolle bei der Identifizierung zeitgenössischer Kleidungsdetails wie dem Guarnello hervor, das später in Werken wie der Mona Lisa widerhallte. Die Provenienz des Werks lässt sich auf James de Pourtalès Gorgier zurückführen, den Verkauf 1865, den Erwerb durch Rossetti und das Vermächtnis an das V&A 1901, wobei die anhaltende wissenschaftliche Debatte über seine Zuschreibung an Botticelli versus einen Assistenten seinen komplexen Platz in der Kunstgeschichte widerspiegelt.

Nachwirkung

Das Porträt gilt als frühes Beispiel der Dreiviertelpose in der Florentiner Porträtmalerei, eine kompositorische Innovation, die spätere Künstler beeinflusste und Gelehrten half, Details in Werken wie der Mona Lisa zu identifizieren. Seine stilistischen Verbindungen zu anderen Werken Botticellis, insbesondere der Virgin of the Eucharist und dem Saint Ambrose Altarpiece, unterlegen seine allgemeine Zuschreibung an Botticelli, obwohl Kunsthistoriker die anhaltende Debatte über die Mitwirkung seiner Werkstatt anerkennen. Die Provenienz des Werks lässt sich von seinem 1805 dokumentierten Erscheinen in der Sammlung von James de Pourtalès Gorgier über Verkäufe 1865 und 1867 bis zu seinem Erwerb durch das Victoria and Albert Museum 1901 durch Constantine Alexander Ionides zurückverfolgen. Dante Gabriel Rossetti besass das Gemälde in den 1860er und 1880er Jahren und bezog sich in seinen Schriften auf es sowie auf kleinere Eingriffe. Die Darstellung von Esmeralda Brandini, identifiziert durch eine Inschrift und archivalische Aufzeichnungen ihrer Familienabstammung, hat zu Diskussionen über Renaissanceporträtmalerei und Geschlechterrollen beigetragen.

Portrait of a Lady
Portrait of a Lady, Filippo Lippi

Artist & collection

Portrait of Sandro Botticelli

Artist

Sandro Botticelli

Alessandro di Mariano di Vanni Filipepi, better known as Sandro Botticelli or simply Botticelli, was an Italian painter of the Early Renaissance.