Artwork

Die Heilige Sippe

Die Heilige Sippe, by Unknown, oil, 1498
Die Heilige Sippe, by Unknown, oil, 1498

Die Heilige Sippe is an oil painting by the Northern Renaissance artist Unknown. It dates from 1498 and is held in the collection of the Rijksmuseum.

About this work

Sujet und Bedeutung

Die Heilige Sippe zeigt die Jungfrau Maria mit dem Jesuskind in der Mitte, flankiert von der heiligen Elisabeth und dem jungen Johannes dem Täufer.

Die Heilige Sippe zeigt die Jungfrau Maria mit dem Jesuskind in der Mitte, flankiert von der heiligen Elisabeth und dem jungen Johannes dem Täufer. Die heilige Anna hält links ein Buch, während ihr Mann Joachim hinter ihr steht, und der heilige Josef reicht seiner Frau eine Lilie. Drei junge Cousins der Säuglinge, später identifiziert als die zukünftigen Jünger Simon, Jakobus und Johannes, gießen Wein in einen Kelch als Symbol für die Eucharistie, und eine Skulptur der Opferung Isaaks durch Abraham erscheint auf einem Altar als Darstellung von Gottes Opfer Jesu. Eine Figur des Judas Thaddäus zündet Kerzen am Chorgitter an, und zwei weitere Ehemänner der heiligen Anna, Väter anderer Marias, sind hinter der heiligen Elisabeth positioniert. Die Komposition verbindet theologische Symbolik von Verwandtschaft, Opfer und Sakrament innerhalb eines religiösen Erzählzusammenhangs.

Technik und Stil

Die Heilige Sippe ist ein Ölgemälde auf Eichenholztafel, das um 1495 entstand. Das Werk zeigt die Jungfrau Maria und das Kind, flankiert von der heiligen Elisabeth und dem Jesuskind Johannes dem Täufer, wobei die heilige Anna ein Buch hält und der heilige Joachim hinter ihr steht, während der heilige Josef eine Lilie als Symbol der Unbefleckten Empfängnis darreicht. Drei junge Cousins der Säuglinge, später identifiziert als die zukünftigen Jünger Simon, Jakobus und Johannes, gießen in der Mitte Wein in einen Kelch, eine visuelle Anspielung auf die Eucharistie, und eine Skulptur der Opferung Isaaks durch Abraham erscheint auf einem Altar hinter ihnen als Symbol für Gottes Opfer seines Sohnes. Die Tafel misst 137,2 cm in der Höhe und 105,8 cm in der Breite. Das Gemälde wurde in Haarlem in einer Werkstatt geschaffen, die mit Geertgen tot Sint Jans in Verbindung steht, und befindet sich heute im Rijksmuseum. Sein Zustand wurde sorgfältig gepflegt, einschließlich einer Restaurierung von zwölf Zentimetern Wasserschaden an der unteren Kante zwischen 1983 und 2000.

Geschichte und Provenienz

Um 1495 in der Werkstatt von Geertgen tot Sint Jans in Haarlem entstanden, stammt dieses Ölgemälde auf Eichenholztafel wahrscheinlich ursprünglich als Altarbild für eine nicht näher bezeichnete Kirche, wobei die Commanderie van Sint-Jan oft vermutet wird aufgrund des Wohnsitzes des Künstlers dort. Die dokumentierte Besitzkette beginnt mit einem Verkauf in Brüssel 1797. 1808 wurde das Werk unter der Zuschreibung an Jan und Hubert van Eyck erworben, erst 1888 wurde es korrekt als Werk des Haarlemer Meisters identifiziert. Frühere Besitzer umfassen Pieter Joseph Thijs und Gerrit van der Pot. Während historische Aufzeichnungen den Tod Geertgens zwischen 1486 und 1492 datieren, deutet moderne dendrochronologische Analyse darauf hin, dass das für die Tafel verwendete Holz frühestens 1496 datiert.

Die Heilige Sippe befindet sich in der Sammlung des Rijksmuseum in Amsterdam. Ihre Museumsinventarnummer lautet SK-A-500. Die dokumentierte Provenienz des Werkes beginnt mit einem Verkauf in Brüssel 1797, danach wurde es 1808 vom Museum erworben, zunächst Jan und Hubert van Eyck zugeschrieben, bevor es 1888 korrekt als Werk des Haarlemer Meisters identifiziert wurde.

Was seine Ausstellungsgeschichte betrifft, so wurde das Gemälde in allen Highlights of the Rijksmuseum-Katalogen seit seiner Erwerbung vorgestellt. Es war Gegenstand einer spezifischen Mini-Ausstellung nach einer umfassenden Restaurierungskampagne, die von 1983 bis 2000 dauerte, während der Restauratoren zwölf Zentimeter Wasserschaden am unteren Rand der Tafel reparierten.

Kontext

Die Rezeption des Gemäldes verschob sich deutlich nach seiner Erwerbung durch das Rijksmuseum 1808, als es zunächst Jan und Hubert van Eyck zugeschrieben wurde, erst 1888 wurde es korrekt als Werk in Verbindung mit Geertgen tot Sint Jans' Haarlemer Kreis identifiziert. Seitdem gilt es als ein Schlüsselbeispiel spätniederländischer religiöser Kunst des späten 15. Jahrhunderts. Die wissenschaftliche Debatte konzentriert sich auf Datierung und Autorschaft. Dendrochronologische Analysen deuten darauf hin, dass die Eiche für die Tafel um 1496 gefällt wurde, später als Geertgens dokumentierter Tod um 1486-1492, was auf eine Werkstattproduktion hinweist. Technische und stilistische Vergleiche verbinden die Komposition und den gefliesten Boden mit Albert van Ouwaters Lazarus und mit Werken des Meisters von Alkmaar, was es in das künstlerische Milieu Haarlems einordnet.

Holy Kinship
Holy Kinship, Derick Baegert

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