Artwork
Francisco Pacheco

Francisco Pacheco is an oil painting by the Early Baroque Italian artist Diego Velázquez. It dates from 1620 and is held in the collection of the Museo del Prado.
About this work
Sujet und Bedeutung
Das Porträt zeigt einen Mann im Brustbild vor neutralem Hintergrund, gekleidet in einem schwarzen Wams und einem großen, plissierten Spitzenkragen, bekannt als Gorguera oder Lechuguilla, ein Stil, der ab 1623 unter die Kleiderordnung fiel. Der Dargestellte wird traditionell mit Francisco Pacheco, Velázquez' Meister und Schwiegervater, identifiziert, eine Hypothese, die erstmals Allende-Salazar 1625 aufstellte und die Javier Portús 1999 aufgrund stilistischer Ähnlichkeiten mit Pachecos dokumentiertem Selbstbildnis in Das Jüngste Gericht in Castres wieder aufgriff. Das Prado stimmte dieser Deutung zu und wies auf Übereinstimmungen mit Pachecos Beschreibung seines eigenen Erscheinungsbildes in seinem Traktat Kunst der Malerei hin, doch einige Gelehrte, darunter Jonathan Brown, bleiben skeptisch, da Pacheco ein solches Porträt seines Schwiegersohns nirgends erwähnt. Die Ikonographie des Gemäldes folgt den zeitgenössischen Konventionen der Eliteporträts männlicher Personen, die durch schlichte Kleidung und würdevolle Frontalität sozialen Stand und Rechtschaffenheit vermitteln.
Technik und Stil
Diese Behandlung ordnet das Werk stilistisch dem Porträt von Luis de Góngora aus derselben Zeit zu.
Das Werk ist in Ölfarbe auf Leinwand ausgeführt und misst etwa 41 mal 36 Zentimeter. Die Komposition folgt den Konventionen des Porträts und zeigt eine Figur im Brustbild in schwarzer Kleidung mit einem großen, plissierten Kragen vor neutralem Hintergrund. Stilistisch setzte der Künstler gezielte Höhepunkte auf die fertige Oberfläche, etwa an der Nasenspitze, eine Technik, die für seine spätere Periode charakteristisch ist. Die Leinwandvorbereitung unterscheidet sich von den Methoden seiner Sevilla-Periode und stimmt nicht ganz mit denen überein, die er nach seinem Umzug nach Madrid anwendete, was auf eine Datierung um 1622 hindeutet. Diese Behandlung ordnet das Werk stilistisch dem Porträt von Luis de Góngora aus derselben Zeit zu.
Geschichte und Provenienz
Das Gemälde entstand vor 1623, dem Jahr, in dem Philipp IV. von Spanien Kleiderordnungen erließ, die den von Männern getragenen großen Kragen verboten, ein Terminus, der sich aus der dargestellten Tracht ergibt. Stilistische und technische Analyse der Leinwandvorbereitung deutet auf eine wahrscheinliche Ausführung um 1622 hin, zwischen Velázquez' erster und zweiter Reise zum Hof, und das Werk wird stilistisch mit dem zeitgleichen Porträt von Luis de Góngora in Verbindung gebracht.
Das Gemälde wurde 1746 im Palacio de la Granja de San Ildefonso inventarisiert, wo es als Werk von Tintoretto aufgezeichnet wurde. Es gelangte 1819 bei der Gründung des Museo del Prado in Madrid in den Besitz des Museums, mittlerweile Velázquez zugeschrieben. Frühere königliche Eigentümer sind für Philipp V. von Spanien belegt, und das Werk durchlief anschließend die Sammlungen von Karl III. und Ferdinand VII. von Spanien, bevor es ins Prado gelangte.
Das Gemälde befindet sich im Museo del Prado in Madrid. Es kam 1819 in die Sammlung des Museums, als die Pinakothek gegründet wurde, wobei das Werk bereits Velázquez zugeschrieben wurde.
Seine frühere Provenienz lässt sich bis zum Palacio de la Granja de San Ildefonso zurückverfolgen, wo es 1746 als Werk von Tintoretto inventarisiert wurde. Davor befand sich das Gemälde im Besitz einer Reihe spanischer Monarchen, darunter Philipp V. von Spanien, Ferdinand VII. von Spanien und Karl III. von Spanien.
Das Werk wurde in "Das goldene Jahrhundert: Das Zeitalter des Velázquez" ausgestellt.
Kontext
Die Forschung zum Gemälde debattiert seit langem die Identität des Dargestellten. Frühe Interpretationen brachten die Figur mit Francisco Pacheco, Velázquez' Schwiegervater, in Verbindung, basierend auf stilistischen Vergleichen und einer Hypothese, die erstmals Allende-Salazar 1625 aufstellte, eine Ansicht, die Javier Portús 1999 unterstützte und das Museo del Prado akzeptierte. Gleichzeitig haben andere Gelehrte wie Jonathan Brown diese Identifikation abgelehnt und das Fehlen dokumentarischer Belege in Pachecos eigenen Schriften angeführt. Das Werk wird im Zusammenhang mit Velázquez' weiterem Umfeld, seinen Hofporträts und seiner technischen Entwicklung zwischen seiner frühen Sevilla-Periode und seiner Ankunft am Madrider Hof diskutiert, wodurch die Leinwand in die Entwicklung der spanischen Porträtmalerei im frühen 17. Jahrhundert eingeordnet wird.
Artist & collection
Artist
Diego Rodríguez de Silva y Velázquez was a Spanish Baroque painter, the leading artist in the court of King Philip IV of Spain and Portugal, and of the Spanish Golden Age.

















