Artwork
St. John on Patmos

St. John on Patmos is an oil painting by the Northern Renaissance artist Hieronymus Bosch. It dates from 1495 and is held in the collection of the Gemäldegalerie Berlin. St.
About this work
Sujet und Bedeutung
Zudem versucht ein kleiner Teufel, Johannes' Federkasten zu stehlen, was die Versuchung des Schreibers oder die Aufzeichnung von Sünden darstellt.
Das Gemälde zeigt den heiligen Johannes den Evangelisten auf der Insel Patmos, wo er die Offenbarung der Apokalypse empfing. Bosch stellt den Heiligen dar, wie er schreibt und dabei zu einer Vision der Jungfrau Maria mit dem Christuskind aufblickt, die auf einer Mondsichel sitzt und von einem Engel angezeigt wird. Die Komposition integriert spezifische Symbole: ein Adler, das traditionelle Attribut des Johannes, erscheint als Vogel im unteren Vordergrund, während ein Tintenfass seine Autorschaft symbolisiert. Eine surreale, halb-dämonische Kreatur mit Insektenkörper und menschlichem Kopf verweist auf die apokalyptische Natur des Textes. Zudem versucht ein kleiner Teufel, Johannes' Federkasten zu stehlen, was die Versuchung des Schreibers oder die Aufzeichnung von Sünden darstellt. Obwohl der Schauplatz traditionell die griechische Insel ist, spiegelt die Landschaft eine niederländische Flusslandschaft wider, die die mystische Vision in einen vertrauten kulturellen Kontext einbettet.
Technik und Stil
Das Gemälde ist in Öl auf Eichenholz ausgeführt und misst 63 cm in der Höhe und 43,3 cm in der Breite. Es zeigt den heiligen Johannes auf der Insel Patmos in einer Komposition, die charakteristisch für die religiöse Kunst der frühen Niederländer ist, mit formalen stilistischen Elementen wie symbolischen Figuren wie dem Pelikan und dem Adler als Darstellung des Johannes, sowie einer auf der Rückseite in Grisaille gemalten Szene mit Passionsdarstellungen und einem Pelikanmotiv. Das Werk wurde wahrscheinlich als Teil eines Polyptychons geschaffen, möglicherweise für den Altar der Lieve-Vrouwe-Broederschap in 's-Hertogenbosch, und spiegelt Boschs Verwendung von symbolischer Erzählung und komplexer Detailführung wider. Die Handhabung des Mediums zeigt seine typische Untergrundvorbereitung und die schichtweise Auftragung, die für die Malpraxis der frühen Niederländer charakteristisch ist.
Der Zustand und die materielle Integrität des Gemäldes werden durch seine beidseitige Ausführung dokumentiert, wobei die Rückseite des Panels Grisaille-Figuren und symbolische Bildsprache aufweist, die mit den Konventionen von Polyptychonen übereinstimmen. Die formale Komposition umfasst eine zentrale Vision des Johannes, der die Offenbarung empfängt, flankiert von Marienbildern und apokalyptischen Symbolen wie Dämonen und Hybridwesen, alles in Öl auf Holz ausgeführt mit der charakteristischen boschschen Aufmerksamkeit für symbolisches Detail und räumliche Komplexität.
Die Technik verwendet Ölfarbe auf Holzträger, wobei die Abmessungen und die materielle Konsistenz des Panels mit Boschs bekannten Arbeitsmethoden im späten 15. Jahrhundert übereinstimmen, einschließlich Unterzeichnungen und lasierender Schichtung, die zur dauerhaften visuellen und strukturellen Integrität des Werkes beitragen.
Geschichte und Provenienz
Die beidseitig bemalte Tafel wird allgemein als oberer Außenflügel der Mariaretabel der Lieve-Vrouwe-Broederschap in der Sint-Janskathedraal in 's-Hertogenbosch anerkannt, die 1477 von Adriaen van Wesel vollendet wurde. Die Dendrochronologie datiert den frühestmöglichen Bemalungszeitpunkt des Eichenholzträgers auf etwa 1489, obwohl die lange Lagerung des Holzes darauf hindeutet, dass die Malerei wahrscheinlich eher um 1495 oder etwas später erfolgte.
Das Werk wurde von Jan van Vladeracken, Schworbruder und Propst der Lieve-Vrouwe-Broederschap, in Auftrag gegeben und könnte Porträts von Mitgliedern unter den Figuren enthalten. Nach der Demontage des Retabels im siebzehnten Jahrhundert gelangte das Panel in englischen Besitz und wurde 1907 von der Gemäldegalerie Berlin von William Fuller-Maitland erworben.
Hieronymus Boschs *St. John on Patmos* befindet sich in der Gemäldegalerie in Berlin, Deutschland. Das Museum erwarb das Panel 1907 von dem Londoner Sammler William Fuller-Maitland. Das Werk wurde 1958 in Amsterdam im Rahmen von *Medieval Art of the Northern Netherlands* ausgestellt und später in der Retrospektive *Jheronimus Bosch* 2001 im Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam gezeigt.
Kontext
Gelehrte diskutieren, ob dieses Panel und sein Gegenstück, St. John the Baptist in the Wilderness, ursprünglich als Flügel für einen Altar in der St. John's Cathedral in 's-Hertogenbosch dienten. Diese Hypothese, erstmals in den 1940er Jahren vorgebracht, erklärt die Grisaille-Malerei auf der Rückseite, ein charakteristisches Merkmal geschlossener Polyptychons. Während die dendrochronologische Analyse ein Entstehungsdatum um 1489 stützt, argumentieren einige Experten für ein späteres Datum um 1495 basierend auf den Holzverbrauchsmustern.
Der Kunsthistoriker Charles de Tolnay verfolgte die Ursprünge der Komposition zurück zu früheren Drucken des Master E.S. und Martin Schongauers. Jos Koldeweij kontextualisierte das Werk weiter innerhalb der Lieve-Vrouwe-Broederschap und wies darauf hin, dass die Darstellung des Johannes auf Patmos das primäre Symbol der Bruderschaft war. Die Trennung des Gemäldes vom ursprünglichen Ensemble erfolgte im 17. Jahrhundert, wobei das Berliner Panel schließlich 1907 von William Fuller-Maitland erworben wurde.
Nachwirkung
Die Paarung von St. John on Patmos mit St. John the Baptist in the Wilderness hat dessen Rezeption als Teilaida eines zerlegten Altars aus der St. John's Cathedral von 's-Hertogenbosch geprägt, eine Hypothese, die durch die Dendrochronologie gestützt wird, die das Eichenholzpanel auf etwa 1489-1495 datiert. Boschs Bildsprache, einschließlich der surreal hybriden "Tytinillus" und der Passionszenen in Grisaille auf der Rückseite, wurde zum Emblem der Lieve-Vrouwe-Broederschap und wiederholte sich in deren Ornaten, Drucken und Kapellenkunst. Die apokalyptische Vision und Ikonografie des Werkes beeinflusste spätere nordische Künstler, insbesondere durch Kupferstiche des Master E.S. und Martin Schongauers, deren Kompositionen Bosch adaptierte. Nach dem Erwerb 1907 durch die Berliner Gemäldegalerie von William Fuller-Maitland wurde das Panel in internationale Ausstellungen präsentiert (Amsterdam, 1958; Rotterdam, 2001) und festigte damit seinen Status innerhalb des Kanons der frühen niederländischen Malerei.
Artist & collection
Artist
Hieronymus Bosch (; Dutch:; born Jheronimus van Aken; c. 1450 – 9 August 1516) was a Dutch painter from Brabant. He is one of the most notable representatives of the Early Netherlandish painting school. His work,…


















