Artwork
Portrait of Pier Maria Rossi di San Secondo

Portrait of Pier Maria Rossi di San Secondo is an oil painting by the Mannerist artist Parmigianino. It dates from 1535 and is held in the collection of the Museo del Prado.
About this work
Sujet und Bedeutung
Eine Statue des Mars, des römischen Kriegsgottes, spiegelt seine kriegerische Haltung wider, während ein antikes Basrelief seine Rolle als Kunstsammler bezeugt.
Das Gemälde zeigt Pier Maria III. de' Rossi, Graf von San Secondo, in einer stolzen, hieratischen Pose, die auf seine militärische Laufbahn anspielt. Seine Hand ruht auf dem Schwertknauf, während sein Blick nach rechts gerichtet ist, idealerweise in Beziehung zum Gegenstückporträt seiner Gemahlin Camilla Gonzaga. Er ist in zeitgenössischer französischer Mode gekleidet, darunter eine pelzgefütterte schwarze Jacke und ein gepolsterter Codpiece, vor einem Hintergrund aus kostbarem Golddamast.
Die umgebende Ikonographie erhellt die persönlichen Interessen und politischen Allianzen des Grafen. Eine Statue des Mars, des römischen Kriegsgottes, spiegelt seine kriegerische Haltung wider, während ein antikes Basrelief seine Rolle als Kunstsammler bezeugt. Im Bild enthaltene Bücher verweisen auf seine literarischen Interessen und seine Korrespondenz mit dem Dichter Pietro Aretino. Ein Band trägt die Inschrift "Imperio", die auf Rossis Dienst für Kaiser Karl V. zum Zeitpunkt der Entstehung hinweist. Im Hintergrund erscheint eine Landschaft mit einer Stadt reich an Monumenten, möglicherweise Rom.
Technik und Stil
Das Werk ist in Ölfarbe auf Holz ausgeführt, misst 133 × 98 cm und ist als Porträtmalerei klassifiziert. Parmigianino zeigt den Grafen stehend vor einem kostbaren Golddamastvorhang, gekleidet in eine lange pelzgefütterte dunkle Jacke und passende Weste über einem weißen Hemd und weißen "französisch geschnittenen" Beinlingen mit gepolstertem Codpiece. Die hieratische Pose, eine Hand auf der Hüfte, die andere auf dem Schwertknauf, vermittelt militärische Haltung, während der Blick des Dargestellten nach rechts, zum Pendantporträt seiner Frau, gerichtet ist. Rechts, jenseits eines Vorhangs, öffnet sich eine Landschaft auf eine stadtähnliche Ansicht reich an Monumenten (idealerweise Rom). Eine Marsstatue mit den für Parmigianinos Stil charakteristischen verlängerten Proportionen spiegelt die Haltung des Grafen wider, begleitet von einem antiken Basrelief, das seine Sammelinteressen signalisiert, und Büchern, die auf seine literarische Korrespondenz mit Pietro Aretino anspielen. Ein Band trägt die Inschrift "Imperio", die auf seinen Dienst für Kaiser Karl V. verweist.
Geschichte und Provenienz
Das Porträt von Pier Maria Rossi di San Secondo wurde von Parmigianino um 1535 anecdote 1539 geschaffen, wie die in seinen Metadaten eingetragene Datierung zeigt und durch stilistische Analyse sowie Archivalien gestützt wird. Es wurde von Pier Maria III. de' Rossi, Graf von San Secondo, in Auftrag gegeben, der seinen militärischen Status und seine Mäzenatentätigkeit widerspiegelt. Das Werk gelangte 1664 durch diplomatische Kanäle in die spanische Königssammlung, im Zusammenhang mit dem territorialen Streit der Rossi mit den Farnese von Parma, ein Prozess, der in Inventaren des königlichen Alcázar von Madrid aus dem 17. Jahrhundert dokumentiert ist, wo es erstmals als Porträt des "Grafen von San Sigundo" verzeichnet wurde. Seine Provenienz lässt sich bis zu den Medici und später zur spanischen Krone zurückverfolgen, mit dokumentierten Besitzwechseln, die mit diesen politischen Verhandlungen verbunden sind. Das Gemälde befindet sich weiterhin im Museo del Prado in Madrid, wo es neben seinem Pendant, dem Porträt von Camilla Gonzaga und ihren drei Söhnen, ausgestellt ist, obwohl die Zuschreibung des letzteren weniger sicher ist. Das Gemälde Porträt von Pier Maria Rossi di San Secondo von Parmigianino befindet sich im Museo del Prado in Madrid, Spanien. Seine Inventarnummer ist in den vorliegenden Quellen nicht angegeben. Das Werk wurde im Inventar des königlichen Alcázar von Madrid von 1686 als Porträt des Grafen von San Segundo verzeichnet. Es gelangte 1664 in die spanische Sammlung, nachdem König Philipp IV. der Rossi-Familie diplomatische Unterstützung gewährt hatte. Das Porträt wird aufgrund des Alters des Dargestellten und Vasaris Bericht über Parmigianinos Aufenthalt am Hof von Pier Maria auf etwa 1535-1539 datiert. Es bildet ein Pendant zum Porträt von Camilla Gonzaga und ihren drei Söhnen, obwohl die Zuschreibung des letzteren unsicher bleibt.
Kontext
Parmigianinos Porträt ist ein bedeutendes Beispiel des italienischen Manierismus und zeigt die für den Künstler charakteristischen verlängerten Formen, besichtbar in der enthaltenen Marsstatuette. Kunsthistoriker wie Giorgio Vasari dokumentierten, dass Parmigianino während der Spannungen in Parma Zuflucht am Hof von Pier Maria fand, eine Notiz, die für die Datierung des Werks entscheidend war. Die Forschung hat sich auf die komplexe Ikonographie des Porträts konzentriert, die die militärische Laufbahn, antiquarischen Interessen und literarischen Verfolgungen des Grafen synthetisiert, während die Inschrift "Imperio" seinen Dienst für Kaiser Karl V. widerspiegelt. Der historische und künstlerische Wert des Gemäldes wird durch die Existenz zahlreicher früher Kopien unterstrichen, von denen einige historisch für Originale gehalten wurden. Darüber hinaus bleibt, während dieses Porträt fest Parmigianino zugeschrieben wird, die Zuschreibung seines Pendants, das Camilla Gonzaga und ihre Kinder zeigt, unter Gelehrten unsicherer.
Nachwirkung
Das Gemälde und sein Pendant inspirierten über die Jahrhunderte zahlreiche alte Kopien. Zwei solcher Kopien, einst in San Secondo aufbewahrt und von dem Gelehrten Ireneo Affò für die Originale gehalten, wurden 1810 von Graf Rossi an Moreau de Saint Méry geschenkt; die Version des Grafenporträts in der Nähe der Marsstatue trägt die Inschrift "Imperio", die in Parmigianinos Original fehlt. Die Identifizierung des Werks mit Pier Maria III. de' Rossi wurde 1896 von Ricci vorgenommen, der den Eintrag des Inventars des königlichen Alcázar von 1686 mit einer Notiz von 1630 des Nachfahren des Dargestellten, Federico I. de' Rossi, in Einklang brachte, die sich an ein Porträt von Parmigianino erinnerte, das auch von Carrari beschrieben wurde. Seine Ankunft in Spanien 1664, erworben durch einen Mittelsmann für Philipp IV. aus der Sammlung des Marchese di Serra, sicherte seinen Platz in den spanischen Königssammlungen, die schließlich an das Museo del Prado übergingen, wo es bis heute eine Schlüsselreferenz für Parmigianinos Porträtkunst und den manieristischen Stil darstellt.
Artist & collection
Artist
Girolamo Francesco Maria Mazzola (11 January 1503 – 24 August 1540), also known as Francesco Mazzola or, more commonly, as Parmigianino (UK: US: Italian:; "the little one from Parma"), was an Italian Mannerist painter…


















