Artwork

Isabella d'Este

Isabella d'Este, by Peter Paul Rubens, oil, 1605
Isabella d'Este, by Peter Paul Rubens, oil, 1605

Isabella d'Este is an oil painting by the Flemish Baroque painting artist Peter Paul Rubens. It dates from 1605 and is held in the collection of the Kunsthistorisches Museum.

About this work

Sujet und Bedeutung

Die Dargestellte wird durch die charakteristische Kopfbedeckung und die mit ihrem Bild verbundenen Inschriften als Isabella d'Este (1474-1539), Markgräfin von Mantua, identifiziert. Sie trägt einen Balzo, die turbanartige Kopfbedeckung, die sie nach 1509 popularisierte und die in den 1530er Jahren zu einer Mode in Norditalien wurde, was die Identifizierung trotz späterer Verwirrung unter den Porträts stützt. Das rote Samtkleid und der türkisfarbene Hintergrund rahmen eine reife Frau mit rötlich-braunen Locken, braunen Augen und geschwungenen Augenbrauen ein, was mit den dokumentierten Merkmalen der historischen Persönlichkeit übereinstimmt. Die wissenschaftliche Debatte dauert an, da drei Farbporträts im Kunsthistorischen Museum, dieses Rubens-Gemälde, eine anonyme Ambras-Miniatur und Tizians Isabella in Schwarz, widersprüchliche physiognomische Züge aufweisen. Experten vermuten, dass die Diskrepanzen auf eine Fehlidentifizierung in Tizians Isabella in Schwarz zurückzuführen sind, nicht jedoch in der Rubens-Version oder der Ambras-Miniatur, die beide die Inschrift "Isabella Estensis" tragen und mit den Zügen ihrer späteren Jahre übereinstimmende Merkmale aufweisen.

Technik und Stil

Die Figur wird als etwas mollig dargestellt, was den spezifischen visuellen Merkmalen anderer zeitgenössischer Kopien des verlorenen Archetyps entspricht.

Das Werk ist in Ölfarbe auf Leinwand ausgeführt und misst 101,8 cm in der Höhe und 81 cm in der Breite. Es zeigt ein Kniebild einer Frau in mittleren Jahren mit rötlich-braunen Locken, braunen Augen und klassisch geschwungenen Augenbrauen vor einem türkisfarbenen Hintergrund. Die Dargestellte trägt ein rotes Samtkleid und einen Balzo, ein modisches Kopfstück, das um 1509 von Isabella d'Este eingeführt wurde. Das Gemälde wird stilistisch als getreue Kopie eines verlorenen Originals von Tizian charakterisiert, was Peter Paul Rubens' Praxis der Nachahmung italienischer Meisterwerke während seiner Zeit als Hofmaler in Mantua widerspiegelt. Die Figur wird als etwas mollig dargestellt, was den spezifischen visuellen Merkmalen anderer zeitgenössischer Kopien des verlorenen Archetyps entspricht.

Geschichte und Provenienz

Peter Paul Rubens schuf dieses Ölgemälde auf Leinwand, bekannt als Isabellan in Rot, um 1605 während seiner Tätigkeit als Hofmaler in Mantua. Das Werk ist eine getreue Kopie eines verlorenen Originals von Tizian, das von Gelehrten verschieden zwischen 1524 und 1536 datiert wird. Rubens fertigte mindestens zwei solcher Kopien nach Tizians Isabella-Porträts an, die beide im Inventar des Künstlers nach seinem Tod in Antwerpen erschienen. Die spezifische Provenienz dieser Version lässt sich von Rubens' Nachlass in die Sammlung von Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich verfolgen, bevor sie in den Bestand des Kunsthistorischen Museums in Wien überging. Während einige Quellen ein Datum von 1600 vorschlagen, bleibt die Entstehungszeit im Allgemeinen mit dem frühen 17. Jahrhundert assoziiert.

Das Gemälde Isabella in Rot, ein Ganzfigurenporträt der Isabella d'Este, befindet sich im Kunsthistorischen Museum in Wien. Seine Inventarnummer ist KHM 2259. Das Werk war ursprünglich Teil der Sammlung von Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich, bevor es in das Museum überführt wurde. Es ist als Kopie nach einem verlorenen Original von Tizian dokumentiert, gemalt von Peter Paul Rubens um 1605. Das Gemälde wurde in musealen Kontexten als Teil von Ausstellungen über Isabella d'Este gezeigt, wobei spezifische Ausstellungshistorien in den Quellen über seine Präsenz in der Museumssammlung hinaus nicht detailliert werden.

Das Werk wird auch in der wissenschaftlichen Literatur erwähnt, einschließlich Einträgen in der Datenbank des Kunsthistorischen Museums und Publikationen wie denen von Sylvia Ferino-Pagden und Jeremy Wood, die seine Provenienz und sein Verhältnis zu Tizians verlorenem Porträt derselben Sitterin diskutieren.

Kontext

Rubens' Isabella d'Este in Rot (um 1605) wird weithin als getreue Kopie nach einem verlorenen Tizian-Original zitiert und ist zentral für Debatten über die Identität der Dargestellten und das Nachleben der Renaissanceporträtmalerei in frühneuzeitlichen Sammlungen. Die Forschung hat das Problem der vermischten basierten physiognomischen Züge über drei Varianten im Kunsthistorischen Museum wiederholt aufgegriffen: eine anonyme Ambras-Miniatur, Rubens' Kopie und Tizians Isabella in Schwarz (1530er Jahre). Die Widersprüche in den Merkmalen, Augenfarbe, Nasenform, Augenbrauen, haben viele Museen dazu veranlasst, Farbidentifizierungen zurückzuziehen, während die Präsenz des Balzo und Inschriften wie "Isabella Estensis" auf verwandten Kopien (Walker Art Gallery) weiterhin Zuordnungen zur Markgräfin von Mantua stützen. Die Rezeption des Gemäldes spiegelt breitere Muster in der Rezeption der Renaissanceporträtmalerei wider: Kopien von Rubens wurden als getreue Aufzeichnungen verlorener Meisterwerke geschätzt und zirkulierten innerhalb habsburgischer Sammlungen, was spätere Wahrnehmungen von Isabellas Ikonografie prägte.

Nachleben

Peter Paul Rubens' Porträt der Isabella d'Este, gemalt um 1605, dient als entscheidende visuelle Aufzeichnung eines verlorenen Originals von Tizian. Dieses Werk, betitelt Isabella in Rot, bewahrt das Bildnis der Markgräfin, die einen Balzo trägt, ein Kopfstück, das sie erfand und das in Norditalien bis in die 1530er Jahre zu einem Modestaple wurde. Rubens schuf das Gemälde während seiner Tätigkeit als Hofmaler in Mantua, wo er aktiv italienische Renaissancemeister kopierte. Das Nachleben des Porträts wird durch widersprüchliche Identifizierungen der Isabella innerhalb des Kunsthistor Museum kompliziert, wo es neben Isabella in Schwarz und der Ambras-Miniatur hängt. Während das Inventar von 1640 nach Rubens' Tod mehrere Versionen auflistete, legt die moderne Analyse nahe, dass Isabella in Rot und die Ambras-Miniatur wahrscheinlich die genaueste zeitgenössische Identifizierung bewahren, während Isabella in Schwarz möglicherweise eine fehlidentifizierte Sujet oder eine idealisierte "Gesichtslifting" darstellt.

Portrait of Isabella d'Este
Portrait of Isabella d'Este, Titian

Artist & collection

Portrait of Peter Paul Rubens

Artist

Peter Paul Rubens

Sir Peter Paul Rubens ( ROO-bənz; Dutch:; 28 June 1577 – 30 May 1640) was a Flemish artist and diplomat.